Posts mit dem Label Ang Lee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ang Lee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. Juli 2023

Gefahr und Begierde


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Ang Lee

Der Kollaborateur und der Lockvogel...

"Lust, Caution" (deutscher Titel: Gefahr und Begierde) von Ang Lee wurde 2007 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt. Bereits 2 Jahre zuvor erhielt der Regisseur für "Brokeback Mountain" ebenfalls den Hauptpreis. "Gefahr und Begierde" wurde von Taiwan für die Oscar Verleihung in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" ausgewählt, er wurde aber von der Academy nicht angenommen. 
Der erotische Spionagethriller lebt natürlich von der Anziehungskraft zwischen dem Kollaborateur Herr Yee, gespielt von Tony Leung Chiu Wai und dem schönen Lockvogel, die sich als Frau Mak ausgibt und sich unter dem Namen mit Herr und Frau Yee anfreundet - mit dieser Rolle wurde die chinesische Schauspielerin Tang Wei einem internationalen Publikum bekannt.
Obwohl Ang Lee den Film vor dem Kinostart in China um sieben Minuten gekürzt hatte, wurde Anfang März 2008 durch Medienberichte bekannt, dass die Karriere der Schauspielerin dort der staatlichen Zensur zum Opfer fallen würde. So sendete die staatliche chinesische Kommission für Fernsehen, Film und Radio ein Memo an Fernsehstationen und Printmedien mit der Anweisung, nicht mehr über die Schauspielerin zu berichten. Ferner wurde Tang von allen Preisverleihungen in China ausgeschlossen. Berichte über den Film und sie selbst wurden in Online-Foren entfernt.  Der inoffizielle Medienboykott soll den tatsächlich äusserst freizügigen Aktszenen geschuldet gewesen sein, der wahre Grund wurde jedoch in dem Charakter ihrer Rolle in dem unpatriotischem Film vermutet.
Hongkong 1938 Während des Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges reist eine schüchterne, unerfahrene Universitätsstudentin, Wong Chia Chi (Tang Wei) von Shanghai nach Hongkong und besucht ihr erstes Jahr an der Lingnan-Universität. Der Student Kuang Yu min (Lee Hom Wang) lädt sie ein, seinem patriotischen Theaterclub beizutreten, und schon bald wird sie zur Hauptdarstellerin und inspiriert sowohl ihr Publikum als auch ihre Kollegen. Inspiriert von den patriotischen Spielen des Clubs überredet Kuang die Gruppe, einen konkreteren Beitrag zum Krieg gegen Japan zu leisten. Er schmiedet einen Plan zur Ermordung von Herrn Yee (Tony Leung), einem Spezialagenten und Rekrutierer der Marionettenregierung von Wang Jingwei, die von der japanischen Besatzung in China eingesetzt wurde. Die schöne junge Frau wird ausgewählt, um die Undercover-Rolle von "Mrs. Mak“ zu übernehmen, der eleganten Frau eines Handelsfirmenbesitzers. Sie fügt sich in den sozialen Kreis von Frau Yee (Joan Chen) ein. Chia Chi erregt bald die Aufmerksamkeit von Mr. Yee und versucht, ihn an einen Ort zu locken, an dem er ermordet werden kann. Chia Chi ist noch Jungfrau und willigt widerstrebend ein, Sex mit einem anderen Studenten zu haben, die in die Verschwörung verwickelt ist, um ihre Rolle als verheiratete Frau glaubwürdig zu spielen. Yee fühlt sich zu Chia Chi hingezogen und tappt beinahe in die Falle, zieht sich aber im letzten Moment zurück. Kurz darauf ziehen Herr und Frau Yee zurück nach Shanghai und lassen den Schülern keine Chance mehr, ihre Mission zu erfüllen. Drei Jahre später trifft Chia Chi im japanisch besetzten Shanghai erneut auf Kuang, der inzwischen ein Undercover-Agent des Juntong-Geheimdienstes ist, der die japanischen Besatzungstruppen und die Marionettenregierung stürzen will. Durch diese Begegnung wird der Plan Herr Yee erneut zu ermorden wieder aufgenommen. Chia Chi wird nun seine Geliebte. Doch durch die Affäre entwickeln sich auch bei Chia Chi Gefühle zu dem Mann, den sie in eine tödliche Falle locken soll...






