Samstag, 23. Mai 2026

Streamers (Windhunde)
























Regie: Robert Altman

Eskalation in der Baracke...

"Streamers" (deutscher Kinotitel: Windhunde) aus dem Jahr 1983 entstand nach dem gleichnamigen Bühnenstück von David Rabe und spielt in der beklemmenden Enge einer Army Baracke. Dort warten vier junge Männer angespannt auf den Marschbefehl nach Vietnam. Der Film wurde leider in Deutschland leider nie auf DVD herausgebracht, gehört aber dennoch zu den besten Filmen des Regisseurs Robert Altman. In seiner aktiven Zeit wurde Altman fünfmal (Mash, Nashville, The Player, Short Cuts und Gosford Park) in der Kategorie "Beste Regie" für einen Oscar nominiert. Zu seinen besten Filmen gehören auch Klassiker wie "MacCabe & Mrs. Miller", "California Split", "Der Tod kennt keine Wiederkehr", "Buffalo Bill und die Indianer" und "Eine Hochzeit". 2005 ehrte ihn die Academy mit einem längst überfälligen Ehrenoscar. "Streamers" ist im Grund ein Kammerspiel mit einer Handvoll Männer, die in dieser Baracke untergebracht sind:  Der konservative und wortgewandte Billy (Matthew Modine), der zurückhaltende, sensible Afroamerikaner Roger (David Alan Grier), der intellektuelle, effiminierte Richie (Mitchell Lichtenstein) und Martin (Albert Macklin), der der Einberufung mit einem Selbstmordversuch entgeht. Die Jungen, die von den ständig besoffenen Korea-Veteranen Cokes (George Dzundza) und Rooney (Guy Boyd) beaufsichtigt und geneckt werden, unterhalten sich, scherzen und trinken miteinander und befassen sich unwillkürlich mit Fragen von Rasse, Klasse und Sexualität: Ist Richie wirklich homosexuell? Als der aggressive Ghetto-Schwarze Carlyle (Michael Wright) sich in die Diskussionen einmischt, eskaliert die Situation. Zuvor ist die Angst gegenwärtig, wird aber unterdrückt - zumindest der Grund wird verschwiegen - und so stürzen sich die Diskussionen auf Nebenschauplätze, die aber bald so bedeutend werden, dass das Fass zum Überlaufen kommt. Der Druck, der auf den Männern lastet, ist der Druck der Existenz selbst, das nicht mehr als ein trostloses Leben zum Tode ist. Altman, unsentimentaler Realist, wenn nicht gar Zyniker,  versteht es meisterlich, diese Hoffnungslosigkeit einzufangen. Billy, ein College-Absolvent, hat sich mit den Zuständen arrangiert. Obwohl er den Militärdienst hasst, geht er den Weg des geringsten Widerstandes und fügt sich den Vorschriften. Auch der farbige Roger, ohnehin an Erniedrigungen gewöhnt, will ohne Ärger die Dienstzeit hinter sich bringen. Richie, ein sensibler und etwas blasierter Junge aus reicher Familie, wird trotz seines homosexuellen Geredes als Kamerad akzeptiert. Das labile Gleichgewicht wird jedoch durch die Ankunft des schwarzen Rekruten Carlyle gestört. Carlyle ist unangepasst, aggressiv und neurotisch. Aber hinter seinen Provokationen verbirgt sich eine unausgesprochene Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Anerkennung. Als sich Richie und Carlyle sexuell näherkommen, gerät Billy, von Angst und Widerwillen geschüttelt, in Panik. Schlagartig explodiert die angespannte Situation in Gewalt. Rogers Vermittlungsversuche scheitern. Am Ende liegen zwei Tote im Schlafsaal: Carlyle hat Billy und einen betrunkenen Ausbilder erstochen...









Bei den 40. Internationalen Filmfestspielen von Venedig gewann das gesamte Ensemble gemeinsam den Volpi-Pokal für den besten Schauspieler. Robert Altman wurde für den Goldenen Löwen nominiert. Der Film wurde 1983 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt. In den USA kam er am 14. Oktober 1983 in die Kinos und wurde von United Artists Classics veröffentlicht. Der Film erhielt positive Kritiken, er ist aber bis heute nie aus dem Status eines Geheimtipps herausgekommen. Ein eher unbequemer und sperriger Film, aber es lohnt sich sehr diesen anspruchsvollen Film zu entdecken. Er ist aber sicherlich nicht für jeden Zuschauer geeignet.







Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

 

The Secret Agent























Regie: Kleber Mendonca Filho

Armando/Marcelo

The Secret Agent" ist ein Film des brasilianischen Filmemacher Kleber Mendonca Filho aus dem Jahr 2025, der für sein Land eine der fünf begehrten Oscarnominierungen für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Interessanterweise weist "The Secret Agent" (Originaltitel: O Agente Secreto) einige Parallelen zu dem letztjährigen Oscargewinner in dieser Kategorie "Für immer hier" von Walter Salles auf, da ja beide Filme Brasilien in den 70er Jahren während der Militärdiktatur zum Thema haben. Wie Salles zuvor ist auch Mendonca Filho überzeugt davon, dass auch in seinem Film nach den turbulenten Präsidentschaftsjahren von Bolsonaro Bezüge zum heutigen Brasilien herstellen lassen, auch wenn in "The Secret Agent" eine fiktive Geschichte erzählt wird.  1977, während der politischen Wirren der brasilianischen Militärdiktatur, reist der ehemalige Forscher Armando (Wagner Moura) während des Karnevals nach Recife. Dort lebt sein junger Sohn Fernando (Enzo Nunes) seit dem Tod seiner Frau Fátima (Alice Carvalho) bei seinen Schwiegereltern. Er kommt in ein von der ehemaligen Anarchokommunistin Dona Sebastiana (Tania Maria) geführtes Refugium, wo er den Namen Marcelo annimmt und sich mit anderen politischen Dissidenten anfreundet, darunter Claudia (Hermila Guedes), Haroldo (Joao Vitor Silva)und die Flüchtlinge des angolanischen Bürgerkriegs, Thereza Vitória (Isabel Zuaa) und Antonio (Licínio Januáriocd). Zur gleichen Zeit werden der korrupte Chef der Zivilpolizei, Euclides (Roberio Diogenes), und seine Söhne Sergio (Igor De Araujo) und Arlindo (Italo Martins) während der Feiertage zu einem Einsatz gerufen, um ein abgetrenntes menschliches Bein zu untersuchen, das in einem gefangenen Hai gefunden wurde. Armando erhält von seinem Dissidentennetzwerk unter dem Decknamen „Marcelo“ eine Stelle im städtischen Personalausweisamt. Dort begegnet er zufällig Euclides, der ihm Freundschaft und Schutz anbietet. Armando ist sichtlich genervt von Euclides' arrogantem Verhalten, das unter anderem darin besteht, Hans (Udo Kier), einen jüdischen Holocaust-Überlebenden, der fälschlicherweise für einen Nazi-Flüchtling gehalten wird, zu schikanieren. Armandos Job ermöglicht ihm außerdem, nach Akten über seine verstorbene Mutter zu suchen, an die er nur wenige Erinnerungen hat. In São Paulo werden unterdessen die Auftragskiller Bobbi (Gabriel Leone) und Augusto (Roney Villela) vom ehemaligen Geschäftsführer von Eletrobras, Henrique Ghirotti (Luciano Ghirolli), angeheuert, um Armando zu töten, gegen den er eine politische und persönliche Fehde hegt. Im Kino São Luiz , wo sein Schwiegervater, Herr Alexandre (Carlos Francisco) , als Filmvorführer arbeitet, trifft Armando auf Elza (Maria Fernanda Candido), die Anführerin einer politischen Widerstandsbewegung im Nordosten Brasiliens. Armando gibt eine Aussage über Ghirottis korrupte Machenschaften ab und berichtet von einem Abendessen mit Fátima, das in einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit Ghirotti und dessen Sohn endete. Auslöser waren Bemerkungen über die niedrige soziale Schicht des Paares und dessen vermeintliche kommunistische Sympathien. Elza informiert Armando über einen in Auftrag gegebenen Mord und rät ihm zur Flucht. Sergio und Arlindo entsorgen das menschliche Bein im Fluss Capibaribe, wo es plötzlich wieder zum Leben erwacht und nachts schwule Männer in einem Park angreift. Die Geschichte, vermutlich eine Vertuschung der politischen Korruption und Gewalt während der Karnevalswoche durch die Zeitung, löst eine öffentliche Hysterie aus. Augusto und Bobbi heuern den mittellosen, ortsansässigen Schützen Vilmar (Kaiony Venâncio) an, um Armando zu finden und ihn zu töten. In Erwartung seiner Abreise verabschiedet sich Armando von Dona Sebastiana und den anderen Flüchtlingen....







