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Samstag, 13. März 2021

Für eine Handvoll Dollar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Sergio Leone

Joe, der einsame Fremde..

Die ersten Filmwerke von Sergio Leone waren in der Antike angesiedelt. Doch den "Koloß von Rhodos" hat er nach eigenen Angaben nur deshalb realsiert, weil er Geld für die Hochzeitsreise brauchte. Da der Sandalenfilm in den frühen 60er Jahren langsam an Publikumszuspruch verlor, wollte Leone ein anderes Genre aufgreifen. Er war  - unter anderem auch durch den Riesenerfolg der deutschen Karl May Western wie "Schatz im Silbersee" oder "Winnetou" - davon überzeugt, dass europäische Westernfilme eine erfolgreiche Zukunft haben könnten. Mit dem 1964 entstandenen "Für eine Handvoll Dollar" begründete der Regisseur die lange Zeit der erfolgreichen Kinoreihe der Italo- oder Spaghettiwestern. Die Story orientierte sich an den großen Samuraiepos "Yojimbo" von Akira Kurosawa. In diesen 1961 entstandenen Klassiker verschlägt es einen Samurai in eine Stadt, die von zwei rivalisierenden Banden terrorisiert wird, Toshiro Mifune spielte diesen unheimlichen Fremden. Leone verlegte die Handlung vom historischen Japan in den Wilden Westen oder noch genauer in ein abgelegenes Dorf namens San Miguel in New Mexico. In diesem Kaff werden die Einwohner von zwei rivalisierenden Gangsterfamilien terrorisiert. Auf der einen Seite sind es die amerikanischen Baxters (Wolfgang Luschky, Margarita Lozano) und auf der anderen Seite stehen die mexanischen Rojos Brüder Don Migue Rojo (Antonio Brieto), Ramon (Gian Maria Volonte) und Esteban (Sieghard Rupp). Die Brüder haben darüberhinaus die schöne Marisol (Marianne Koch) in ihrer Gewalt. Eines Tages reitet ein cooler und mysteriöser Fremder (Clint Eastwood), der sich Joe nennt und sich sehr schnell einen Namen durch seine vortrefflichen Fähigkeiten als Revolverheld macht. Ausserdem ist er intelligent und verfolgt den gefährlichen Plan, die beiden verfeindeten Familien gegeneinander auszuspielen. Eine gute Hilfe ist ihm der Kneipenwirt Silvanito (Jose Calvo). Bald muss der alte Sargtischler Pripero (Josef Egger) Überstunden machen, damit er die vielen Leichen bestatten kann...

 

 
 
Clint Eastwood, für 15.000 Dollar verpflichtet, begründete mit diesen ersten Teil der Dollar-Trilogie seinen Weltruhm
Leones Werk spielt perfekt mit dem Westernmythos und kombiniert die zum Klischee gewordenen Bestandteile des Genres mit einem sehr zynischen Blick auf die Figuren, auf ihre Taten und Motive. Dieser neue Typus von Westernheld ist weder der Moral verpflichtet,  er ist nicht der klassische "Gute" und besitzt keine persönliche oder historische Identität mehr. Der Zuschauer nimmt ihn als anonymen einsamen Mann wahr, dessen Vergangenheit und Zukunft ubekannt sind, der sein Profil  erst in der Gegenwart gewinnt. Einmal sagt er "ich kann Ungerechtigkeit nicht ausstehen" - ansonsten zieht er sein Ding durch und dies tut er schweigsam, ohne viel Worte zu machen.
Zur damaligen Zeit wurde der Film nicht besonders gut von der Kritik aufgeommen, inzwischen ist er natürlich ein unvergesslicher Klassiker des Italo Western bzw. des Westerngenres überhaupt.

 
 
 Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Sonntag, 29. Oktober 2017

Es war einmal in Amerika







































Regie: Sergio Leone

Ein kollektiver Traum...