Die Kameraarbeit ist dank Rodrige Prieto (Brokeback Mountain, Silence, Babel, Irishman, Argo, Homesman, Alexander, Frida, Amores Perros) hervorragend gelungen. Dazu kommen die exzellenten Darstellerleistungen, die der Geschichte um Begehren, Moral und Verrat die nötige Glaubwürdigkeit geben. Ang Lee lässt sich Zeit, dass sich die Geschichte gut entwickeln kann. So sind gerade die Nebenschauplätze - wenn etwas Frau Yee ihre Freundinnen zum Mahjong Spiel einlädt und sich die vier Frauen unterhalten - ausserordentlich gut gewählt. An der Kasse spielte "Gefahr und Begierde" etwas mehr als 67 Millionen dollar ein.




Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Sonntag, 2. Juli 2023

Der Eissturm



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Ang Lee

Amerikanische Familien...

Nachdem Ang Lee mit seinen beiden in Tawan gedrehten Filmen "Das Hochzeitsbankett" und "Eat Drink Man Woman" international berühmt wurde, überraschte er mit der Jane Austen Verfilmung "Sinn und Sinnlichkeit" das Publikum. Es folgte 1997 die Romanverfilmung "Der Eissturm" des Schriftstellers Rick Moodey. Da er bei einem Budget von 18 Millionen Dollar in den USA lediglich 8 Millionen Dollar einspielte, wurde er als Flop gehandelt. Leider muss man sagen, denn die Kritiken waren gut: In Cannes gewann er den Preis für das Beste Drehbuch. Sigourney Weaver durfte sich über eine Golden Globe Nominierung freuen, bei der Vergabe des britischen Filmpreis reichte ihr dies sogar zum Sieg.
Bei der Vergabe der Oscar-Nominierung ging "Der Eissturm" leider komplett leer aus. Trotz der starken Ensembleleistung mit sehr starken Auftritten einiger Jungstars, die später noch viel bekannter wurden. So sind Tobey Maguire (Spider Man), Elijah Wood (Herr der Ringe), Christina Ricci, Sandy Carver und Adam Hann-Byrd in sehr eindrücklichen Rollen zu bewundern.
Es geht dabei um Verwirrung und Leid in seinem Portrait der 70er Jahre.
Im Jahr 1973 experimentieren zwei Familien in einem wohlhabenden Vorort von Connecticut an einem Thanksgiving-Wochenende mit Ehebruch und Drogenmissbrauch. Die eine Familie, die Hoods, besteht aus den Eltern Ben und Elena (Kevin Kline und Joan Allen) und ihren Kindern Paul (Tobey Maguire) und Wendy (Christina Ricci) . Ben ist mit seiner Ehe und seiner Karriere unzufrieden.
Die andere Familie, Jim (Jamey Sheridan) und Janey Carver (Sigourney Weacer) und ihre Söhne Mikey (Elijah Wood) und Sandy (Adam Hann-Bird), sind die Nachbarn und Freunde der Hoods. Ben hat heilich eine Affäre mit Janey, um mit seiner Unzufriedenheit in der Lebensmitte fertig zu werden. Seine Frau Elena ist ebenfalls gelangweilt von ihrem Leben und möchte wieder etwas Aufregung in ihr Leben bringen, weiß aber nicht, wie sie das anstellen soll. Die junge Wendy Hood genießt sexuelle Spiele mit den Carver-Jungs und mit ihren Schulkameraden. Paul Hood hat sich in Libbets Casey (Katie Holmes) verliebt, eine Mitschülerin auf dem Internat, das er besucht, aber auch sein Zimmergenosse, der Draufgänger Francis (David Krumholtz) ist an ihr interessiert. Mikey Carver wird von Ben als seltsam und verschlossen angesehen, während der jüngere Sandy mit gefährlichen Gegenständen wie Spielzeugsprengstoff experimentiert.
Als Janey eines Tages nicht zu einem Rendezvous erscheint, wirft Ben ihr vor, sie habe das Interesse an der Affäre verloren. Janey meint, sie könne die Aufgaben und Besorgungen ihrer eigenen Familie nicht für ihn aufschieben. Am Freitagabend nach Thanksgiving kommt es zum Streit zwischen den Hoods, als Elena erkennt, dass ihr Mann eine Affäre mit Janey hat. Trotz der Spannungen zwischen ihnen plant das Paar, an einem Nachbarschaftsfest teilzunehmen. Auch Jim und Janey Carver nehmen daran teil. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine "Schlüsselparty" handelt, bei der Ehepaare ihre Sexualpartner tauschen, indem jede Frau einen Satz Schlüssel aus einer Schale auswählt, die jeder Mann beisteuert...





