Posts mit dem Label 1990 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 1990 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. Juli 2024

Das Mädchen aus der Streichholzfabrik



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Aki Kaurismäki 

Trostlos am Abgrund...

"Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" von Aki Kaurismäki entstand 1990 und ist der dritte Film der s.g. Proletarier-Trilogie des finnischen Filmemachers.
Die ersten Szenen des Films beginnen in einer Fabrikhalle, dort werden Baumstämme gefällt, die danach in Bänder geschnitten werden und dann in Streifen. Viele Maschinen und ein langes Band sind nötig, bis die Streichhölzer in der Schachtel landen. Alles geht automatisch, kein Mensch ist während des ganzen Prozesses zu sehen, bis plötzlich die Arbeiterin Iris (Kati Outinen) auftaucht. Ihre Aufgabe ist es, die Etiketten auf den Kartons zu kontrollieren. Die fleißige junge Frau lebt mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater mittleren Alters zusammen, die die meiste Zeit damit verbringen, im Fernsehen die Nachrichten zu sehen. In den Nachrichten - die Geschichte spielt im Jahr 1989 - laufen Berichte über das Tian-anmen Massaker, über den Tod von Chomeini und über den Eisenbahnunfall bei Ufa. Mutter und Schwiegervater erwarten von ihr, dass sie ihnen ihr gesamtes Einkommen aus der Arbeit in der Streichholzfabrik abgibt und die ganze Hausarbeit erledigt. Sie geht tanzen, findet aber keine Partner. Sie kauft ein buntes Kleid in der Hoffnung, dass dies ihre Attraktivität steigert. Als ihre Eltern es sehen, nennen sie sie eine Hure und verlangen, dass sie es zurückgibt, aber sie widersetzt sich ihnen und trägt es in einem Tanzclub. Im Club trifft Iris Aarne (Vesa Vierriko), der sie wegen des Kleides für eine Prostituierte hält, obwohl Iris das nicht erkennt. Sie verbringen die Nacht zusammen in seiner vornehmen Wohnung. Aarne reist am nächsten Morgen ab, bevor Iris aufwacht, und lässt Geld für sie auf dem Nachttisch liegen. Iris hinterlässt ihre Nummer und nachdem sie vergeblich darauf gewartet hat, dass Aarne sie anruft, besucht sie ihn und verabredet sich zu einem zweiten Date. Arne lernt sogar Iris Eltern bei dem zweiten Treff kennen. Am Ende des Abendessens teilt Aarne ihr barsch mit, dass er ihre Zuneigung nicht sucht, und fordert sie auf, zu gehen. Sie kehrt nach Hause zurück und verbringt den Rest des Abends in Tränen. Iris entdeckt später, dass sie schwanger ist, und schreibt Aarne, in dem sie ihn bittet, das Kind mit ihr aufzuziehen. Sie erhält eine Antwort mit dem einfachen Satz "Schaff den Balg ab“ sowie einen Scheck über 10.000 Mark. Iris ist verzweifelt und geht nach draußen, wo sie den Brief und den Scheck auf dem Tisch liegen lässt, wo ihre Mutter sie findet. Während Iris verstört umherirrt, wird sie von einem Auto angefahren und erleidet eine Fehlgeburt. Ihr Stiefvater besucht Iris im Krankenhaus und sagt ihr, dass sie aus der Wohnung ausziehen muss, weil sie ihrer Mutter große Schmerzen zugefügt hat. Iris zieht bei ihrem Bruder (Siu Seppälä) ein und wird zunehmend verzweifelt. Sie kauft Rattengift, mischt es mit Wasser und füllt es in eine kleine Flasche, die sie in ihre Handtasche steckt. Und sie wird auch davon Gebrauch machen...






