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Mittwoch, 11. Dezember 2024

Flucht ohne Ausweg


Regie: Anthony Mann

Flucht zu Dritt...

Regisseur Anthony Mann setzte sich mit seinem Western, die er in den 50er Jahren mit James Stewart drehte, ein bleibendes Denkmal. Weniger bekannt sind seine Film Noirs aus den 40er Jahren wie "Der parfümierte Killer", "Geheimagent T", "Schritte in der Nacht" oder "Flucht ohne Ausweg". Sogar sein 1949 inszenierter Kostümfilm "Dämon von Paris", eine düstere Geschichte während der französischen Revolution, verfügte über einige Noir-Elemente.
"Flucht ohne Ausweg" heißt im Original "Raw Deal" und wurde an den Kinokassen ein guter Erfolg. Sehr gelobt wurde die Kinemathographie von Kameramann John Alton (Ein Amerikaner in Paris, Vater der Braut, Stadt der Verdammten, Elmer Gantry). Auch die perfekte Art Direction von Edward L. Ilou trug zur starken Atmosphäre des Kriminalfilms bei. Der Film wurde von Eagle-Lion Films produziert, also eine Independent Production.
Die Geschichte erzählt von der Flucht des Strafgefangenen Joe Sullivan (Dennis O´Keefe) aus dem Gefängnis. Er sitzt wegen einem Verbrechen, den ein Anderer begangen hat und hält für diesen "den Kopf hin". Seine juristische Betreuerin Ann (Marsha Hunt) setzt sich seit seiner Verurteilung für eine Begnadigung ein. Dann käme er bei guter Führung in 2 bis 3 Jahren raus. Doch solange warten will Joe nicht. Mit seiner Freundin Pat (Claire Trevor) hat er seine Flucht bereits geplant, sein ehemaliger Komplize Rick Coyle (Raymond Burr), ein sadistischer Gangster, ist ebenfalls an dem Ausbruch beteiligt. Er ist der Mann für den Joe ins Gefängnis ging und dieser Rick hat ihm den Anteil am damaligen Raub von 50.000 Dollar versprochen. Mit diesem Geld könnte Joe mit Pat ausser Landes gehen. Doch Rick spielt ein falsches Spiel. Er hat nicht vor Joe Geld zu geben, vielmehr rechnet er damit, dass Joe bei der waghalsigen Flucht getötet wird. Pat und Joes Fluchtauto wird bei der Flucht beschädigt und so beschließen die Beiden sich in der Wohnung von Ann zu verstecken. Pat merkt sehr schnell, dass Ann ebenfalls in Joe verliebt ist. Obwohl Ann Joe überreden will sich zu stellen, wird die Flucht, diesmal zu Dritt, fortgesetzt...




Der Film wartet mit einer seltsamen Dreiergeschichte auf, denn Joe wechselt in Sachen Liebe im Lauf der Geschichte von Pat zu Ann. Und natürlich wird er die ganze Zeit von den Gesetzeshütern gesucht und seine Gangsterkumpane warten auch schon auf ihn - sie wollen ihn natürlich abservieren. Irgendwann wird es auch ersichtlich, dass diese Flucht kein gutes Ende nimmt. Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Arnold B. Armstrong und Audrey Ashley. In Nebenrollen sind John Ireland und Whit Bissell zu sehen.




Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Dienstag, 8. November 2022

Geheimagent T


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Anthony Mann

T-Man Dennis O´Brian...