Sergio Leones letzter Film "Es war einmal in Amerika" entstand 1984 und gilt als dritter Teil seiner "Once upon a time..." Reihe, die mit "Spiel mir das Lied vom Tod" begann und mit "Todesmelodie" fortgesetzt wurde. Bereits 1972 bereitete der Filmemacher sein ausuferndes Gangster-Epos vor, dass auf Harry Greys Buch "The Hoods" basiert. Nach aufwändigen Vorbereitungsarbeiten kam die fast vierstünidge Gangsterfilm 1984 in die Kinos. In Amerika brachte die Ladd Company den Film heraus - die kürzten die Saga aber auf 139 Minuten herunter. Was dann auch in der Kinoauswertung merklich zu Buche schlug. Mit Produktionskosten von 30 Millionen Dollar spielte die Kurzversion nur etwas mehr als 5 Millionen Dollar in den USA ein und sofort wurde der Film als Flop tituliert. In Europa wurde "Es war einmal in Amerika" jedoch viel besser aufgenommen und vor allem in der Langfassung gelang dem Film eine große Rehabilitation. Er galt bald als eines der großen Filme der 80er Jahre.
Ennio Morricone mit seinem Soundtrack prägt das Gangsterepos ähnlich markant wie bereits in "Spiel mir das Lied vom Tod". Die großartige Kameraarbeit von Tonino delli Colli hätte ebenfalls einen Oscar verdient. Leider wurde der Film bei der Oscar-Vergabe komplett übergangen, was aber angesichts der verstümmtelten und entstellten US-Kinofassung heute logisch nachzuvollziehen ist. Die verschachtelte Erzählweise Leones, der drei ineinander verwobenen Zeitebenen (20er Jahre, 30er Jahre und 1968) erzählt, macht den Film erst zu dem großen Meisterwerk seines Genres. "Es war einmal in Amerika" ist sogar auf Augenhöhe mit "Der Pate".
Es sind vor allem großartige Einzelszenen, die unvergessen bleiben. Meine Lieblingsszene zeigt die junge Deborah (Jennifer Conelly), die hübsche Schwester von Fat Moe (Mike Monetti), wie sie im hinteren Speicher der Eltern ganz für sich alleine das Ballett-Tanzen übt. Der junge Noodles (Scott Tiler) hat eine Ecke auf der Toilette gefunden, wo er sie von einem offenen Spalt aus, beobachten kann. Sie weiß das natürlich und tanzt nur für ihn, sie zieht sich auch aus für ihn. Dann beschimpft sie ihn. In einer zweiten Szene führt sie ihn in ihr in weiß getauchtes Heiligtum...dort liest sie ihm aus dem Alten Testament das Hohelied Salomons so vor, dass er bald begreift: Auch sie empfindet viel für den ruppigen Jungen mit der kriminellen Energie. "Es war einmal in Amerika" ist neben der Geschichte von vier Jugendfreunden, die als Erwachsene zu Gangstern werden, die Geschichte von Max und Noodles und vor allem auch die Geschichte von Deborah und Noodles. Als es dann zum Kuß der ersten großen Liebe kommt, wird Noodles von seinem Freund Max (Rusty Jacobs). Er verlässt Deborah fürs Erste, gibt zu verstehen, dass er gleich mal wieder kommt, doch die Freundschaft zu seinem Kumpel Max ist irgendwie stärker. Deborah verliert ihren ersten Freund an Max und an die kriminellen Machenschaften.
Wie bereits erwähnt spielt "Es war einmal in Amerika" in drei Zeitsegemnten. Zuerst wird der Zuschauer mit den Ereignissen des Jahres 1932/1933 im jüdischen Viertel der Lower East Side von New York. Es ist das Ende der Prohibition-Zeit. Dort sterben die Freunde Maximilian "Max" Berkovic (James Woods), Patrick "Patsy" Goldberg (James Hayden) und Philip "Cockeye" Stein (William Forsythe) bei einer letzten geplanten Alkoholschmuggelfahrt. Der vierte im Bunde war Noodles (Robert de Niro), von dem alle glauben, dass er die Freunde verraten hat. Doch Noodles wird selbst von einem unbekannten Gegner gejagt, die vorher seine Freundin Eve (Ariane Borbach) getötet haben und Fat Moe (Tobias Meister) krankenhausreif geschlagen haben, weil sie Noodles Versteck wissen wollten. Der hat sich in Chun Laos Chinesischem Theater versteckt und wird in dieser Nacht noch New York verlassen. Am Bahnhof nimmt er den nächsten Zug und steigt mit dem "One Way Ticket" ein in Richtung Buffalo. Erst 35 Jahre später wird er wieder die Heimat besuchen. Denn er bekam ein Brief von einem unbekannten Absender - es ist der unbekannte Gegner, der vor 35 Jahren seine Freunde getötet hat. Wieder ist es Fat Moe, den er zuerst trifft und später wird es ein trauriges Wiedersehen mit seiner großen Liebe Deborah (Elizabeth McGovern) geben. Er wird Max frühere Freundin Carol (Tuesday Weld) im Altersheim treffen. Und die Erinnerungen an die Jugendtage werden wieder wach. Neben Max, Cockeye (Adrian Curran), Patsy (Brian Bloom) war auch der kleine Dominic (Noah Moazezi) dabei, doch der ließ bereits früh sein Leben, als der Gangster Bugsy (James Russo) erschossen wurde. Der hatte eine Gefahr gesehen, dass die fünf Jungs ihn als Platzhirsch aus dem Revier verdrängen. Aus Rache tötet Noodles den Konkurrenten und wandert für 10 Jahre hinter Gitter. Am Tag seiner Entlassung wird er von Max vor den Gefängnistoren abgeholt und alles scheint wie früher. Doch Max hat große Ambitionen, er will noch dicker ins Geschäft. Dies könnte die Freundschaft vor die Zerreißprobe stellen...