Im Original heißt der Film "Tulitikkutehtaan tyttö" und dauert lediglich 68 Minuten. dem Zuschauer wird ein böses abgründiges Märchen erzählt, die Geschichte einer verlorenen menschlichen Existenz, die nach Liebe sucht, aber nur auf Ablehung und Desinteresse stößt. Die Katastrophe ist vorhersehbar.  In jeder Szene zeigt Kaursimäki die Kälte in dieser trostlosen Tristesse. Für ihre großartige Leistung erhielt Kati Outinen den finnischen Filmpreis Jussi.








Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Samstag, 29. Juli 2023

Meister des Schwertes


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: King Hu / Ching Siu Tung

Meister des Schwerts...

"Swordsman" aus dem Jahr 1990 war eigentlich als Comeback für Regisseur King Hu (Hauch von Zen, Die Herberge zum Drachentor, Das Schwert der gelben Tigerin, Regen in den Bergen) gedacht. Doch nach einem Zerwürfnis mit dem Produzenten Tsui Hark verließ er die Produktion, die dann mit mehreren Regisseuren wie Ching Siu-Tung (A Chinese Ghost Story), Ann Hui, Andrew Kam und Tsui Hark selbst fertiggestellt wurde. Interessanterweise sieht man dem fertigen Wuxia Film diese künstlerischen Querelen nicht an. Er wirkt wie aus einem Guß und trägt trotzdem die Handschrift des in Peking geborenen Filmemacher, der in den Credits auch als Regisseur genannt wird. der für seine Choreographien des schwerelosen Klingenkreuzens mit dem Hongkong Film Award ausgezeichnet wurde. Die Story spielt zur Zeit der Ming Dynastie, während Kaiser Wanli (1572 bis 1620) an der Macht war. In der kaiserlichen Bibliothek wird eine geheime Schriftrolle gestohlen. Diese Sonnenblumenschrift gibt ihrem Besitzer Anleitungen über eine übermenschliche Schwertkampftechnik, die ihn praktisch unbesiegbar machen könnte. Alle Clans Chinas sind nun verdächtig und alle sind hinter dieser brisanten Schriftrolle her. Der kaiserliche Eunuch (Shun Lau) muss das wertvolle Dokument unbedingt zurückholen, ansonsten fällt er beim Kaiser in Ungnade. Gemeinsam mit seinem untergebenenen, aber sehr ehrgeizigen Helfer Yeung Au (Jacky Cheung) wird der mitwissende Bibliothekar geköpft und fortan das Haus eines Offiziers in der Fajiau Provinz belagert, der am ehesten als Dieb in Frage komt. Gerade als die Sache dort immer brenzliger zu werden scheint, tauchen wie von Geisterhaus mit Wu-Chung Ling (Sam Hui) und Yue Lingshan(Cecilia Yip) zwei Huan Chan Schüler auf, die dem Offizier eine Botschaft ihres Meisters Ngok (Sui-ming Lai) überbringen sollen. Yue Lingsham ist natürlich ein Mädchen, verkleidet als kleiner Bruder, die ihrem großen Bruder folgt und so ungefähr so männlich aussieht wie Barbie. Dennoch, das Verkleidungsspiel ist fester Bestandteil dieser Wuxia Filme und die beiden Youngster geraten natürlich zwischen die Fronten. Und Wu Chung Ling erfährt natürlich vom Offizier, der gemeuchelt wird, wo er die Schrift versteckt hat. Er solle dies aber nur seinem Sohn Lin verraten. Es bleibt den beiden Schülern nur noch die Flucht. Auf einem Boot lernen sie den Meister Qu Yang (Ching Siu Tung) vom Sonnemond-Orden kennen. Sie werden Freunde und singen gemeinsam während der Bootsüberfahrt den Ohrwurm "Wir trotzen der Verdammis". Die Reisegesellschaft wird aber von den Feinden eingeholt, das Boot gerammt und Qu Yang schenkt vor seinem Ableben den Schülern eine Schriftrolle mit dem Text des Songs. Dies führt natürlich im weiteren Verlauf des Films für die daraus resultierenden Verwechslungen. Jedenfalls weckt Wu-Chung auch das Interesse von Ying (Sharla Cheung), einer Anführerin des Sonnenmond-Ordens und deren rechter Hand Blue Phoenix (Kit Ying Yuen), die dafür sorgt, dass der vergiftete Wu-Chung gerettet wird...




