Mittwoch, 6. Mai 2026

La Balance - Der Verrat






















Regie: Bob Swaim 

Polizeispitzel...

"La Balance" (US-Titel: The Nark) ist ein Polizeithriller, der im Jahr 1982 von Bob Swaim (Halfmoon Street, Masquerade) inszeniert wurde.  Der Film gewann den César für den besten Film, den besten Hauptdarsteller (Philippe Leotard) und die beste Hauptdarstellerin (Natalie Baye) und war zweimal für den besten Nachwuchsschauspieler (Tcheky Karyo und Jean-Paul Comard), die beste Regie, das beste Originaldrehbuch (Swaim gemeinsam mit Mathieu Fabiani) und den besten Schnitt nominiert. Mit insgesamt 4.192.189 Kinobesuchern in Frankreich war er der fünft erfolgreichste Film des Jahres. Nicole (Natalie Baye) arbeitet als Prostituierte in Paris im Problembezirk Belleville. Ihr Ex-Freund, der Zuhälter Dédé (Philippe Leotard), wurde wegen eines Streits um Nicole von Roger Massina (Maurice Ronet), einem lokalen Mafiaboss, ausgeschlossen. Als der Polizeispitzel Paolo (Sam Karmann) getötet wird, beschließt die Polizei, Dédé als Ersatz anzuwerben. Sie durchsuchen seine Wohnung, finden eine Waffe und erpressen ihn damit und mit weiteren Drohungen. Die Polizei will diesen Massina zu Fall bringen und versucht, Dédé dafür zu benutzen. Dédé willigt ein, an einer Falle teilzunehmen und versucht, sich bei Massina einzuschmeicheln, indem er ihm von einem reichen Antiquitätenhändler erzählt, den er ausfindig gemacht hat und ausrauben will (was tatsächlich Teil der Falle ist), und ihn um Hilfe bittet. Von Gier getrieben, willigt Massina ein und beginnt, Dédé wieder in seine Organisation zu integrieren. Am Tag des Überfalls wird Dédé jedoch durch Massinas unberechenbaren Handlanger Petrovic (Tchely Karyo) ersetzt. Dédé versucht, den Polizeieinsatz zu stoppen, doch Officer "der Belgier" (Jean Paul Comart), der Kopfhörer trägt, hört ihn nicht und setzt die Operation fort. Als "Der Belgier" Massinas Lieferwagen blockiert, wird Petrovic misstrauisch und eröffnet das Feuer. Er tötet Zivilisten und verfehlt den Polizisten nur knapp – dessen Walkman rettet ihm das Leben, indem er eine Kugel abfängt. Massina kann fliehen, doch Petrovic wird verfolgt und schließlich von Le Capitaine (Bernard Freyd) in den Kopf geschossen, nachdem er einen Beamten getötet hat. Der Captain befiehlt seinem Team daraufhin, Petrovics Waffe nachzuladen.Dédé wird von Massina in einer Gasse gestellt, kann ihn aber überwältigen und erschießen. Aus Angst vor Vergeltung versteckt sich Dédé. Nicole, die ihn in Haft für sicherer hält, informiert die Polizei, die ihn festnimmt. Sie sieht weinend aus einem Auto zu, wie er abgeführt wird...







In der Rolle von Chefinspektor Mathias Palouzi ist Richard Berry zu sehen. Sein Kollege Tin Tin wird von Christophe Malavoy gespielt. Auch Florent Pagny verkörpert einen der Männer vom des Polizei Departements, die allerdings nicht zimperlich vorgehen und sich bei der Verbrechensbekämpfung keineswegs an Gesetz und Ordnung halten. Unter der Zunahme einer neuen, gewalttätigeren und wilderen Form der Kriminalität entgegenzuwirken, wurde von der Kripo s.g. Territorialbrigaden geschaffen. Sie waren in diese städtische Unterwelt integriert. Vor allem aufgrund ihrer Informanten und Spitzel konnten sie erfolgreich sein. 
Insgesamt spielte der Film fast 32 Millonen Dollar ein - doch er wurde bei seinem Erscheinen im Kino sehr kontrovers betrachtet. Einige Kritiker wollten Rassismus darin erkannt haben und hatten auch den Eindruck, dass der Film Gewalt als legitimes Mittel der Polizei billigt. Dabei wird übersehen, dass zu keiner Zeit die Männer des Departments Sympathieträger sind. Bob Swaim zeigt sie bei der "dreckigen" Arbeit und er beschönigt nichts. Die dunklen Seiten der Verbrechensbekämpfer werden hier offen dargestellt. Für mich ein leider vergessenes Meisterwerk des 80er Jahre kInos. 