Am Ende fordert ein apokalyptischer Eissturm sogar ein Todesopfer. Der Film selbst ist atmosphärisch dicht inszeniert, er entlässt seine Zuschauer aber mit einer deprimierenden Momentaufnahme. Dabei scheute Ang Lee sich nicht den Zuschauer in die seelischen Abgründe seiner Figuren schauen zu lassen. Ein Bilck hinter die Fassade der bürgerlichen Familie, die völlig anders aussieht als die heile Welt, die wir aus Serien wie "Drei Mädchen und drei Jungen" kannten.






Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Brokeback Mountain







































Regie: Ang Lee

Jack,  ich schwöre.....

Als "Schwulen Western" propagiert wurde Ang Lees "Brokeback Mountain" aus dem Jahr 2005 ein überragender Kassenhit, für ein Filmdrama spielte er weltweit 178,1 Millionen Dollar ein. Da der Film auch überaus anspruchsvoll in Szene gesetzt wurde, regnete es auch zahlreiche Oscar-Nominierungen. Bei der Oscarverleihung 2006 ging der Film mit 8 Nominierungen (Bester Film, beste Regie, Bester Hauptdarsteller Heath Leadger, beste Nebendarsteller Jake Gyllenhal, beste Nebendarstellerin Michelle Williams, beste Kamera Rodrigo Prieteo, beste Filmmusik Gustavo Santoallala und bestes Drehbuch Larry McMurtry und Diana Osanna) als riesengroßer Favorit ins Rennen. Am Ende schnappte ihm mit Paul Haggis Episodenfilm "L.A. Crash" ein echter Überraschungskandidat den Hauptpreis weg. Ang Lee bekam aber seinen Regie-Oscar und das Drehbuch sowie die Musik waren auch erfolgreich.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo auch die Prüderie sehr groß geschrieben wird, sorgte der Film nicht für Aufsehen, sondern auch für eine gewisse Empörung. Vor allem christlich konservative Kreise ärgerten sich darüber, dass "Brokeback Mountain" mit diesem homosexuellen Lebensstil christliche Wertvorstellungen total untergraben würde. Der Film stelle eine solche Beziehung gleichwertig der Ehe zwischen Mann und Frau gleich und durch den heimlichen Ehebruch wird nicht eingehend auf die Tatsache eingegangen, dass die Frauen dieser Männer in den Hintergrund der Geschichte geraten.
Dabei ist genau dies völlig an den Haaren herbeigezogen, wie ich finde. Ang Lee schafft gleichermaßen das Leben der beiden Cowboys - ausserhalb der von der Gesellschaft geächteteten Leidenschaft in natürlicher Idylle  -  zu skizzieren.
Der 19jährige Ennis del Mar (Heath Ledger) und der etwas ältere Jack Twist (Jake Gyllenhaal) lernen sich erstmalig im Jahr 1963 in Wyoming kennen, weil beide einen Job bei dem mürrischen Schaftzuchtbetreiber Joe Aguirre (Randy Quaid) annehmen. Die beiden Cowboys sollen einige Monate gemeinsam am Brokeback Mountain in den Rocky Mountains eine riesige Schafherde beaufsichtigen.
Das Verhältnis zwischen dem recht einsilbigen Ennis und dem etwas wilderen Jack entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einer Kameradschaft. Ennis kümmert sich um den Lagerplatz, während Jack tagsüber zwischen Weide und Lager pendelt und die Nacht bei den Schafen verbringt. In der Einsamkeit der Berge führt diese wachsende Vertrautheit in einer schicksalhaften Nacht zu sexuellen Handlungen. Am Morgen danach werden Grenzen gezogen und jeder der beiden behauptet nicht schwul zu sein. Doch in der nächsten Nacht schlafen sie erneut miteinander.  Im Herbst gehen die beiden Cowboys wieder getrennte Weg. Ennis heiratet seine Alma (Michelle Williams), wie er es schon vor den Ereignissen in den Bergen vorhatte und auch Jack lernt beim Rodeoreiten seine spätere Ehefrau Lureen Newsome (Anna Hathaway) kennen, die Tochter eines schwerreichen Geschäftsmannes.
