Montag, 22. Juni 2026

Naked Youth























Regie: Nagisa Oshima

Die tragische Geschichte von Makato und Kiyoshi...

Ab 1959 versuchte sich Nagisa Oshima (1932 bis 2013) als Filmregisseur für das Studio Shōchiku und galt schon bald als einer der führenden Vertreter der "Nuberu bagu“ (der Neuen Welle). Nach dem Rauswurf bei Shōchiku, dem ein politischer Skandal vorausgegangen war, gründete er zusammen mit seiner Frau unter dem Namen Sozosha eine eigene Filmproduktionsgesellschaft. Mit den dort entstandenen Filmen erregte er die Gemüter der japanischen Öffentlichkeit, da sich die Filme mit Tabuthemen des damaligen Japan beschäftigten, vor allem mit Sex, Verbrechen und Gewalt.Nach dem Erfolg des 1959 entstandenen Films "Stadt der Liebe und Hoffnung" folgte ein Jahr später mit "Nackte Jugend" (internationaler Titel: Cruel Story of Youth) über jugendliche Straftäter und Liebende. Der Film gewann den Blue Ribbon Award für den besten Nachwuchsdarsteller. Nachdem Makoto Shinjo (Miyuki Kuwano) per Anhalter mitgenommen wurde, versucht der Fahrer, sie zu belästigen, wird aber von Kiyoshi Fuji (Yusuke Kawazu) daran gehindert. Er nimmt sie mit auf ein Date, zunächst zu den Anpo-Protesten gegen den US-japanischen Sicherheitsvertrag und später zu einer Motorbootfahrt auf einem Fluss, wo er sie vergewaltigt. Eines Tages, als sie in einer seiner Stammkneipen auf ihn wartet, wird sie von Gangstern, die Frauen zur Prostitution zwingen, belästigt. Kiyoshi wehrt sich gegen sie, und sie lassen sie gegen Bezahlung in Ruhe. Anschließend vergewaltigt er sie erneut, woraufhin Makoto ihn zur Rede stellt und ihm ihre Liebe gesteht und sagt, dass sie ihre Beziehung nicht so fortsetzen möchte. Schließlich verlieben sich die beiden, und Makoto verbringt immer mehr Zeit mit ihm, was zu einem Tadel ihrer älteren Schwester Yuki (Yoshiko Kuga) führt. Daraufhin beschließt sie, bei ihrem Lover zu leben. Um Geld zu verdienen, setzen die beiden ihre kriminelle Laufbahn fort: Makoto verführt männliche Autofahrer; wenn diese sie belästigen, schreitet Kiyoshi ein und erpresst sie. In einem Fall nimmt ein wohlhabender Geschäftsmann mittleren Alters namens Horio (Kan Nihonyanagi) sie mit und sorgt dafür, dass sie sich wohlfühlt, sodass sie ihn nicht ins Visier nimmt.Als Makoto erfährt, dass sie schwanger ist, rät Kiyoshi ihr zu einer Abtreibung. Als er sie jedoch erneut dazu bringen will, einen Fahrer auszubeuten, weigert sie sich. Horio nimmt sie mit, und als sie Kiyoshi anruft, um zu fragen, ob sie übernachten kann, ist die Leitung besetzt. Kiyoshi bittet eine ältere Geliebte, mit der er eine Affäre hat, um einen Kredit. Als er Makoto das Geld gibt, gesteht sie ihm, mit Horio geschlafen zu haben. Daraufhin sucht er Horio auf, nimmt ihm Geld ab und erklärt ihm, dass er nur ein weiteres Opfer von Makoto war. Nach der illegalen Abtreibung in der Klinik von Yukis Ex-Liebhaber Akimoto (Fumio Watanabe) wird das Paar wegen Erpressung verhaftet. Nach ihrem Geständnis und mit der Hilfe von Kiyoshis Geliebter werden die beiden freigelassen, Akimoto jedoch verhaftet.Kiyoshi trennt sich von Makoto, damit sie sich nicht länger gegenseitig verletzen. Die Gangster finden Kiyoshi, weil das Motorrad, das er sich für die Erpressungen von ihnen geliehen hatte, gestohlen wurde. Zwei von ihnen werden daraufhin verhaftet. Sie fordern Makoto von ihm, doch Kiyoshi weigert sich und wird getötet. Zur gleichen Zeit nimmt ein Passant Makoto mit. Als er sie nicht aussteigen lässt, springt sie aus dem Auto und stirbt...