Bewertung: 9 von 10 Punkten. 
 

Montag, 13. April 2026

Schwarzer Sonntag














Regie: John Frankenheimer

Ein Anschlag wird vorbereitet...

John Frankenheimer drehte in den 60er Jahren eine Reihe von Klassikern des US-Kinos. Schon sein Erstling "Die jungen Wilden" war überzeugend und führte zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Burt Lancaster mit den Filmen "Der Gefangene von Alcatraz" und "Der Zug". Auch in "Sieben Tage im Mai" hatte Lancaster eine der Hauptrollen, dieser Politthriller war auch Teil von Frankenheimers heute sehr geschätzter Paranoia-Trilogie, zu denen auch "Botschafter der Angst" (sein Meisterwerk) und "Der Mann, der zweimal lebte". "Grand Prix" erhielt einige Oscars und in den 70er Jahren wurde es stiller um den Filmemacher. Einer der Gründe war auch seine Alkoholsucht. Dennoch drehte er in dieser Dekade mit den 2. Teil von "French Connection" und dem Terror-Katastrophenfilm "Schwarzer Sonntag" zwei überzeugende Klassiker des Kinojahrzehnts.
"Schwarzer Sonntag" ist eine gekonnte Mischung aus Katastrophenfilm, Thriller und Politfilm, der 1977 immerhin 15,8 Millionen Dollar einspielen konnte.
Ein Anschlag auf die USA ist geplant. Der soll verheerend wirken und eine riesige Anzahl von Todesopfern fordern. Die ausführenden Terroristen sind eine Splittergruppe der palästinensishen Terroreinheit "Schwarzer September" und Drahtzieherin ist die attraktive Dahlia Iyad (Marthe Keller), die durch den Palästinakrieg viele Angehörige verlor und aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Nun ist sie zu allem entschlossen. Zu dem perfiden Plan gehört Michael Lander (Bruce Dern), ein Pilot, der das Goodyear Luftschiff während der National Football-League Spiele fliegt, damit das TV live vom Geschehen berichten kann und tolle Aufnahmen von den Spielen machen kann. Doch Michael Lander hat 6 Jahre Gefangenschaft beim Vietkong hinter sich, war dort in Einzelhaft und wurde gefoltert. Seine Ehe ist damals gescheitert und seither ist er psychisch labil und gilt als gesundheitsgefährdet.
Dahlia ist mit Michael liiert und konnte ihn für den kommenden Anschlag gewinnen. Mit 500 kg Plastiksprengstoff soll eine Explosion erfolgen, denn an der Unterseite der Gondel seines Zeppelins wird eine Splitterbombe befestigt sein, in der sich 250.000 Stahlpfeile befinden und nur darauf warten als Kugelregen im ausverkauften Orange Bowl Stadium in Miami während des Super Bowls niederzugehen. Damit sollen 80.000 Menschen den Tod finden.
Aber die Gruppe um Dahlia hat einen Gegenspieler in dem Mossad Agenten David Kabakov (Robert Shaw) und seinem langjährigen Partner und Freund Robert Moshevsky (Steven Keats). Kabakov hatte schon einmal die Gelegenheit die Topterroristin zu eliminieren, doch in dem Moment hat er gezögert und sie am Leben gelassen. Ein fataler Fehler, wie sich nun heraussstellt. Lander ist eher der passive Part, ein selbstmordgefährdeter Verlierer, der mit dem Anschlag eher einen erweiterten Suizid macht, er möchte möglichst viele fröhliche und sorglose amerikanische Landsleute mit in den Tod nehmen. Hilfe bekommt der israelische Geheimdienst vom FBI und deren Agenten Sam Corley (Fritz Weaver). Man versucht die Katastrophe zu verhindern und tatsächlich soll Lander aufgrund seiner Labilität von einem Kollegen ersetzt werden, der das Luftschiff fliegen soll...