Der Film orientiert sehr stark an den Klassikern des Genres und kokettiert auch immer wieder mit diesen beliebten Veratzstücken. Dabei wirkt Hauptdarsteller Sam Hui nicht ganz so perfekt wie sein Nachfolger Jet Li, der in der Fortsetzung seinen Part übernahm. Sam Hui setzt vor allem auf Humor und auf gelungene Slapstick Einlagen. Die märchenhaft bunten Bilder, die perfekte Choreografie und die schillernden Gestalten des Films machten "Swordsman" zu einem modernen Klassiker seiner Sparte. Der Film wurde auch dank der Ausstrahlung im ZDF in den 90ern auch dem deutschen Publikum als "Meister des Schwerts" bekannt. Es ist vielleicht diese auf den ersten Blick seltsam anmutende Mischung aus Tsui Hark, King Hu und Ching Siu Tung Motiven, denen der Film seine enorme Dynamik verdankt. Der Zuschauer wird mit einer Überdosis fernöstlichem Kung Fu belohnt, tolle Bilder runden das actionhaltige Historienspektakel ab. Die Kämpfe sind toll choreografiert und auch King Hus Nachfolger auf dem Regiestuhl waren ernsthaft bemüht im Geist des großen Meisters das Werk zu vollenden. "Swordsman" wirkt ähnlich wie "Chinese Ghost Story" - nur eben ohne Dämone. Jacky Cheung, damals noch am Anfang seiner Karriere, wurde mit dem Golden Horse für seine Rolle als listenreicher und raffinierter Handlanger des mächtigen Eunuchen ausgezeichnet.




Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Jacobs Ladder







































Regie: Adrian Lyne

Himmelsleiter ?

In Genesis 28,11 ist beschrieben, dass Jakob während seiner Flucht vor Esau von Beerscheba nach Harran eine Traumvision hat, in der er einen Auf- und Abstieg zwischen Himmel und Erde entdeckt. Diese Jakobsleiter reichte mit ihrer Spitze bis in den Himmel. Nach seinem Erwachen ennt Jakob den Platz Bet-El (Haus Gottes).
In Adrian Lynes Bodyhorror-Schocker "Jacobs Ladder - In der Gewalt des Jenseits" wird diese Verbindung zwischen Erde und Himmel unmittelbar mit dem Schicksal des noch jungen Vietnam Veteranen Jacob Singer (Tim Robbins) verknüpft, der im Jahr 1975 in New York lebt und bei der Post arbeitet. Von seiner Frau Sarah (Patricia Kalember) und seinen beiden Söhnen Jed (Brian Lenkin) und Eli (B.J. Donaldson) lebt er getrennt und ist mit seiner Arbeitskollegin Jezebel (Elizabeth Pena) getrennt. Er trauert nach wie vor immer wieder um den Tod seines dritten Sohnes Gabe (Macaulay Culkin), zu dem er eine besonders innige Beziehung hatte.
Das Trauma Vietnam ist alles andere als verarbeitet, nach wie vor leidet er an Verspannungen, die nur der Chiropraktiker Louis (Danny Aielo) lösen kann und immer wieder plagen ihn Alpträume, die zunehmend schlimmer werden. Denn die Bilder im Kopf verschwimmen immer mehr mit der Realität, so sieht er böse maskierte Gestalten, die ihn verfolgen und immer wieder holen ihn Visionen ein, die ihm mitteilen, dass er damals - 1968 im Dschungel - getötet wurde.
Tatsächlich kann er sich noch gut an den Tag erinnern, als sie überraschend vom Vietcong angegriffen wurden, kurz zuvor hat die gesamte Einheit eine extrem starke Droge konsumiert, dann brach unvermittelt ein wahrer Feuersturm nieder...