Doch er wird den nächsten Tag nicht mehr überleben. Am Ende kommt ein Sprung in unsere Gegenwart, denn die Geschichtsstudentin Flavia, gespielt von Laura Lufesi, hat einige Tonbandaufnahmen durchgehört und dieser Fall vom Schicksal Armandos geht ihr sehr nahe. So nahe, dass sie am Ende diese Aufnahmen dem inzwischen erwachsenen Sohn Fernando überbringt. 
Der thematisch vielschichtige und auch visuell fesselnde Politthriller ‚The Secret Agent‘ verbindet Grindhouse-Stilistik mit bissiger Gesellschaftskritik zu einer packenden, gefährlichen und zugleich zutiefst menschlichen Geschichte. “Der Film – stets interessant, aber manchmal etwas im Tempo gemächlicher, als es sein Stoff erfordert – ist gerade aber auch in seinen Abschweifungen oft am lebendigsten.
Mendonca Filhos Thriller fühlt sich irgendwie wie nicht gedreht anfühlt, sondern wie aus einem Traum entsprungen. Allerdings muss man sich auf die spröden Anteile auch einlassen können. In Cannes gewann "Secret Agent" vier Preise (Beste Regie, Bester Darsteller Wagner Moura, FIPRESCI Preis, Afcae-Preis). Es sprangen auch vier Oscarnominierungen heraus (Bester Film, Bester Darsteller, Bestes Casting, Bester Auslandsfilm) und 2 Golden Globe Siege (Wagner Moura und Bester fremdländischer Film) heraus. Bei einem Budget von 5 Millionen spielte der Film beinahe das fünffache der Kosten wieder ein. 






Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 
 

BlacKkKlansman


Regie: Spike Lee

Black Power gegen Rassismus...