 




Natürlich geht die Terroristin bis zum Äussersten. Die beste Szene des Films ist die Farmszene, wo die beiden Terroristen die schlagkraft und Wirksamkeit ihrer Bombe ausprobieren. Das ganze Farmhaus wird mit gleich großen Löchern durchsiebt und Lander empfindet den Anblick einfach schön und erhaben. Frankenheimers Darsteller sind alle gut. Marthe Keller ist sehr überzeugend als etwas unnahbare Kämpferin für Palästina und Robert Shaw macht natürlich ebenfalls eine gute Figur als versierter Mossad-Agent. Bruce Dern darf den Psychopathen spielen - und liefert eine seiner besten Darstellungen ab.
Darüberhinaus hält der beinahe 140 Minuten lange Film stets seine Spannung aufrecht. Auch Kameramann John A. Alonzo (Chinatown, Scarface, Tom Horn, Internal Affairs) beweist seine Klasse.





Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 
 

The Italian Job























Regie: Peter Collinson

Charlie staubt Millionen ab...

Die britische Gaunerkomödie "The Italian Job“ von Regisseur Peter Collinson aus dem Jahr 1969 wurde zwar 1970 in der Kategorie "Bester Auslandsfilm" für einen Golden Globe nominiert, doch sein Ansehen kam erst einige Zeit später. Heute zählt der Kultfilm zu den besten britischen Filmen alle Zeiten. Das British Film Museum listet "Italian Job" auf Platz 36 ihrer Bestenliste. Das Drehbuch stammt von Troy Kennedy Martin, produziert wurde der Film von Michael Deeley, Michael Caine spielte die Hauptrolle. Die Handlung dreht sich um den Londoner Kriminellen Charlie Croker, der nach seiner Haftentlassung eine Bande zusammenstellt, um einen Goldbarren zu stehlen, der in einem gepanzerten Geldtransporter durch Turin transportiert wird. Neben Caine spielten auch Benny Hill, Raf Vallone, Tony Beckley und Noël Coward mit; für Coward war dies der letzte Film vor seinem Rückzug von der Schauspielerei. Der Soundtrack wurde von Quincy Jones komponiert und enthält die Lieder „On Days Like These“, gesungen von Matt Monro während des Vorspanns, und „Getta Bloomin' Move On“ (meist als „The Self-Preservation Society“ bekannt, nach dem Refrain), das während der finalen Verfolgungsjagd zu hören ist und bei der Caine mitsingt. Mehrere Elemente wurden zu ikonischen Kultmerkmalen, darunter das seltene, nie aufgelöste Cliffhanger-Ende und Caines berühmter Ausspruch: „Du solltest doch nur die verdammten Türen wegsprengen.“ Die Popularität von „The Italian Job“ führte zu zahlreichen Parodien und Anspielungen in anderen Filmen und Produktionen, darunter die Simpsons-Folge „The Italian Bob“ aus dem Jahr 2005 und eine Nachstellung der Mini-Cooper-Verfolgungsjagd in der MacGyver-Folge „Der Dieb von Budapest“. Der Film selbst wurde 2001 als Videospiel adaptiert und 2003 neu verfilmt. Während einer Fahrt durch die Alpen wird der Dieb Roger Beckerman (Rossano Brazzi)  von der örtlichen Mafia ermordet und seine Leiche im Fluss entsorgt. In Großbritannien wird sein Freund und Komplize Charlie Croker (Michael Caine) aus dem Gefängnis entlassen. Nachdem er seine Freiheit mit seiner Freundin Lorna (Maggie Blye) gefeiert hat, sucht Croker Beckerman auf, um einen