1923 sind die Freunde Jugendlich, 10 Jahre später sind sie erwachsen und mit dem riesigen Zeitsprung und mit "Yesterday" von The Beatles beginnt Noodles Rückkehr - sozusagen aus dem Nichts. Er wird im Lauf des Film einmal gefragt "Was hast du die ganzen Jahre gemacht ?" und wird mit "Ich bin früh schlafen gegangen" antworten. Diese Zwischenzeit bleibt also im Dunkel und es bleiben die Sprünge in die drei Zeitsekmente, die dem Film zusätzlich eine große epische Kraft verleihen. Ein bisschen ähneln diese Sprünge den Hintertüren des Chinesischen Theaters. Während im ersten Komplex das  chinesiche Theater mit Schattenspielen läuft, ist im anderen Teil eine Opiumhölle, die mit unübersichtlichen Gängen irgendwie an ein Labyrinth erinnern und eine Verwandtschaft mit der verschachtelten Erzählweise aufweist. Überf allem schwebt eine ganz große Portion Melancholie und Wehmut - und wenn  "Spiel mir das Lied vom Tod"  von den Mythen des Westens handelt, so bringt Leone, der Kinomagier, dem Zuschauer die Mythen des Gangsterfilms noch einmal nahe. Im Grunde fast ein bisschen künstlich, eine Geschichte, die es nur im Kino geben kann. Und tatsächlich riskiert Leone mit dem Schlußbild des jungen Erwachsenen Noodles, der im Chinesischen Theater Opium konsumiert und breit in die Kamera grins - so als wollte er sagen "das ist Kinomagie".
Natürlich ist auch die Begegnung mit der alternden Deborah, ihrem Sohn und zum Schluß mit dem Staatssekretär Bailey voller Wehmut, aber auch voller Resignation. Die alten Zeiten kehren nicht wieder, das weiß auch Noodles und er ist müde geworden. Leones wehmütiger Abgesang funktioniert in allen Belangen perfekt.







Bewertung: 10 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 27. September 2017

Zwei glorreiche Halunken







































Regie: Sergio Leone

Der Gute, der Böse und der Hässliche...

Dem übergroßen Westernepos kam er immer näher. Von der actionhaltigen Ballade über den Einzelgänger, der eine Stadt von den Gangsterbanden befreit "Für eine Handvoll Dollar" bis hin zu einer melancholischen Meditation eines Europäers, wie er den Traum von Amerika sieht und an die Betrachter weitergibt..."Spiel mir das Lied vom Tod", die perfekte Kinomagie.
Dazwischen zwei Bindeglieder, die zu den besten Filmen des Genres gehören und wie geschaffen sind für die große Kinoleinwand, vor allem auch weil die Filme so groß sind. Der erdige, antiepische Kopfgeldjägerstrefien "Für ein paar Dollar mehr" und der ähnliche, aber im Gegensatz dazu extrem epische Verwandte "Zwei glorreiche Halunken" (im Original: The Good, The Bad and the Ugly), für viele Genrefans der beste Western überhaupt.
Episch vielleicht auch durch seine geschichtliche Zuordnung, denn "Zwei glorreiche Halunken" spielt während des New Mexico Feldzugs, einer militärische Operation während des Sezessionskrieges, die vom Februar bis April 1962 dauerte. Sibley, ein General der Konföderierten marschierte mit seinen Truppen in das New Mexico Territorium ein, das zu dieser Zeit die Gebiete zwischen Kalifornien im Westen, Texas im Osten, Nevada, Utah und Colorado im Norden sowie der jungen Republik Mexiko im Süden umfasste. Das Ziel der Nordstaaten wr die Kontrolle des Territoriums.
Für die drei Antihelden des Films, der Gute, von allen der Blonde genannt (Clint Eastwood), der Böse Sentenza (Lee van Cleef) und der Hässliche Tuco (Eli Wallach) sind die Kriegshandlungen zunächst mal eher nur zweitrangig. Denn sie verdienen ihr Geld mit Banditentum, Gaunereien und Kopfgeldjägerprämien.
Der Blonde, ein zigarrenrauchender Gringo, der nicht viel Worte macht ist Komplize von Tuco, für dessen Kopf eine Prämie von 2.000 Dollar zu holen sind. Der Blonde liefert so Tuco an die Gesetzeshüter aus, kassiert die Prämie - doch kurz bevor der Mann am Strick baumelt, hat ihn der Partner mit seinen guten Schießkünsten vom Galgen befreit - immer in letzter Sekude versteht sich.
Irgendwann gehen sich die beiden auf den Sack und ihre Wege trennen sich. Währenddessen jagt Sentenza, der Kopfgeldjäger und spätere Major der Konföderierten einen Goldschatz, der auf einem riesigen Friedhof begraben sein muss.
Durch Zufall weiß Tuco auf welchem Friedhof sie suchen müssen, der Blonde aber hat die noch viel bessere Information auf welchem der hunderten Gräber man graben muss.
So kreuzen sich die Wege der drei Männer und da Krieg herrscht, werden sie auch ein Teil dieser Auseinandersetzung. Der Showdown findet auf diesem Massenfriedhof statt, es kommt zum weltberühmten Duell zu Dritt...





