Dienstag, 10. Oktober 2017

Das Schweigen der Lämmer







































Regie: Jonathan Demme

Hannibal the Cannibal...

Auch wenn dem Regisseur Jonathan Demme mit "Die Mafiosi Braut" und "Gefährliche Freundin" vor und mit "Philadelphia" nach dem Serienkillerfilm "Das Schweigen der Lämmer" Erfolge gelangen - seinen hohen Stellenwert in der Filmgeschichte hat er als Macher des vielleicht besten Serienkillerfilms aller Zeiten. Dieser Film schuf mit der Figur des Hannibal Lecters den fiesesten Filmschurken aller Zeiten - in der Liste des American Film Institute überholte er sogar den bisher führenden Norman Bates aus Hitchcocks "Psycho". Damit hatte auch Anthony Hopkins die Rolle seines Lebens. Es war auch sehr ungewöhnlich und äusserst selten, dass ein Thriller mit Horrorelementen bei einer Oscarverleihung absahnen konnte. 1992 war es aber soweit: Die beiden phänomenalen Hauptdarsteller Jodie Foster und Anthony Hopkins erhielten verdient die Auszeichnung. Ebenso wurde "Schweigen der Lämmer" als bester Film, beste Regie und bestes Drehbuch (Ted Tally) ausgezeichnet. Der Rest ist Filmgeschichte. Man kann sagen, dass der Erfolg nicht nur durch die gut durchdachte, extrem düstere Geschichte beruht, sondern vor allem in psychologischen Zusammenspiel eines wahnsinnigen Serienkillers mit einer jungen Polizistin, die im Laufe der Zeit eine intensive mentale Beziehung zueinander eingehen.
Grund für diese ungewöhnliche Zusammenarbeit oder Konstellation ist die Suche des FBI nach einem Serienörder, der von den Boulevardmedien "Buffalo Bill" (Ted Levine) getauft wurde, weil dieser seinen weiblichen Opfern Hautstücke entfernt. Jack Crawford (Scott Glenn), der Leiter der Ermittlung, kommt keinen Schritt weiter. Hilfreich wäre eine Zusammenarbeit mit Hannibal Lecter (Anthony Hopkins), der früher selbst Profiler war und schliesslich als Serienkiller entlarvt wurde und seitdem im Hochsicherheitstrakt im Baltimore Forensic State Hospital sitzt und von Anstaltsleiter Dr. Frederic Chilton (Anthony Heald) sadistisch behandelt wird. Doch Lecter ist sehr gefährlic, doch  er kann sich in die Gedanken des Täters hineinversetzen und seine nächsten Schritte erahnen.. Die junge Clarice Starling (Jodie Foster) wird auf den gefährlichen Psychopaten angesetzt. Das erste Treffen zwischen einer Glaswand, die einen Blick in Lectors fensterlose Zelle gewährt, ist noch nicht der große Durchbruch. Doch Lecter hat scheinbar eine Schwäche für Clarice, die bald von Lecter Informationen bekommt, wenn sie sich auf ein von Lecter erdachtes psychologisches Frage- und Antwortspiel einlässt. Als die Tochter der Senatorin Ruht Martin (Diane Baker) in die Hände von Buffalo Bill gerät, wird die Zeit sehr knapp...




Der Film ist perfekt inszeniert und hat keine Schwächen vorzuweisen, denn er setzt die ganze Zeit auf eine Atmosphäre bedrückender Angst und manipuliert den Zuschauer nach strich und Faden. Eh man sich versieht ist man Komplize eines äusserst intelligenten Serienkillers, fiebert in einer der besten Szenen des Film mit und hofft dabei, dass dem Kannibalen die Flucht gelingt, obwohl er gerade Sergeant Pembry ermordet hat. Solche Identifikation mit dem Bösen schaffen nur ganz wenige Filme - Hitchcock hat dies mit seinem Norman Bates auch geschafft und genau in dieser Güteklasse ist auch dieser moderne Thrillerklassiker angesiedelt. Im Genre selbst kommt nur "Sieben" von David Fincher an dieses Meisterwerk heran.




Bewertung: 10 von 10 Punkten. 

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