Raubzug zu besprechen. Doch er ist schockiert, nur dessen Witwe vorzufinden. Sie drängt Croker, Beckermans letztes Meisterwerk zu vollenden: einen ambitionierten Raub von Goldbarren im Wert von 4 Millionen Dollar aus einem Konvoi in Turin. Croker bricht erneut ins Gefängnis ein, um den britischen Nationalisten-Gangsterboss Mr. Bridger (Noel Coward) um finanzielle Unterstützung zu bitten. Zunächst skeptisch, bietet Bridger ihm bald seine Hilfe an, nachdem er das Potenzial des Vorhabens erkannt hat. Zusammen mit Bridgers Handlanger Camp Freddie (Tony Beckley) rekrutiert Croker eine Gruppe von Spezialisten, darunter Lorna, professionelle Fahrer und den lüsternen Computerexperten Professor Simon Peach (Benny Hill). Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, inszeniert Bridger eine Trauerfeier, um das Team persönlich zu treffen. Er enthüllt, dass die Mafia sie erwartet, da sie Beckerman wegen seines geplanten Raubüberfalls getötet hat und die Aussicht, dass Ausländer italienisches Gold stehlen, als Beleidigung ihrer Ehre ansieht.Auf der Fahrt durch die Alpen teilt Croker das Team auf, um keinen Verdacht zu erregen. Crokers Gruppe wird jedoch von Mafia-Boss Altabani (Raf Vallone) und seinen Männern konfrontiert, die ihre Fluchtfahrzeuge zerstören und sie davor warnen, den Plan fortzusetzen. Croker und seine Männer entgehen nur knapp dem Tod, indem sie Bridger mit Racheakten gegen in Großbritannien lebende Italiener drohen. Unbeirrt setzt das Team seine Reise nach Turin fort. In der Nacht infiltriert das Team die Turiner Verkehrsleitzentrale, und Peach tauscht eine Magnetbandspule gegen eine Kopie aus, die das Verkehrsleitsystem sabotieren soll.Am Tag des Raubüberfalls, als das Gold am Flughafen Turin eintrifft, schickt Croker Lorna zu ihrer Sicherheit nach Genf und verspricht, sie später dort zu treffen. Unterdessen wird Peach wegen sexueller Belästigung einer Frau in einer Straßenbahn verhaftet.Der Konvoi setzt seine Fahrt durch Turin fort, gefolgt von Altabani. Einer von Crokers Männern sabotiert die städtische Videoüberwachung, während die Verkehrsleitanlage ausfällt. Dadurch fallen die Ampeln aus und es kommt zu stadtweiten Staus, die den Konvoi schließlich vor dem Museo Egizio zum Anhalten zwingen. Die Bande fängt den Konvoi ab, überwältigt die Polizeieskorte und schleppt den gepanzerten Transporter mit dem Gold in ein Gebäude. Während die Polizei die Tür auframmt, brechen die Männer in den Transporter ein und verteilen das Gold auf die Kofferräume dreier Mini Cooper....







The Italian Job ist ein überaus unterhaltsamer Film, der typisch britisch ist..Auf dem Höhepunkt des Films begeistert die mitreißende Verfolgungsjagd und die schauspielerischen Leistungen von Michael Caine und Noël Coward sind hervorragend. 
Der Film war 1969 der 14. erfolgreichste Film an den britischen Kinokassen. Natürlich tragen die drei kultigen fluchtfahrzeuge - drei Mini-Cooper - viel zum Kultstatus bei. 










Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Donnerstag, 9. April 2026

Eiskalt in Alexandrien


Regie: J. Lee Thompson

Abenteuer durch die Wüste...