Obwohl er für seine Western noch bekannter ist, darf man Anthony Mann sicherlich auch zu den wichtigsten Regisseuren des Film Noir zählen. Er begann seine Karriere tatsächlich als Filmregisseur für billige B-Pictures der schwarzen Serie. Sehr bald schuf er dann auch gerade auf diesem Gebiet einige unverzichtbare Klassiker des Genres wie "In der Klemme", "Der parfümierte Killer", "Flucht ohne Ausweg", "Schritte in der Nacht", "Das schwarze Buch" und "Geheimagent T". Wenn man seine Western ein bisschen näher unter die Lupe nennt, dann wird man zweifelsohne auch einige Noir Zutaten darin finden.
Der von John Alton fotografierte halbdokumentarische Film bezog seine Handlung aus authentischen Akten, die die Finanzbehörde zur Verfügung stellte. Dieser Film bedient sich eines Erzählers im Off, dessen Stimme durch die verschlungene Handlung bis zur glatten patriotischen Lösung des Falles führt. Zu den Studioaufnahmen war man aber auch bemüht durch eine ganze Reihe von Außendrehs in Los Angeles eine möglichst authentische, beinahe schon neorealistische Stimmung zu schaffen. Vor allem geht es Mann einmal mehr um die Psychologie seines Helden. Und dieser heißt Dennis O´Brian (Dennis O´Keefe) ein Beamter des Finanzministeriums, der gemeinsam mit seinem Kollegen Tony Genaro (Alfred Ryder) den gefährlichen Auftrag erhält, die Unterwelt Detroits und später eine Gangsterbande in Los Angeles zu infiltrieren, um damit einen landesweit tätigen Ring von Falschmünzern zu fassen. Dabei fällt es Genaro schwerer den Undercover-Job als Gangster zu erfüllen, denn er vermisst seine Frau Mary (June Lockhard). Tatsächlich gelingt es den beiden Polizeibeamten sehr glaubwürdig als Gangster rüberzukommen, so nimmt Gangsterboss Vantucci (Anton Costa) die beiden schnell in seine Gang auf. Die darauf folgende Operation in Los Angeles ist da schon etwas schwieriger. O´Brien versucht den Mittelsmann der beiden Banden zu finden. Er bekommt die Information, dass sich dieser sehr oft in den Dampfbädern der Stadt aufhält. Tatsächlich kann er den Mann (Wallace Ford) ausfindig machen. Langsam können die beiden Vertrauen zu Gangmitgliedern wie Moxie (Charles McGraw), Evangeline (Mary Meade) oder Diana Simpson (Jane Randolph) gewinnen. Doch der Weg schritt für Schritt bis an die Spitze der Organision vorzudringen, birgt auch Gefahren...


 


 
 Der Film ist sehr kühl konstruiert und setzt sowohl auf eine beklemmende Gewalt als auch auf die Psyche der Charaktere. Die beiden Beamten werden als Männer gezeigt, die zu allem entschlossen bereit sind und selbst Folter mit nahezu stoischer Ruhe ertragen um an ihr Ziel zu kommen. In einer Szene des Films wird O´Brian auf einer schmutzigen Toilette einer Kneipe von einer großen Gruppe von Männern brutal zusammengeschlagen, weil er Falschgeld unter die Leute brachte. Dieser Vorfall wurde aber von dem Beamten eingefädelt, um sich bei den Gangstern Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Mann inzenierte den Beamten auch zwiespältig, denn es fällt O´Brien sichtlich nicht schwer sich wie ein Gangster zu benehmen, er kleidet sich wie einer und redet wie einer. Die Szene als sein Partner enttarnt wird und von den Gangstern ermordet wird, ist dabei besonders unangenehm. Er unternimmt nichts, um seinen Freund zu helfen, weil das seine eigene Enttarnung platzen lassen würde. Der Auftrag geht also über alles. Am Ende sagt die Off-Stimme noch, dass der traurigen Mrs. Genaro vielleicht der Trost bleibt, dass ihr Mann für eine gute, höherwertige Sache gestorben sei. Ein klasse Noir Film über die verkommene und brutale Unterwelt der Metropolen.


 


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Sonntag, 31. Juli 2022

Das schwarze Buch (Der Dämon von Paris)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Anthony Mann

Der Dämon von Paris...

