Regie: Francois Truffaut
Szenen aus Antoines Ehe....Die besten Filme aller Zeiten
Freitag, 25. September 2026
Tisch und Bett
Freitag, 18. September 2026
Die Geschichte der Adele H.
Regie: Francois Truffaut
Liebeswahn..
Einer "Erotomanie" bedeutet "Liebeswahn" und ist gekennzeichnet von der unerschütterlichen, wahnhaften Überzeugung, von einer anderen Person leidenschaftlich geliebt zu werden. Dabei sind die Betroffenen meistens fest überzeugt, dass die Zielperson ihre Liebe erwidert, diese aber verheimlicchen muss. Normale Handlungen, Blicke oder auch deutliche Ablehnung werden als geheime Liebesbeweise oder Signale interpretiert. Die angebliche Beziehung existiert jedoch nur in der Vorstellung der erkrankten Person. Meistens verläuft dieser Wahn in drei Phasen: Der Betroffenen sendet Geschenke oder Nachrichten und wartet auf ein Zeichen. Ausbleibende Reaktionen führen zu Enttäuschung oder zu Depressionen. Schlägt diese Enttäuschung in Hass um, kann dies zu Stalking oder Aggressionen führen. Francois Truffaut hat mit "Die Geschichte der Adele H." diese Krankheit aufgegriffen. Dabei erzählt der Filmemacher die wahre Geschichte von Adele Hugo, der zweiten Tochter des berühmten Schriftstellers Victor Hugo. Sie selbst beschrieb dies in den ersten beiden Bänden ihres Tagebuchs, die auf die Jahre 1852 und 1853 datiert sind und erstmals 1968 und 1971 von Frances Vernor Guille, einer Professorin für französische Literatur, veröffentlicht wurden. Der Film wurde zu einem Triumph für den Regisseur und für seine junge Hauptdarstellerin Isabelle Adjani, die als 20 Jährige, eine Oscarnominierung, eine Cesarnominierung und ein Bambi für diese hervorragende Leistung erhielt. Im Jahr 1863, während des Amerikanischen Bürgerkriegs, waren britische Soldaten in Halifax, Nova Scotia (Kanada) stationiert, um im Falle einer Unterstützung der Konföderierten Staaten durch Großbritannien einzugreifen. Adele (Isabelle Adjani) kam mit dem Schiff aus Europa und fand Unterkunft bei Mrs. Saunders (Sylvia Marriot) , einer älteren Dame. Sie gab sich unter falschem Namen als Miss Lewly, Ehefrau von Dr. Lenormand in Paris, aus. Adèle sucht in Halifax nach Leutnant Albert Pinson (Bruce Robinson, der einige Jahre zuvor durch die Rolle des Benvolio in Zefirellis Verfilmung von "Romeo und julia" bekannt wurde). Sie liebt den britischen Offizier, der als Frauenheld bekannt ist. Dank Mr. Saunders (Ruben Dorey) , einem ehemaligen Soldaten, gelingt es ihr, ihm einen Brief zukommen zu lassen, in dem sie ihre Ankunft ankündigt. Albert begibt sich bald darauf zu ihr, doch die Begegnung nimmt ein tragisches Ende. Der Soldat spricht von der Liebe in der Vergangenheitsform und bittet Adele, zu ihrer Familie nach Guernes zurückzukehren. Er geht davon aus, dass Vater Hugo der Heirat nie zustimmen würde und dass Adele ohne Erlaubnis der Familie ihm nachgereist sei. Albert hat dazu auch eine neue Affäre, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie flüchtet sich ins Schreiben, um ihre Gedanken auszudrücken und ihren Eltern zu schreiben. Der Buchhändler, der ihr Schreibwaren verkauft Mr. Whistler (Joseph Blatchley) verliebt sich in die junge Frau, doch sie beachtet sein Interesse nicht und der Wahn nimmt immer mehr Besitz von der jungen Frau...