Obwohl die Handlung des Films auf einer wahren Geschichte basiert, ist sie wesentlich dramatischer als die Ereignisse des Buches und der Zeitraum wurde verschoben. Auch der Zeitpunkt ist verändert. Während die Geschichte tatsächlich 1979 stattfand, hat Spike Lee seinen Film in den frühen 70s angesiedelt.
Lee machte auch aus dem Partner des verdeckten Ermittlers Ron Stallworth den jüdischen Polizeibeamten Flip Zimmermann. Während sich das erste Drittel des Films ziemlich exakt an die Fakten hält, ist das Bombenattentat eine Fiktion.
Sehr deutlich werden bei "BlacKkKlansman" vor allem die Bezüge zu der derzeitigen Politik von Präsident Donald Trump mit seinem sattsam bekannten Slogan "America first" und dies ist exakt auch das Credo des Ku Klux Klans, die im Laufe der Geschichte vom verdeckten Ermittler beobachtet wird. Da Ron Stallworth (John David Washington) aber dunkelhäutig ist, braucht er für seine Ermittlungen einen weißen Kompagnon. Die Wahl fällt auf den stoischen Flip Zimmerman (Adam Driver).
Immer wieder werden einzelne Sequenzen zum gezielten Schlag gegen den mächtigsten Mann der Welt. Trump wird nicht froh über diesen Film sein - aber die Filmschaffenden Hollywoods haben vielleicht nun die große Chance mit Spike Lees Film ein ganz konkretes politisches Zeichen zu setzen. So gesehen ist der Film, der bereits für einen Golden Globe nominiert wurde und auch vom AFI in die Liste der besten 10 Filme des Jahres aufgenommen wurde, alles andere als chancenlos.
Lee inzenierte dabei diesen Kriminalstoff sehr locker, immer mal wieder wählt er den Weg der Komödie, um die Geschichte dem Zuschauer näher zu bringen.
Es fängt alles damit an, dass im Jahr 1972 - trotz "Shaft" im Kino - ein dunkelhäutiger Polizist noch immer eine Seltenheit ist. Stallworth muss sich sogar offen rassistische Tendenzen beim Colorado Springs Police Department gefallen lassen. Aufgrund einiger Schikanen lässt er sich vom Archiv versetzen und wird Undercover Agent. Seine erste Aufgabe ist gegen die eigene Rasse gerichtet. Der Bürgerrechtler Kwame Ture (Corey Hawkins) hat eine Einladung von schwarzen Studenten bekommen. Er soll vor den Studenten sprechen und Stallworth, der mit einem versteckten Mikrophon ausgestattet wird, soll herausfinden, ob sich die Studenten vom radikalen Bürgerrechtler aufhetzen lassen bzw. ob Kwame die Studenten mit aggressiven Statements aufhetzt. Bei der Rede lernt Stallworth die sehr engagierte Studentin Patricia Dumas (Laurie Harrier) kennen. Die junge Frau setzt sich sehr stark für die Rechte der Schwarzen ein und sie würde nie mit einem Polizisten ausgehen, aber Stallworth verschweigt ihr seine wahre Tätigkeit.
Sehr spontan greift er ein paar Tage später in seinem Büro zum Telefon und wählt die Nummer der örtlichen Gruppierung des Ku Klux Klans. Er gibt sich als übler Rassist aus und am anderen Ende der Leitung ist Walter Breachway (Ryan Eggold) sehr interessiert daran diesen "echten Amerikaner" kennenzulernen und ihn für die "Organisation" zu gewinnen. In dem Moment kommt nun der Partner Flip ins Spiel, denn es wäre ja auch absurd, wenn sich der Rassist als Schwarzer herausstellt. So schleust sich Flip langsam aber sicher in die Organisation ein. Die neuen Freunde sind von ihm begeistert, man macht gemeinsam Schießübungen und hetzt gegen die Minderheiten. Doch der durchgeknallte Felix Kendrickson (Jasper Pääkkönen) ist misstrauisch. Er glaubt der Neue könnte ein Jude sein. Während die Rassisten sich immer wieder zum gemütigen Kaffee und Kuchen treffen, den Felix Frau Connie (Ashlie Atkinson) serviert, wird es immer offensichtlicher, dass ein Bombenattentat geplant ist.
Bei der telefonischen Anfrage nach einer Mitgliedskarte hat Ron eines Tages plötzlich auch den 'Führer David Duke (Topher Grace) in der Leitung. Der kündigt sein Kommen in die Stadt zu einer Initiation an. An diesem Tag findet auch zeitgleich eine Veranstaltung der schwarzen Studenten statt. Als Redner tritt dort Jerome Turner (Harry Belafonte) auf. Und der Klan will die Bombe zünden...




Spike Lee hat in seinem Film auch Ausschnitte aus großen Filmklassikern platziert. Die szene von "Vom Winde verweht" in der Scarlett O´Hara aufs Schlachtfeld von Atlanta läuft, inmitten von verwundeten und toten Soldaten. Auch eine Szene aus "Birth of the Nation" darf nicht fehlen. Dort wird ein Schwarzer vom Ku Klux Clan gelyncht. Spike Lee setzt eine Menge Denkanstöße in seinen Film, vor allem auch über das neue erstarkte Nationalgefühl. Alec Baldwin ist in einer Anfangsszene als White Power Extremist zu sehen und die Szene mit der Bombe ist fiebrig und elektrisierend. Sehr klasse auch die Tanzszene in der Disco - John David Washington und Laura Harrier goes Motown. Es sind immer wieder solche Szenen, die den Film dann als überzeichnete groteske Satire ausweisen. Dennoch ist dieses Feelgoodhafte Element immer wieder im Kontrast zum alltäglichen Rassismus des Landes. Beide Varianten spiegeln sich gekonnt.




Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Mittwoch, 6. Mai 2026

La Balance - Der Verrat






















Regie: Bob Swaim 

Polizeispitzel...