"Jacobs Ladder" ist 1990 entstanden und für seinen Regiesseur Adrian Lyne ein sehr ungewöhnlicher, düsterer Film.
Der Film war einer der ersten von inzwischen vielen Nachfolgern, die am Ende einen extrem überraschenden Plot präsentierten, so gesehen war Lynes Werk durchaus inspirierend und nachhaltig für zukünftige Drehbuchautoren. Mit extrem kalten Bildern aus einem New York der Mittsiebziger ist auch das Szenenbild, die Kameraarbeit und die Austattung des Films sehr gut gelungen.
Am Ende des Films erscheint dann auch noch einmal ein zusätzlich Fragen aufwerfender Text, in dem behauptet wird, dass der Psychokampfstoff BZ im Vietnamkrieg an Soldaten getestet wurde. Diese Information suggeriert, dass die Halluzinationen von Jacob Singer möglicherweise auf eine Vergiftung mit diesem Kampfstoff beruhen. Auch sonst behält der Film in letzer Konsequenz noch ein Geheimnis, denn wenn alles ausschliesslich Vision, Vorhof der Hölle oder Fegefeuer war - dann auch einen Blick in eine Parallelwelt möglicherweise, eine, die die Zukunft kennt.
Es laufen nämlich im New York 1975 die Hits dieser Zeit: Mr. Postman von den Carpenters oder Lady Marmelade von LaBelle. Die waren 1968 bei den Soldaten im Mekong-Delta  noch Zukunftsmusik.
Adrian Lyne ist eher bekannt für oberflächliches Hochglanzkino wie "Flashdance", "Ein unmoralisches Angebot", "9 1/2 Wochen" oder "Eine verhängnisvolle Affäre". Man mag sich gar nicht ausdenken wie der ohnehin schon gute "Jacobs Ladder" mit einem Regisseur wie David Cronenberg ausgesehen hätte.
Die Szenerie ist stimmungsvoll, atmosphärisch dicht, aber immer realistisch. Es wird mit Licht und Perspektive nicht herumgespielt, sondern sie werden sparsam und konsequent zur Unterstützung der Handlung eingesetzt. Herausgekommen ist eine rätselhafte Geschichte, die packt und die gekonnt zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Jenseits und Dasein hin- und herpendelt und beklemmend wirkt,






Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Montag, 4. März 2019

Millers Crossing







































Regie: Coen Brothers

Die rechte Hand vom Paten...