Ōshima, damals erst 28 Jahre alt, nutzte ausgiebig Handkameras und Dreharbeiten an Originalschauplätzen. Herausragend dabei die Kameraarbeit von Takashi Kawamata. Die Ergebnisse riefen Vergleiche mit den französischen Nouvelle-Vague-Filmemachern hervor, die etwa zur gleichen Zeit aufkamen. Der Film wurde zu einem der wichtigsten Werke des Nūberu bāgu. 
Die Verwendung jugendlicher Krimineller als Protagonisten sorgte damals für Kontroversen, doch der Film war auch ein kommerzieller Erfolg. Dies ebnete den Weg für eine junge und experimentierfreudige Generation neuer japanischer Filmemacher: Innerhalb kürzester Zeit erlangten Shohei Imamura, Masahiro Shinoda, Yasuzo Masumura, Susumu Hani, Hiroshi Teshigahara und andere internationale Aufmerksamkeit. In diesem Film begann Ōshima bereits, die Themen zu erkunden, für die er bald berühmt werden sollte: die Auseinandersetzung mit der Jugend und mit Außenseitern sowie die kritische Dekonstruktion stereotypischer Bilder im japanischen Kino.










Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Apur Sansar























Regie: Satyajit Ray

Frau und Sohn...

Sehr häufig findet man die Filme des indischen Regisseurs Satyajit Ray auf den vorderen Rängen bei Umfragen über die besten Filme aller Zeiten. "Die Welt des Apu" (Apur Sansar) ist sein bengalischsprachiger Spielfilm aus dem Jahr 1959, den er geschrieben, produziert und inszeniert hat. Er basiert auf der zweiten Hälfte von Bibhutibhushan Bandopadhyays Roman „Aparajito“. Nach „Pather Panchali“ (1955) und „Aparajito“ (1956) bildet er den Abschluss von Rays gefeierter Apu-Trilogie, die das Leben des jungen Bengalen Apu in seinen prägenden Jahren im Indien des frühen 20. Jahrhunderts schildert.In der Hauptrolle des Apu gibt Soumitra Chatterjee sein Filmdebüt, an seiner Seite spielt Sharmila Tagore seine Frau Aparna – beide sollten später häufig in Rays Werken mitwirken.Die drei Filme bilden eine Entwicklungsgeschichte im Stil eines Bildungsromans. Sie beschreiben die Kindheit, die Ausbildung und die frühe Reife des jungen Bengalen Apu (Apurba Kumar Roy) zu Beginn des 20. Jahrhunderts. "Pather Panchali", der erste Teil der Trilogie, gedreht 1955, zeigt Apus frühe Erfahrungen im ländlichen Bengalen als Sohn einer armen, aber hochkastigen Familie. Apus Vater Harihar, ein Brahmane, hat Schwierigkeiten, seine Familie zu ernähren. Nach dem Tod von Apus Schwester Durga zieht die Familie in die heilige Stadt Benares. "Aparajito", der zweite Teil wurde 1956 inszeniert: Die Familie lebt weiterhin in prekären finanziellen Verhältnissen. Nach dem Tod seines Vaters kehren Apu und seine Mutter Sarbajaya in ein Dorf in Bengalen zurück. Trotz anhaltender Armut gelingt es Apu, eine formale Schulbildung zu erhalten, und er erweist sich als brillanter Schüler. Er zieht nach Kalkutta, um seine Ausbildung fortzusetzen. Er entfremdete sich allmählich seinen ländlichen Wurzeln und seiner Mutter, der es damals gesundheitlich nicht gut ging. Dabei geriet der heranwachsende Apu in Konflikt mit seiner Mutter. Er