"Zwei glorreiche Halunken" hat eine Laufzeit von 171 Minuten, der Score von Ennio Morricone gehört sicherlich in die Top Ten der besten Filmmusiken. Für die Kamera war Tonino Delli Colli (Spiel mir das Lied vom Tod, Es war einmal in Amerika, 120 Tage von Sodom, Pasolins tolldreiste Geschichten, Ginger und Fred, Bitter Moon) verantwortlich.
Einmal mehr drehte Leone einen perfekten Kinotraum. Die meisten seiner Filme sind Meisterwerke der Filmgeschichte. Im Laufe der Zeit fand er immer mehr die perfekte Dosierung einer faszinierenden Melancholie in seinen Werken.




Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Donnerstag, 14. September 2017

Für ein paar Dollar mehr







































Regie: Sergio Leone

Kopfgeldjäger....

"Für ein paar Dollar mehr" ist der zweite Part von Leones berühmter Dollartrilogie und einer meiner erklärten Lieblingswestern. Er entstand 1965, legendär nicht nur der geniale Soundtrack von Ennio Morricone - es treffen auch einige der großen Italo Western Helden aufeinander: Neben dem stoischen Clint Eastwood, der mit wenig Worten auskommt, gibts ein Wiedersehen mit Lee van Cleef, der hier als Rächer eine seiner besten Rollen abliefert. Dazu gesellt sich Gian Maria Volonte als geistig instabiler Gangsterboss und als Schmankerl gibts einen Klaus Kinski, der mit dem üblichen Wahnsinn agiert.
El Indio (Gian Maria Volonte), der meistgesuchte Verbrecher im westlichen Territorium wird von seiner Bande aus dem Gefängnis befeit. Die Regierung setzt und ein Kopfgeld von satten 10.000 Dollar aus, egal ob tot oder lebendig.  Das lockt natürlich die besten Kopfgeldjäger an. Und zwei der gefährlichsten haben sich bereits kennengelernt.  Der schweigsame, dubiose Monko (Clint Eastwood) und der ehemalige Elitesoldat Colonel Douglas Mortimer (Lee van Cleef) kommen sich bei der Jagd auf den Gangster Cavanagh in die Quere. Nun gilt es aber bei der Ergreifung von El Indio gemeinsame Sache zu machen. Der Plan sieht vor, dass Monko sich bei der Bande einschmüggeln soll. Obwohl der coole Monco auch den Banditen als dubios erscheint, wird er durch das Wohlwollen von Indio aufgenommen und soll beim nächsten großen Coup bereits mitmachen. Die Bande hat den Plan die einbruchsichere Bank von El Paso auszurauben, Indio inszeniert zur gleichen Zeit einen fingierten Überfall in Santa Cruz, den Monco und drei weitere Bandenmitglieder ausführen müssen. So entkommt Indio mit dem Banktresor, aber der gemeinsame Plan der beiden Kopfgeldjäger geht in die nächste Runde. Es kommt zum großen Showdown in Mexico...





Dabei stellt sich der kalte und berechnende Partner am Ende als Rächer für eine familiäre Katastrophe heraus, er ist diesmal nicht auf das Kopfgeld aus. "Für eine paar Dollar mehr" ist ein Westernepos mit einer perfekten Atmosphäre. Alles stimmt bei diesem Film, die Charaktere sind großartig gewählt, jede Einstellung vermittelt die ultimative Westernatmosphäre und die ganzen 127 Minuten ist man mittendrin im Geschehen. Großartig die famose Kameraarbeit von Massimo Dallamano, der auf die berühmten Close up Aufnahmen der Figuren setzt, die zum Markenzeichen des Italo Westerns wurden.  Der Mann hat einige Jahre später auch selbst Regie geführt, bspw. in "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" - ein Edgar Wallace Film sowie in dem Giallo "Der Tod trägt schwarzes Leder".






Bewertung: 10 von 10 Punkten.