"Die Geschichte der Adele H. " erinnert auch an Truffauts früheren Film "Der Wolfsjunge", auch dort hatte Truffaut große Freude daran, aus wahren Begebenheiten eine fiktive Geschichte zu formen, ohne etwas zu erfinden und dem dokumentarischen Material treu zu bleiben. In Frankreich wurden lediglich 752.160 Eintrittskarten verkauft, was damals als Enttäuschung an den Kinokassen wahrrgenommen wurde, denn die Macher hatten sich mehr versprochen. Künstlerisch ist es sicherlich eines von Truffaut bleibenden Meisterwerken mit einer unwiderstehlichen Sogwirkung. Der dunkle, aber zutiefst schöne Film lebt auch von den grandiosen Bildern des Kameramanns Nestor Almendros.
Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.
Geraubte Küsse
Regie: Francois Truffaut
Antoine wird langsam erwachsen...Montag, 14. September 2026
Die Braut trug schwarz
Regie: Francois Truffaut
Die schwarze Witwe...Es sollte der schönste Tag im Leben von Julie Kohler (Jeanne Moreau) werden. Doch der Hochzeitstag wird gleichzeitig auch der schwärzeste Tag ihres Lebens. Direkt nach der Trauung verlässt das Brautpaar mit den vielen Hochzeitsgästen die Kirche (die Glocken läuten, es ist ein wunderschöner Tag) da durchbricht ein Schuß die Idylle, der Bräutigam wird von einer Kugel tödlich getroffen.
Ab diesem Tag schwört sich Julie gnadenlose Rache an den fünf Mördern ihres Mannes zu nehmen.
Sie findet heraus, dass die fünf Junggesellen und Lebemänner Coral (Michel Bouquet), Fergus (Charles Denner), Bliss (Claude Rich), Morane (Michael Lonsdale) und Delvaux (Daniel Boulanger) für den Tod ihres Mannes verantworlich sind. Diese haben nämlich in der Wohnung, in der sich oft zum Kartenspiel trafen, mit einem Jagdgewehr gespielt, wobei sich ein Schuss löste und das Unglück so seinen Lauf nahm.
Die Männer flohen ohne sich der Verantwortung zu stellen.
Sie verabschiedet sich flüchtig von ihrer besorgten Mutter (Luce Fabiole) mit vagen Angaben über ihren Verbleib und tut so als würde sie mit dem Zug die Stadt verlassen. Doch über die Gleise kehrt sie heimlich zurück, um den perfiden Racheplan zu beenden.
Die Männer sollen für ihre Tat sterben...
Der französische Regisseur François Truffaut (Die amerikanische Nacht, Die letzte Metro) drehte diesen Rache-Thriller nach der gleichnamigen Romanvorlage von Cornell Woolrich im Jahr 1968.
Dabei gibt die großartige Musik von Bernard Herrmann sofort den Takt an, Truffaut meets Hitchcock und das so eigenständig dass der Film nie zur Kopie des großen Meisters wird.
Vor allem legte Truffaut Wert darauf, dass sein Suspence Thriller eine sehr französische Handschrift beibehält.
Auch wenn "Die Braut trug schwarz" sich sehr stark durch künstlerisch arrangierte, eindringliche Bildkompositionen auszeichnet, kommt aber der verborgene Reiz nie zu kurz. Truffaut beherrscht in diesem Film das Spiel mit den Assoziationen des Zuschauers, denn vieles spielt sich in der Phantasie des Zuschauers aus, Truffaut zeigt nicht - vielmehr deutet er an. Eine brilliante inszenatorische Stärke und ein Gegengewicht zu den wunderschönen Kameraeinstellungen, bei denen man immer mal wieder ins Schwärmen kommt. Verantwortlich dafür ist Raoul Coutard, der auch in "Ausser Atem" oder "Z" für die Kamera verantwortlich war.
Für mich ist "Die Braut trug schwarz" einer meiner Truffaut Favoriten.

.jpg)
.jpg)
.jpg)




.jpg)














.webp)

.jpg)





.webp)



