kommt zu spät nach Hause, als er die Nachricht von ihrer Krankheit erfährt. Als er zu Haus ankommt, ist die Mutter bereits verstorben.Mit "Apur Sansar" aus dem Jahr 1959 wird die Trilogie beendet.Apu, der Schriftsteller werden wollte, sah sich unerwartet unter Druck gesetzt, ein Mädchen zu heiraten, dessen Mutter ihren psychisch kranken Bräutigam am Tag der Hochzeit zurückwies. Ihre vielversprechende Ehe endete mit ihrem Tod bei der Geburt. Daraufhin verließ der verzweifelte Apu sein Kind, kehrte aber schließlich zurück, um seine Verantwortung anzunehmen. Anfang der 1930er-Jahre lebt der arbeitslose Apurba „Apu“ Kumar Roy (Soumitra Chatterjee), ein Hochschulabsolvent, in einem gemieteten Zimmer in Tala, Kalkutta. Obwohl ihm sein Lehrer geraten hat, nach dem Abitur weiterzulernen, kann er sich das nicht leisten. Er schlägt sich mit Nachhilfeunterricht gerade so durch und sucht gleichzeitig nach einer Anstellung. Seine größte Leidenschaft aber ist das Schreiben eines semi-autobiografischen Romans, den er eines Tages veröffentlichen möchte. Pulu (Swapan Mukherjee ), Apus Schulfreund, kommt vorbei und überredet ihn, ihn auf eine Reise in sein Dorf in Khulna zu begleiten, um an der Hochzeit seiner Cousine Aparna (Sharmila Tagore)teilzunehmen. Am Tag der Hochzeit stellt sich heraus, dass der Bräutigam an einer schweren psychischen Erkrankung leidet, und Aparnas Mutter ( Sefalika Devi )sagt die Hochzeit trotz der Proteste ihres Mannes ab. Er und die anderen Dorfbewohner glauben, gemäß einer weit verbreiteten hinduistischen Tradition, dass die junge Braut in der festgelegten, glückverheißenden Stunde verheiratet werden muss, sonst bleibt sie ihr Leben lang unverheiratet. Apu weigert sich zunächst, als Pulu und einige Dorfbewohner ihn bitten, Aparna zu helfen, indem er sie heiratet, gibt aber schließlich nach.Nach der Hochzeit kehrt Apu mit Aparna in seine Wohnung in Kalkutta zurück, und Pulu verschafft ihm eine Bürostelle. Zu seiner Überraschung entwickelt sich zwischen ihm und Aparna eine liebevolle Beziehung. Doch das Glück des jungen Paares findet ein jähes Ende, als Aparna bei der Geburt ihres Sohnes Kajal (Alok Chakravarty) stirbt.Von Trauer überwältigt, gibt Apu dem Kind die Schuld an Aparnas Tod. Er entzieht sich seinen weltlichen Pflichten und wird zum Vagabunden. Kajal wird von Aparnas Eltern aufgezogen, während er allein durch Indien wandert. Auf seinen Reisen verliert Apu das Manuskript seines Romans.Einige Jahre später kehrt Pulu nach längerer Abwesenheit zurück und findet Kajal verwildert und vernachlässigt vor. Er sucht Apu auf, findet ihn bei der Arbeit in einem Kohlebergwerk und rät seinem alten Freund, seine Vaterrolle wahrzunehmen. Schließlich beschließt Apu, in die Realität zurückzukehren und sich mit seinem Sohn wiederzuvereinen. Als er Aparnas Elternhaus erreicht, akzeptiert Kajal ihn, der ihn zum ersten Mal sieht, zunächst nicht als Vater. Schließlich akzeptiert er Apu jedoch als Freund, und gemeinsam kehren sie nach Kalkutta zurück, um ein neues Leben zu beginnen...