Koch Media präsentiert in seiner erlesenen "Film Noir Collection" mit "Das schwarze Buch" von Anthony Mann nach "Briefe aus dem Jenseits" einen weiteren Historien- oder Kostümfilm, der auch Elemente der schwarzen Serie aufweist. Demnächst wird das etwas aussergewöhnliche Trio mit Robert Siodmaks "Unter Verdacht" komplettiert, der im London des Jahres 1902 angesiedelt ist.
"Das schwarze Buch" spielt während der französischen Revolution und zwar in ihrer Endphase im Jahr 1794, als Danton von Robespierre hingerichtet wird und der Anwalt die Alleinherrschaft in Frankreich anstrebt. Der Film ist auch bekannt unter den Namen "Der Dämon von Paris" oder "Die Herrschaft des Schreckens".
Um zu verhindert, dass Robespierre (Richard Basehart) alleinherrschender Diktator wird, sind Patrioten im Untergrund bereit den mächtigsten Mann im Staat zu stürzen. Doch der Preis für die Opposition könnte hoch sein. Die Guillotine hat in diesen Zeiten Hochbetrieb. Sein willfähriger Handlanger Saint Just (Jess Parker) ist beinahe ebenso gefürchtet wie Robespierre selbst. Widersacher könnte Francois Barras (Richard Hart) sein, doch der muss inzwischen um sein Leben fürchten und flüchtet in den Hintergrund.
Robespierre will sich mit Duval, dem blutigen Staatsanwalt von Straßburg einen Verbündeten nach Paris holen, den er aber noch nie zu Gesicht bekam. Der Adlige Charles D`Aubigny (Robert Cummings) tötet den Mann und nimmt dessen Identität an. Ein gefährliches Unterfangen. Doch Robespierre schöpft vorerst keinen Verdacht und beauftragt den falschen Duval nach einem gestohlenen Buch zu suchen. Dort sollen viele Namen darin stehen, die bei Robespierre bereits in Ungnade gefallen sind. Auch der doppelzüngige Fouche (Arnold Moss), Chef der Pariser Geheimpolizei, ist auf der Suche nach dem brisanten Buch. Robespierre fürchtet natürlich, dass sich seine Feinde zusammenschließen könnten, wenn sie erfahren sollten, dass sie auch in dem Buch stünden. Charles macht sich auf die Suche, ihm zur Seite steht die geheimnisvolle Kontaktfrau Madelon (Arlene Dahl), eine vielleicht gefährliche Frau, die er von früher kennt und die er einmal liebte...


 



Die Sache mit dem schwarzen Buch klingt natürlich sehr absurd, aber Anthony Mann schafft es trotz dieser Voraussetzungen einen stellenweise sehr faszinierenden und spannenden Film hinzuzaubern, dabei hat er zwar das Augenmerk auf diese erfundene Mission, verwebt aber sehr schlüssig die historischen Ereignisse mit der Phantasie des Kinos. Die Sequenzen, bei denen sich Madelon und Charles auf der Flucht befinden, sind extrem spannend inszeniert. Sehr gut auch die vielen szenen, die nachts in den Pariser Straßen spielen und tatsächlich an den Großstadtdschungel der Noirs erinnert. Das Verschwörungsdrama ist durch die Kameraarbeit von John Alton durchweg düster geraten, die Schreckensherrschaft der Jakobiner ist permanent spürbar, inmitten dieses Horrors versucht der Einzelne sein Überleben zu sichern und ein bisschen die Geschichte zu beeinflussen. Leider ist "Das schwarze Buch" ein eher unbekannter Klassiker, aber dank Koch Media kann man diesen aussergewöhnlichen Film neu entdecken. Es lohn sich sehr...






Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Fluch des Blutes


Regie: Anthony Mann

Die Tür zur Hölle....