"La Balance" (US-Titel: The Nark) ist ein Polizeithriller, der im Jahr 1982 von Bob Swaim (Halfmoon Street, Masquerade) inszeniert wurde.  Der Film gewann den César für den besten Film, den besten Hauptdarsteller (Philippe Leotard) und die beste Hauptdarstellerin (Natalie Baye) und war zweimal für den besten Nachwuchsschauspieler (Tcheky Karyo und Jean-Paul Comard), die beste Regie, das beste Originaldrehbuch (Swaim gemeinsam mit Mathieu Fabiani) und den besten Schnitt nominiert. Mit insgesamt 4.192.189 Kinobesuchern in Frankreich war er der fünft erfolgreichste Film des Jahres. Nicole (Natalie Baye) arbeitet als Prostituierte in Paris im Problembezirk Belleville. Ihr Ex-Freund, der Zuhälter Dédé (Philippe Leotard), wurde wegen eines Streits um Nicole von Roger Massina (Maurice Ronet), einem lokalen Mafiaboss, ausgeschlossen. Als der Polizeispitzel Paolo (Sam Karmann) getötet wird, beschließt die Polizei, Dédé als Ersatz anzuwerben. Sie durchsuchen seine Wohnung, finden eine Waffe und erpressen ihn damit und mit weiteren Drohungen. Die Polizei will diesen Massina zu Fall bringen und versucht, Dédé dafür zu benutzen. Dédé willigt ein, an einer Falle teilzunehmen und versucht, sich bei Massina einzuschmeicheln, indem er ihm von einem reichen Antiquitätenhändler erzählt, den er ausfindig gemacht hat und ausrauben will (was tatsächlich Teil der Falle ist), und ihn um Hilfe bittet. Von Gier getrieben, willigt Massina ein und beginnt, Dédé wieder in seine Organisation zu integrieren. Am Tag des Überfalls wird Dédé jedoch durch Massinas unberechenbaren Handlanger Petrovic (Tchely Karyo) ersetzt. Dédé versucht, den Polizeieinsatz zu stoppen, doch Officer "der Belgier" (Jean Paul Comart), der Kopfhörer trägt, hört ihn nicht und setzt die Operation fort. Als "Der Belgier" Massinas Lieferwagen blockiert, wird Petrovic misstrauisch und eröffnet das Feuer. Er tötet Zivilisten und verfehlt den Polizisten nur knapp – dessen Walkman rettet ihm das Leben, indem er eine Kugel abfängt. Massina kann fliehen, doch Petrovic wird verfolgt und schließlich von Le Capitaine (Bernard Freyd) in den Kopf geschossen, nachdem er einen Beamten getötet hat. Der Captain befiehlt seinem Team daraufhin, Petrovics Waffe nachzuladen.Dédé wird von Massina in einer Gasse gestellt, kann ihn aber überwältigen und erschießen. Aus Angst vor Vergeltung versteckt sich Dédé. Nicole, die ihn in Haft für sicherer hält, informiert die Polizei, die ihn festnimmt. Sie sieht weinend aus einem Auto zu, wie er abgeführt wird...







In der Rolle von Chefinspektor Mathias Palouzi ist Richard Berry zu sehen. Sein Kollege Tin Tin wird von Christophe Malavoy gespielt. Auch Florent Pagny verkörpert einen der Männer vom des Polizei Departements, die allerdings nicht zimperlich vorgehen und sich bei der Verbrechensbekämpfung keineswegs an Gesetz und Ordnung halten. Unter der Zunahme einer neuen, gewalttätigeren und wilderen Form der Kriminalität entgegenzuwirken, wurde von der Kripo s.g. Territorialbrigaden geschaffen. Sie waren in diese städtische Unterwelt integriert. Vor allem aufgrund ihrer Informanten und Spitzel konnten sie erfolgreich sein. 
Insgesamt spielte der Film fast 32 Millonen Dollar ein - doch er wurde bei seinem Erscheinen im Kino sehr kontrovers betrachtet. Einige Kritiker wollten Rassismus darin erkannt haben und hatten auch den Eindruck, dass der Film Gewalt als legitimes Mittel der Polizei billigt. Dabei wird übersehen, dass zu keiner Zeit die Männer des Departments Sympathieträger sind. Bob Swaim zeigt sie bei der "dreckigen" Arbeit und er beschönigt nichts. Die dunklen Seiten der Verbrechensbekämpfer werden hier offen dargestellt. Für mich ein leider vergessenes Meisterwerk des 80er Jahre kInos. 








Bewertung: 9 von 10 Punkten.