Dienstag, 10. Oktober 2017

Black Hawk Down







































Regie: Ridley Scott

Operation Gothic Serpent...

Der 2001 entstandene Kriegsfilm "Black Hawk Dawn" von Ridley Scott schildert eindringlich die am 3. und 4. Oktober 1993 stattgefundenen Schlacht von Modadischu. Im April 1992 versuchte die UNO-Mission die Nahrungsversorgung der Bevölkerung in Somalia sicherzustellen, was zu einem Ende des dort herrschenden Bürgerkriegs führen sollte.  Es wurden dort rund 500 pakistanische Soldaten stationiert. Ab August 1992 beteiligte sich das US-Militär an dieser Mission:. Deren Militärflugzeuge brachten Hilfsgüter in das Land und in die Flüchtlingslager in Nordkenia. Ein kleineres Team begann mit der Vorbereitung einer Militäroperation, die die Verteilung der Hilfsgüter schützen und ein Ende des Bürgerkriegs herbeiführen sollte. Ebenfalls im August wurde die UNO-Truppe im Land um 3500 Mann aufgestockt.
Geplant war, dass Mitglieder der amerikanischen Spezialeinheit Delta Force am frühen Nachmittag dieses 3 Oktobers wichtige Berater von Clanchef Aidids oder ihn selbst festzunehmen. Der Clan sollte sich angeblich um 15 Uhr in einem Gebäude nahe einem bekannten Hotel im Bakara-Viertel in Mogadischu zu einem Meeting treffen. Dieses Gebäude sollte nun von den  Männer der Delta Force gestürmt werden, die Einheit sollte aus MH-6 Little Bird Helikoptern direkt am und auf dem Gebäude abgesetzt werden. Der Verantwortliche General William Garrison (Sam Shepard) rechnete mit einem effektiven 30 bis 60 -Minuten Einsatz. Nach der geplanten schnellen Festnahme sollte der Konvoi der Soldaten die Gefangenen zum US-Stützpunkt bringen. Doch es kam ganz anders.  Die Schlacht, die in der westlichen Welt auch unter dem Namen Operation Irene bekannt wurde, forderte den Tod von 18 amerikanischen Soldaten.  Der Versuch den Warlord oder ein paar seiner hochrangingen Anhänger zu fassen, endete so in einer militärischen Katastrophe, bei dem audch zwei amerikanische Helikopter vom Typ Black Hawk abgeschossen wurden...




Ridley Scott schildert die Ereignisse sehr nüchtern und minutiös von der Ausangslage, zum Plan bis zur Ausführung. Diese entstandte Rettungseinheit verirrte sich im Labyrinth der Innenstadt Mogadischus und geriet in den Straßen unter massivem feindlichen Beschuss.  Als Soldaten sind u.a. zu sehen Josh Hartnett als Staff Sergeant Matt Eversman, Ewan McGregor, Eric Bana, Tom Sizemore, Orlando Bloom. William Fichtner und Tom Hardy.
Dabei fühlt man sich in den 143 spannenden Minuten ganz nah am Geschehen, man fühlt beinahe wie die Kugeln dicht am Kopf vorbei fliegt und kann so sehr gut mitfühlen was für ein Horrorszenario die Soldaten dort erlebt haben. Dabei verzichtet Ridley Scott zum Glück auf jeglichen Patriotismus, Man hat ihm zwar vorgeworfen, dass er die Bevölkerung Somalias schemenhafte Figuren ohne individuell menschliche Züge gezeichnet hat. Das sieht zwar so aus, aber der Film schildert ja vor allem aus der Perspektive der amerikanischen Soldaten, die diese Mission zu bewältigen haben. Dementsprechend ist es logisch, wenn die Umgebung feindlich wahrgenommen wird. Eine politsche Position bezieht dieser sehr gut gemachte Kriegs-Actionfilm nicht, er hat das Augenmerk aufs Bild, kreiert von dem polnischen Kameramann Sławomir Idziak aus Polen, der u.a. auch schon für "Drei Farben Blau", "Der Fall Bachmeier" oder "Die Vermessung der Welt" verantwortlich war. Den passenden Soundtrack bastelte Hans Zimmer. "Black Hawk Down" erhielt zwei Oscars für Ton und Schnitt.




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

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