"Fluch des Blutes" (Original: Devils Doorway) ist ein Western von Anthony Mann, der im Jahr 1950 gedreht wurde. Gemeinsam mit Delmer Daves "Der gebrochene Pfeil" sind es die ersten Westernfilme, in denen Indianer nicht mehr als wilde Tiere, sondern intelligent dargestellt werden. Sie entstanden zur gleichen Zeit und kamen mit einem Monat Abstand in die amerikanischen Kinos. Beide Filme eröffneten damit einen neuen Trend des Genres. Die Behandlung der Indianerfrage bekam damit eine filmische Wendung, wobei die Wirkung von "Der gebrochene Pfeil" weitaus stärker war. Denn Delmer Daves gelang es die Emotionen der Kinogänger zu rühren, er stellt die Würde und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer Indianerin sowie die große Freundschaft dieses Mannes zu einem Indianerhäuptling in den Mittelpunkt. "Fluch des Blutes" ist dagegen hart und bitter, am Ende steht auch nicht der Versöhnungsgedanke wie Daves Film, sondern Mann lässt es auch ungelöst und grimmig enden - tatsächlich liegt er damit näher an der Wirklichkeit. Denn die Indianer haben erst im 20. Jahrhundert die US-Staatsbürgerrechte verliehen bekommen, was aber noch lange nicht bedeutete, dass sie damit auch als gleichberechtigte Staatsbürger behandelt wurden.
Anthony Mann, der in den 40ern vornehmlich auf Noirs spezialisiert war, gab mit "Fluch des Blutes" seinen Einstand im Westernfach. Der Film spielte damals 2,1 Millionen Dollar ein, sein filmischer Verwandter "Broken Arrow" schaffte aber 3,5 Millionen Dollar und hatte so beim Publikum eindeutig die Nase vorn. Manns Nähe zum Film Noir ist in "Fluch des Blutes" allgegenwärtig.
Heute gilt "Fluch des Blutes" als eines der großen Meisterwerke des Regisseure und er ist bis heute ein Film geblieben, der noch entdeckt werden muss.
Die Geschichte spielt kurz nach dem Ende des Sezessionskrieges. Auch Indianer haben in der US-Armee gedient und Lance Poole (Robert Taylor) vom Stamm der Shoshoni, hat es sogar zum Sergeant Major bei der Konföderiertenarmee gebracht. Nun hat der Kogress ihn sogar mit seinem höchsten Tapferkeitsorden, dem Congressional Medal of Honor, ausgezeichnet.
In seiner Heimat in Medicine Bow, Wyoming trinkt er zur Begrüßung mit dem Wirt Bob Trammell (Tom Fadden) und dem Sheriff Zeke Carmody (Edgar Buchanan). Noch scheint alles in bester Ordnung zu sein - Lance hat vor seine Farm ausserhalb der Stadt zu bewirtschaften. Doch am Tresen steht ein Mann, der den Rassenhass in diesen Landstrich bringen wird. Es ist der Anwalt Verne Coolan (Louis Calhern). Der lockt Schafzüchter mit ihren riesigen Herden ins Tal und hetzt sie auf den Grundbesitz des Indianers. Denn laut Gesetz ist ein Indianer gar kein Staatsbürger und kann deshalb keinen Anspruch auf Grundbesitz erheben. Somit wäre selbst ein Soldat des Bürgerkriegs, wenn er Indianer ist, von diesem Gesetz betroffen - man könnte ihn sofort von eigenen Land vertreiben und hätte das Recht auf seiner Seite. Nach gewissem Zögern sucht Lance Hilfe bei der Anwältin Orrie Masters (Paula Raymond), die versucht für Lance eine Petition mit den Unterschriften der wichtigsten Bürger der Stadt zu bekommen und so die Regierung zu überzeugen. Zur gleichen Zeit sind auch einige von hungernden Indianer Familien aus dem für sie zugewiesene Reservat geflohen und haben bei Lance auf der Farm Unterkunft und Zuflucht erhalten. Dies nutzt der rassistische Anwalt um weiter Unfrieden zu stiften. Er provoziert einen Streit zwischen einem Schafzüchter und Lance. Ein Schuß fällt und mit ihm haben sich die guten Chancen für Lance ins Gegenteil verkehrt....