Erneut gelang dem indischen Filmemacher ein wunderbares Meisterwerk mit einer Schlußszene, die großen Einfluss auf andere nachkommende Regisseure hatte. Man erlebt die weitere Entwicklung der Hauptfigur Apu, in der sich offensichtlich auch der Aufbruch Indiens in die Neuzeit spiegelt. Der Gegensatz zwischen Traditionen und neuen Erkenntnissen und Lebensweisen ist ein wichtiges Thema dieses Films. Sharmila Tagore ist bezaubernd schön als Aparna, sie war damals erst 14 Jahre alt. Die Darstellung der beiden und die umhüllende Wärme von Rays subtiler Regie, machen den Film zu einer der berührendsten und intimsten Darstellungen von Eheglück überhaupt. Daher auch der tiefe Fall und das innerliche Sterben von Apu. Erst als er seinen Sohn besucht, wird er wiedergeboren. 












Bewertung: 9,5 von 10 Punkten. 

Passion


















Regie. Ingmar Bergman

Die Nachbarn auf der Insel...

Der Film "Passion" (schwedischer Originaltitel: En Passion) aus dem Jahr 1969  zählt zwar nicht zu Ingmar Bergmans größten Werken, erhielt aber dennoch positive Kritiken, denn auch dieser Film ist ein kraftvolles und tiefgründiges Kunstwerk. Die Handlung kreist um Obsessionen, Verstrickungen und auch um Ängste. Dazu kommt ein unbekannter Tierquäler, der einen Hund erhängen wollte und später Schafe abschlachtet und einen Pferdestall anzündet. Wie in den vorangegangenen Filmen "Stunde des Wolfs" und "Schande" wird das Scheitern der Gemeinschaft gezeigt. Das Publikum lernt Andreas Winkelman (Max von Sydow) kennen, einen Mann, der nach dem Scheitern seiner Ehe allein und emotional völlig am Boden zerstört ist. Seine Nachbarin Anna (Liv Ullmann) kommt vorbei und bittet ihn, sein Telefon benutzen zu dürfen. Sie geht am Stock. Später wird enthüllt, dass ihr Mann und ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen, als sie von der Straße abkam. Während Anna mit Andreas telefoniert, belauscht er ihr Gespräch. Anschließend verlässt sie weinend das Haus. Anna hat ihre Handtasche zurückgelassen, und Andreas durchsucht sie. Er findet darin einen Brief ihres Mannes, in dem dieser seine Unzufriedenheit in der Ehe und seine Angst vor möglicher „psychischer und physischer Gewalt“ offenbart.Die Handlung des Films wird immer wieder durch kurze Szenen unterbrochen, in denen die vier Hauptdarsteller (von einem unsichtbaren Bergman) über ihre Rollen interviewt werden.Andreas bringt die Handtasche zu Annas Wohnung und trifft dort auf das Ehepaar Eva (Bibi Andersson) und Elis Vergerus (Erland Josephson), die sich ebenfalls in einer tiefen seelischen Krise befinden. Elis ist ein international erfolgreicher Architekt und Amateurfotograf mit einem umfangreichen Porträtarchiv, dessen Bilder nach emotionalen Zuständen kategorisiert sind. Elis bietet Andreas an, ihn zu fotografieren, was dieser annimmt.Eines Abends, als Elis nicht da ist, besucht Eva Andreas. Sie ist gelangweilt, einsam und kann nicht schlafen. Sie hören Musik und trinken Wein, was sie schläfrig macht. Andreas deckt sie auf dem Sofa zu, und sie schläft einige Stunden. Als sie aufwacht, werden sie intim und gehen ins Bett, obwohl dies kaum gezeigt wird. Anschließend erzählt sie, dass sie während ihrer einzigen Schwangerschaft vor Jahren wegen Schlaflosigkeit im Krankenhaus war. Dort wurde ihr versehentlich eine zu hohe Dosis verabreicht, was zum Tod des ungeborenen Kindes führte. Sie erwähnt, dass sie und Elis danach beide geweint haben und dass es das einzige Mal war, dass sie ihn weinen sah.Elis fotografiert Andreas. Elis