Erst vier Jahre später treffen sie sich und bei diesem Wiedersehen wird ihnen sofort klar, dass ihre Liebe kein Versehen war. Von nun an verabreden sie sich immer wieder zu gemeinsamen Angelausflügen. Ennis Frau Alma hat das Geheimnis ihres Mannes zwar entdeckt, sie schweigt aber darüber. Dennoch zerbricht die Ehe und die beiden Töchter kann Ennis nur alle 2 Wochen einmal sehen. Jack könnte sich ein gemeinsames Leben mit Ennis vorstellen, doch Ennis fürchtet die Ausgrenzung. Als Junge hat er schon einmal erleben müssen, wie zwei schwule Männer ermordet aufgefunden wurden. Ennis geht eine Beziehung mit der blonden Cassie Cartwright (Linda Cardellinii) ein, während Jack gelegentlich nach Mexiko fährt, um dort im Strichermilieu die Zärtlichkeiten zu finden, die ihm fehlen. Doch die lebenslange Liebesbeziehung wird aufrechterhalten...





Sie hat jedoch in der Gesellschaft dieser Zeit keinen Platz und demnach unterdrücken beide Männer ihre Gefühle und gehen Ehen ein, die den beiden Männern im Grunde nichts mehr bedeuten. Ang Lees Kameramann Rodrigo Prieto bringt die schroffe Schönheit dieser Landschaft voll zur Geltung. Es scheint zuerst etwas feindlich, doch diese Natur erweist sich für die beiden Männer wie das Paradies. Hier sind sie zusammen und allein - sie müssen keinem Rechenschaft ablegen. In einer Szene des Films sagt Jake zu Ennis "Dies geht nur uns beide etwas an" und gilt aber auch für das Versteckspielen und für die Heimlichtuerei in ihrem ganz normalen Umfeld. Ang Lee setzt dabei voll auf die hervorragende Leistung seiner beiden Hauptdarsteller, auf ein weiteres gut spielendes Ensemble und auf die wunderbaren Bilder, die natürlich zu einem Western - wenn auch zu einem extrem ungewöhnlichen - gehören. "Brokeback Mountain" war aber nicht der erste Western mit dieser Thematik. Edward Dmytryks "Warlock" zeigte - wenngleich viel versteckter - die tragische Lovestory zwischen zwei Revolverhelden, die damals von Henry Ford und Anthony Quinn verkörpert wurden.
Eine thematische Verwandtschaft sehe ich aber eher bei David Millers "Einsam sind die Tapferen" oder "Der Wildeste unter allen"  - diese hervorragenden 60s Klassiker der NeoWestern Sparte, die ein Bild vom Wilden Westen nach der Zeit des Wilden Westens liefert.
Insgesamt ist der Film ruhig und macht nicht viel Worte - genauso wie Ennis. Und der Film selbst ist weit entfernt von einem Schwulenwestern, wenn man es genau nimmt. Es geht um die Unterdrückung eigener Gefühle zugunsten von gesellschaftlichen Konventionen. "Brokeback Mountain" - eine Meditation über die Liebe, wenn sie sich frei enfalten könnte. Und ein Film über eine Momentaufnahme. Etwa dann, wenn Ennis am Ende im Kleiderschrank von Jack sein verschwundenes Hemd entdeckt, dass am selben Bügel hängt wie Jacks blutverschmiertes Jeanshemd von damals. Er riecht daran, so als wolle er die Zeit noch einmal spüren und diesen schönen Augenblick für immer konservieren.






Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Sonntag, 12. November 2017

Life of Pi

Regie: Ang Lee

Richard Parker...

Der Roman "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel erzählt die Geschichte des indischstämmigen Piscine Molitor Patel, der als erwachsener Mann mit seiner Familie in Montreal, Kanada lebt. Ang Lee hat daraus einen bildgewaltigen und berauschenden Bilderbogen fürs Kino geschaffen, der im bei der Oscarverleihung den zweiten RegieOscar seiner Karriere bescherte.
Ein Buchautor (Rafe Spall) hört irgendwo, dass dieser Piscine Molitor Patel (Infar Khan) eine völlig unglaubliche Geschichte zu erzählen hat, deshalb nimmt er Kontakt auf und trifft sich mit dem Mann, der im Südindischen  Pondicherry als Sohn eines Zoodirektors aufwächst und wegen seinem ungewöhnlichen Namen, u.a. basierend auf das Pariser Freibad, von seinen Mitschülern gehänselt wird, da diese aus Piscine einfach "Pisser" machen. Im Lauf der Zeit kann der intelligente Junge (Ayush Tandon) den Spitznamen auf "Pi" abkürzen und vor allem interessiert er sich für alle möglichen Religionen. Schon als kleiner Junge ist er fasziniert von dem bengalischen Tiger des Zoos, der auf den menschlichen Namen Richard Parker hört. Mit 15 Jahren (Suraj Sharma) lernt er die erste Liebe kennen, doch die Freude hält nicht lange. Aus finanziellen Gründen will der Vater nach Canada übersiedeln und die Familie beschliesst mit den gesamten Tieren des Zoos auszuwandern. Doch die Reise mit dem Frachter steht unter einem schlechten Stern. Während eines Sturms sinkt der Frachter, nur Pi überlebt auf einem Rettungsboot. Allerdings ist er nicht alleine an Bord. Ein Orang-Utan, ein Zebra, eine Hyäne und der gefährliche Richard Parker sind seine Begleiter auf dem weiten Meer...





Ang Lees "Life of Pi" ist ein sehr schön bebildertes Märchen über die Geschichte eines Jungen, der 227 Tage mit einem Tiger auf hoher See überleben konnte" . Mit Verknüpfungen über den Glauben geht Pi auf die Suche nach einer gütigen, höheren Macht und mit ihm auch der Zuschauer. Die visuelle Umsetzung der Geschichte ist ausserordentlich beeindruckend, die schönen Bilder des chilenischen Kameramanns Claudio Mirando (Benjamin Button, Zodiac) tragen auch sehr viel zum Gelingen des Films bei. Dementsprechend üppig fielen auch die Preise, die der Film absahnte, aus.






Bewertung. 8 von 10 Punkten.