Am Ende kommt es zur Stürmung der Farm seitens der Armee und die Indianer werden die Verlierer sein. Schnörkellos und unerbittlich hat Anthony Mann zielgerichtet den Zuschauer zum unausweichlichen Finale geführt, dort wartet der Tod. Anhand des kleinen Indianerjungen Jimmy, gespielt von Henry Marco, zeigt sich wie sich der Hass vererben kann. Er lernt schon in früher Kindheit, was es heißt Indianer und damit Benachteiligter zu sein und er hofft, dass Lance ihm eine Waffe in die Hand gibt. So schnell wird aus einem Kind ein Kindersoldat. Manns Film lässt konsequenterweise keinen einzigen Hoffnungsschimmer zu und ist somit auch noch heute einer der grimmigsten Western der Filmgeschichte.




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

 

Samstag, 28. Mai 2022

Schritte in der Nacht




















Regie: Alfred L. Werker/Anthony Mann

Der Killer im Dunkel...

"Schritte in der Nacht" ist ein 1948 entstandener Film Noir von Alfred L. Werker, bei dem aber zahlreiche Szenen auf das Konto von Meisterregisseur Anthony Mann gehen, der dem Film möglicherweise auch die Handschrift verleiht. Erzählt wird in dem damals beliebten semidokumentarischen Stil, ähnlich der Machart von "Kennwort 777" oder "Straße ohne Namen" die Jagd nach einem gefährlichen Verbrecher.
Dieser Roy Morgan (Richard Basehart) wurde dem Verbrecher Erwin "Machine Gun" Walker nachempfunden, der ein ehemaliger Polizist und Veteran des zweiten Weltkriegs war und zahlreiche Einbrüche und Raubüberfälle - beinahe schon im Akkord - verübte. Dieser Mann hat sicherlich noch viel mehr Geheimnisse und vielleicht auch sehr viele Menschen auf dem Gewissen. Denn der Zuschauer macht schon in den ersten Szenen mit seiner brutalen Kaltblütigkeit Bekanntschaft, als er während einer Routinekontrolle durch den frisch verheirateten Officer Hollis nach dem Ausweis gefragt wird und diesen dann kurzerhand niederschießt. Der Polizist verstirbt am nächsten Tag im Krankenhaus. Die Motiviation im Department ist sehr groß den Bullenkiller zu fassen. Mit dem Fal werden die Sergeants Marty Brennan (Scott Brady) und Chuck Jones (James Caldwell) betraut. Diese tappen vorerst im Dunkel, denn der Gejagte ist überaus vorsichtig und interelligent. Der Einzelgänger lebt zurückgezogen, lediglich ein Hund ist sein Begleiter, den er liebevoll streichelt.  Darüberhinaus ist er ein begeisterter Elektronikfreak. Mit Hilfe moderner Spurensicherungsmethoden des Polizeilaborspezialisten Lee Whitey (Jack Webb) versuchen die beiden Cops den Täter aufzuspüren. Sie stoßen bei ihren Ermittlungsarbeit auf den Elektronikhändler Paul Reeves (Whit Bissell), der Morgans Beutestücke unwissentlich in Kommission nimmt und weiterverkauft...


 

 Hervorragend ist die Kameraarbeit in "Schritte in der Nacht" - John Altons Bilder zeigen eine kalte Großstadtatmosphäre und immer wieder das Gesicht des Killers, der für den Zuschauer ein ähnlich großes Rätsel bleibt wie beispielsweise der Bösewicht aus "Maniac" oder "The Cell", um mal neuere genauso psychopathische Verwandtschaft des Films zu nennen. Mit seinen 79 Minuten ist der Film äusserst minimalistisch inszeniert, allerdings ist der eher unbekannte Vertreter der schwarzen Serie eine echte Entdeckung und vor allem hat dieser ungewöhnliche Film eindeutig Klassikerpotential. Richard Basehart trägt einiges zu dieser guten Einschätzung bei. Er ist ein vorzüglicher Killer mit sogar noch mehr verborgenen dunkleren Seiten, die der Zuschauer nur erahnen kann. 

 


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.