willigt ein, die Bestätigung eines von Andreas beantragten Bankkredits zu organisieren und gibt ihm eine Schreibarbeit, damit Andreas die Mittel zur Rückzahlung des Kredits aufbringen kann. Eva kommt hinzu und warnt Andreas, als sie kurz mit ihm allein ist, vorsichtig mit Anna umzugehen. Elis kommt zurück, und Eva fragt ihn nach seinem finsteren Blick. Er meint, er rege sich nur über Kleinigkeiten auf.Andreas und Anna leben nun zusammen in seinem Haus. Anna wirkt gläubig und unerschütterlich in ihrer Suche nach der Wahrheit, doch allmählich treten ihre Wahnvorstellungen zutage. Sie erzählt von einem Traum, der die Ereignisse von „Schande“ zu wiederholen scheint: Sie findet sich hilflos auf einer Insel wieder, Zeugin der Schrecken des Krieges. Andreas wiederum kann seine Angst und sein Gefühl der Entfremdung nicht überwinden, was seine Beziehung zu Anna weiter gefährdet.Im Laufe des Films verübt eine unbekannte Person auf der Insel Tierquälerei, hängt einen Hund an einen Baum und tötet Schafe auf brutale Weise. Andreas' Nachbar (Erik Hell), ein Einzelgänger, den manche für psychisch gestört halten wird dieser Verbrechen verdächtigt. Er begeht Selbstmord, und die Polizei überbringt Andreas einen Brief, in dem der arme Mann beschreibt, wie er von einer Gruppe Männer geschlagen und gedemütigt wurde und danach nicht mehr leben wollte.Eines Tages streiten Anna und Andreas, während er Holz hackt. Er gerät in Wut und rammt seine Axt in die Holzwand, nahe an ihrem Kopf. Es ist unklar, ob er sie töten wollte, da sie schreit und ausweicht und er sie schlägt. Später, als Anna im Bett liegt, rasen zwei Feuerwehrautos mit heulenden Sirenen am Haus vorbei. Andreas folgt ihnen zum Brandort – einem Bauernhof mit Vieh. Dort angekommen, erfährt er, dass der Täter erneut zugeschlagen hat: Diesmal übergoss er ein Pferd mit Benzin, sperrte es ein und zündete den Stall an. Das Pferd verbrannte. Nun ist klar, dass Andreas' Freund unschuldig und zu Unrecht verfolgt wurde. Anna taucht mit ihrem Auto am Brandort auf. Andreas steigt ein. Anna fährt los, sagt aber nichts. Andreas besteht darauf, dass sie die Wahrheit sagen. Er enthüllt, dass er den Brief von Annas Mann gelesen hat und daher weiß, dass sie über ihr gemeinsames Glück gelogen hat. Anna gibt plötzlich Gas. Er fragt sie, ob sie vorhat, ihn umzubringen, so wie sie ihren Mann und ihren Sohn getötet hat. Sie kommt von der Straße ab, doch er kann sich gerade noch rechtzeitig vorbeugen und den Wagen sicher zum Stehen bringen. Anna schweigt weiterhin, und Andreas sagt ihr, sie sei verrückt, sie liebten sich nicht und sollten getrennte Wege gehen. Schließlich fragt er sie, warum sie ihn am Brandort abgeholt hat, und Anna antwortet: „Ich bin gekommen, um um Vergebung zu bitten.“ Andreas steigt aus, und sie fährt davon. In einer Totalen sieht man ihn unruhig auf und ab gehen. Die Totale zoomt in eine immer körniger werdende Nahaufnahme heran, und man sieht, wie Andreas auf die Knie sinkt. Der Bildschirm wird weiß, und eine Stimme aus dem Off sagt: „Diesmal hieß er Andreas Winkelmann....









Der Film bildet den Abschluß der "Farö" Trilogie, aber alle drei Filme fanden nicht das große Publikum. Anerkennung für Bergman gab es erst wieder mit dem 1972 entstandenen "Schreie und Flüstern" und mit der Fernsehserie "Szenen einer Ehe", die auch als Kinofilm ausgewertet wurde und dort ein großes Publikum erreichte. Auch in Deutschland gingen mehr als 1,5 Millionen Besucher in die Kinos. 











Bewertung: 9 von 10 Punkten.