"Millers Crossing", der dritte Film der Coen Brothers, entstand 1990, kostete 14 Millionen Dollar und spielte das Geld an der Kinokasse leider nicht wieder ein. Vielleicht wurde der Film zum Flop, weil im gleichen Jahr mit "Good Fellas", "Dick Tracy" und "Der Pate 3" bereits drei andere Gangsterfilme herauskamen. Qualitätiv gehört "Millers Crossing" neben "Barton Fink", "Fargo" und "No Country for old men" aber zweifelsfrei zu den besten Filmen der Brüder Ethan und Joel.
Die Handlung spielt in der Prohibition-Zeit und setzt als dramaturgischen Verstärker auf die Musik von Carter Burwell und die gute Kameraführung von Barry Sonnenfeld. Stellenweise empfinde ich Gabriel Byrne für eine Fehlbesetzung, aber dieser Eindruck schwächt sich durch die starke Inzenierung immer wieder ab und obwohl diese Mischung aus Gangstersaga und Film Noir sehr dialoglastig ist, wirkt "Millers Crossing" als Gesamtpaket äusserst begeisternd.
Ein bisschen erinnert die Handlung an Dashiell Hammetts Roman "Der gläserne Schlüssel" und erzählt von einer starken Männerfreundschaft, von einer durchtriebenen Femme Fatale und als Nebenhandlung von einer homosexuellen Dreieckskiste, die aus dem Ruder läuft.
Tom Reagan (Gabriel Bryne), aalglatt und elegant, ist die rechte Hand von Leo O´Bannon (Albert Finney - wieder einmal mit einer Megaperformance), einem irischen Gangster, der es gerade jetzt in der Prohibition zu einer Machtstellung gebracht hat. Nicht nur als Gangster, denn er hat auch die wichtigen Politiker und Gestalter der Stadt hinter sich. Leos Rivale ist der italienische Pate Johnny Caspar (Jon Polito), der mit seiner rechten Hand Eddie Dane (J. E. Freman) bei Leo auftaucht und diesen um die Genehmigung bittet den Kleinganoven Bernie Bernbaum (John Turturro) zu killen, da dieser ihn durch manipulierte Boxwettkämpfe betrügt. Tom rät seinem Boss diesen Mord abzusegnen, doch Leo ist mit Bernies Schwester Verna (Marcia Gay Harden) liiert. Er erteilt Caspar eine Absage und so werden die beiden von einer Sekunde auf die andere zu Todfeinden. Caspar wird von jetzt an versuchen einen Anschlag auf Leo erfolgreich auszuführen. Verna ist natürlich auf der Seite ihres korrupten Bruders, das hält sie aber nicht davon ab mit Tom eine Nacht zu verbringen. Als Leo von Tom selbst von diesem Seitensprung erfährt, kommt es zum Bruch der beiden Männer. Und Caspar versucht nun den gewieften und überlegten Tom auf seine Seite zu ziehen und ihn für seine Zwecke einzuspannen. Tom geht darauf ein, doch zum Beweis seiner Loyalität muss er nun dem jammernden Bernie im Waldstück Millers Crossing einen Kopfschuß verpassen. Durch die Dummheit von Caspars Gorillas, die den Auftragsmord nicht gut genug beobachten, verhilft Tom Bernie zur Flucht. Der muss aber versprechen die Stadt zu verlassen und nie mehr wiederzukommen. Doch der ist bereits am Tag danach undankbar und lässt sich wieder in der Stadt blicken. Er sucht seinen Lover Mink LaRuie (Steve Buscemi), der auch von einem anderen Freund gesucht wird. Am Ende weiß der Zuschauer wer hier ein raffiniertes doppeltes Spiel getätigt hat...




Die Coens verbeugen sich vor den großen klassischen Gangsterfilmen wie "Die wilden Zwanziger" von Raoul Walsh oder "Der öffentliche Feind" von William A. Wellman, verweben darin aber auch gekonnt die Figuren des Noir der 40er Jahre. Der elegante Protagonist Tom Reagan ist somit ein filmischer Verwandter von Sam Spade und Philip Marlowe - nur agiert er in "Millers Crossing" nicht auf eigene Rechnung, sondern erweist sich am Ende als der loyalste Teamplayer, den man sich vorstellen kann. Damit ist den Coens am Ende sogar ein psychologischer Überraschungsplot gelungen, denn wer konnte ahnen, dass der egoistische, auf eigenen Vorteil bedachte Einzelgänger eine versteckte Seite an sich hat. Aber wie sagte Verna in einer Szene "du lässt ja nie Gefühle zu, was denkst du wirklich". "Millers Crossing" wartet natürlich mit einer sehr guten Ensembleleistung auf. John Turturro hat eine große Szene als Todgeweihter im Wald, Marcia Gay Harden überzeugt als Frau mit eigenen Plänen und Albert Finney beweist hier einmal mehr sein großes Können als Gangsterboss, der sich nichts sagen lässt und im Alleingang ein Killerkommando abserviert, dass auf ihn angesetzt wurde.





Bewertung: 9 von 10 Punkten.