Der britische Regisseur J. Lee Thompson drehte ab den 70ern vornehmlich in den USA seine Filme. Er war verantworlich für "Die Eroberung vom Planet der Affen" und für "Die Schlacht um den Planet der Affen" und mit der Regie von "Tag der Abrechnung" zum Lieblingsregisseur des Stars Charles Bronson. Ihre Zusammenarbeit umfasst die Filme "Der weiße Büffel", "Caboblanco", "Ein Mann wie Dynamit", "Der Liquidator", "Der Ambassdador", "Murphys Gesetz", "Das Gesetz ist der Tod" und "Kinjite".
In den frühen 60er Jahren war er aber viel mehr angesehener Regisseur anspruchsvoller Stoffe und weit weniger der Macher kommerzieller Auftragsarbeiten. Besonders die Filme "Ein Köder für die Bestie" , Tiger Bay" und "Eiskalt in Alexandrien" waren ausgesprochene Kiritkerlieblinge. Letzterer wurde 1958 gedreht und ist zwar weniger bekannt als sein größter Erfolg "Die Kanonen von Navarone" - aber im Kriegsfilmgenre sind beide Filme von gleicher guter Qualität. "Eiskalt im Alexandrien - Feuersturm über Afrika" bezieht sich auf ein eiskaltes Bier, dass von den Soldaten hoch geschätzt wird und das man in einer Bar in Alexandria trinken kann.
Wie viele britische Kriegsfilme dieser Zeit basiert auch J. Lee Thompson 1958 entstandener schwarz-weiß Film auf tatsächlichen Begebenheiten und stellten im höheren Maße die durch den Krieg entstandenen Traumata in den Mittelpunkt der Handlung.
Die Geschichte spielt im umkämpften Nordafrika im Jahr 1942. Tobruk fällt, die Briten ziehen ab und Captain Anson (John Mills) bekommt den Auftrag zwei Krankenschwestern (Sylvia Syms, Diane Clare) aus dem Kriegsgebiet ins sichere Alexandria zu bringen. Der Weg führt natürlich mitten durch die Wüste und mitten durchs die von den Deutschen besetzten Gebiete. Durch Minenfelder, durch Salzsumpfgebiet. Feldwebel Tom Pugh (Harry Andrews) ist als Fahrer mit dabei und er hat Sorge, dass sein Vorgesetzter wieder mal zuviel trinkt. Anson leidet tatsächlich an Kampfmüdigkeit und ist Alkoholiker.
Die Fahrt im Krankenwagen, der auch schon seine Mucken hat, ist eine echte Tortur und für alle Beteiligten wird der Wüstentrip zur größten Herausforderung. Unterwegs treffen sie auf den gestrandeten südafrikanischen Offizier Van der Poel (Anthony Quayle), der zu Ansons Freude auch Spritiuosen in seinem Gepäck dabei hat. Als die Deutschen auftauchen, begeht Anson den Fehler mit dem Krankenwagen die Flucht zu versuchen. Die Schüsse der Deutschen treffen die junge Schwester Denis Morton tödlich, was noch mehr Schuldgefühle bei dem Offizier auslöst. Er schwört erst wieder in Alexandria das eiskalte Bier in der angesagten Bar zu trinken. Doch Ruhe gibts nach wie vor nicht. Bald verdächtigen Anson, Pugh und Schwester Diane Murdoch den Südafrikaner der Spionage. Ist er sogar ein Deutscher ? Bei seinen Toilettenpausen in der Wüste nimmt er immer seine große Gepäcktasche mit. Doch der Verdächtige erweist sich auch als Retter vieler brenzliger Situationen. In der Salzwüste geht es dann um Leben und Tod...



Dazwischen baut Thompson noch eine zarte Romanze zwischen dem Alkoholiker Anson und der hübschen Krankenschwester ein und am Ende sitzt die zusammengewürfelte Gruppe tatsächlich an der Bar und genießt das kühle geniale Bier. Sehr interessant ist auch die Figur von Anson im Vergleich zu anderen britischen Kriegsfilmen dieser Zeit: Er ist niemals der strahlende Held, sondern ein Mann, der Fehler macht und dem man die Neurosen und das Ausgebranntsein sofort anmerkt. Die Odyssee durch das Wüstengebiet ist atmosphärisch dicht inszeniert und erinnert in seinen besten Szenen sogar an den Weltklassefilm "Lohn der Angst" von Henri-Georges Clouzot.



Bewertung: 9 von 10 Punkten.