Posts mit dem Label Robert Aldrich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Robert Aldrich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 23. Mai 2024

Die Grissom Bande



Regie: Robert Aldrich

Die Entführung der Barbara Blandish...

In den frühen 70er Jahren waren nostalgische Gangsterfilme, die den Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die Zeit der großen Depression mitnahmen, sehr in Mode. Das Publikum liebte die Nachfolger von "Bonnie und Clyde" und so feierten John Milius mit "Dillinger", Jacques Deray mit "Borsalino", Robert Altman mit "Diebe wie wir", George Roy Hill mit "Der Clou" oder Roman Polanski mit "Chinatown" große Erfolge in den Kinos. Leider blieb dieser Erfolg dem schrillen "Die Grissom Bande" von Robert Aldrich versagt. Das Timing war perfekt, der Bildstil ebenso. Am Ende machte die originelle Gangsterballade ein Verlustgeschäft von 3.6 Millionen Dollar. Aldrichs Film ist tief in die Atmosphäre der späten 20er und 30er Jahre vergraben. Eine staubige Tankstelle in einer Nebenstraße, die mit Schildern zugeklebt ist - im Off erklingt der Song "I cant give you anything but Love, Baby" von Rudy Vallee. Wie in "Bloody Mama" von Roger Corman über die kriminellen Aktionen von Ma Barker, geht es in "Die Grissom Bande" ebenfalls um eine extrem kriminelle Familie in Missouri und Aldrich, der Regisseur von Filmen wie "Das dreckige Dutzend, "Ardennen 1944" oder "Massai" beweist sein feines Gespür für das verdorbene, bitterböse Melodram, dass seine Gangsterballade nach und nach offenbart.
Die Hauptrollen gingen an Kim Darby, bekannt für True Grit, und Scott Wilson, bekannt für In Cold Blood. Dabei zeigt sich die Hitze dieser ereignisreichen Tagen und Wochen auch auf den Gesichtern aller Figuren. Der Sommer ist heiß, die Menschen schwitzen wie verrückt.
Im Jahr 1931 wird  Barbara Blandish (Kim Darby), eine Fleischerbin aus Missouri von drei Männern ausgeraubt, die nach der Ermordung ihres Freundes in Panik geraten und sie entführen. In ihrem Versteck werden die drei von Eddie Hagan (Tony Musante), der zufällig Zeuge des Verbrechens war, und dem Rest der berüchtigten Grissom Gang (Scott Wilson, Ralph Waite und Joey Faye) überfallen und getötet. Barbara Blandish wird von der Bande gefangen gehalten, zu der auch Slim Grissom gehört, ein geistig behinderter Schläger, der sich in sie verliebt. Ma Grissom (Irene Dailey)), Chefin der Bande, schickt einen Lösegeldschein an den Vater des Mädchens, John P. Blandish (Wesley Addy), und fordert eine Million Dollar für ihre Rückkehr. Aber sie hat nicht die Absicht, Barbara zurückzugeben, und der Plan, sie zu töten, stößt bei Ma's Ehemann, Doc (Don Keefer), auf Missbilligung. Im Laufe der Wochen wird der Privatdetektiv Dave Fenner (Robert Lansing) von Barbaras Vater angeheuert. Nachdem sie Slim zunächst als "Idioten“ beleidigt und seine Annäherungsversuche zurückgewiesen hat, erkennt Barbara, dass das Einzige, was sie am Leben hält, sein Verlangen nach ihr ist. Slim schwört, jedes Gangmitglied zu töten, das ihr Schaden zufügt. Widerwillig wird sie Slims Geliebte. Die Nachtclubsängerin Anna Borg (Connie Stevens) hat keine Ahnung, was aus ihrem Freund, einem der getöteten ersten Entführer, geworden ist....







Es gibt einen schönen symbolischen Moment, in dem das entführte Mädchen die Vorhänge in ihrem neuen Zimmer zurückzieht und stattdessen eine Backsteinmauer vorfindet ein Fenster.
Der Schluß hat es in sich, der tote Slim wird von der geretteten Barbara beweint, ihr Vater wendet sich angewidert von ihr ab. Schon vorher hat er geäussert, dass es wohl besser wäre, wenn sie tot wäre, als sich zu retten, indem sie sich mit einem Gangster eingelassen hat. Mit diesen fiesen Widerhaken ist Robert Aldrich in seinem Element und gibt seiner teilweise überspitzten Gangstersaga einen bleibenden Eindruck. "The Grissom Gang" basiert auf der Novelle "No Orchids for Miss Blandish" von James Hadley Chase.








Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Montag, 14. November 2022

Straßen der Nacht (Hustle)


Regie: Robert Aldrich

Düstere Metropole...

Robert Aldrich drehte auch in den 70er Jahren einige großartige Kinofilme. Sein Western "Kein Gnade für Ulzana" ist inzwischen ein echter Klassiker. Er drehte in dieser Zeit zweimal mit Burt Reynolds. Im Jahr 1974 den unterschätzten "The Longest Yard" - ein Jahr darauf gelang ihm ein vortrefflicher Neo Noir. Neben Reynolds als Polizist beim LAPD wurde Catherine Denueve als seine Freundin verpflichtet. Ein Güücksfall, da die extrem attraktive Blondine bereits in Melville "Un Flic" als Femme Fatale überzeugen konnte. Dort spielte sie die Geliebte des Gangster, die auch eine Affäre mit dem Bullen hat und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Aldrich besetzte sie als exklusvie Luxus-Prostituierte Lieutenant Phil Gaines (Burt Reynolds) und sein Partner Sergeant Louis Belgrave (Paul Winfield) sind seit ewigen Zeiten beim Los Angeles Police Departement und waren mal sowas wie Bullen aus Leidenschaft. Doch das berufliche Burnout ist anch den vielen Jahren kaum zu übersehen, das Privatleben kommt zu kurz und bei ihrem Ermittlungen und Verhören gehen sie auch nicht gerade zimperlich um.
Gaines träumt schon lange von einem besseren Leben, er schwärmt noch immer von seiner Zeit in Rom, wo ihn Chef Santuro (Ernest Borgnine) mal für längere Zeit hinschickte, um mit den europäischen Kollegen einen international agierenden Drogenring zu fassen.
Der Cop ist mit dem französischen Luxus Call Girl Nicole Britton (Catherine Deneuve) liiert, es ist eine sehr offene Beziehung. Der Schritt daraus mehr zu machen als die gemeinsamen Nächte scheuen beide ein bisschen.
Als die Leiche eines junges Mädchens an einem Strand in Los Angeles gefunden wird, wird diese als die junge Prostituierte Gloria Hollinger (Colleen Brennan) identifiziert. Die Gerichtsmedizin stellt eine Überdosis Drogen und eine Menge Sperma fest. Bei ihren Ermittlungen lernen die beiden Cops auch die Eltern Marty (Ben Johnson) und Paula Hollinger (Eileeen Brennan) kennen, mit denen das junge Mädchen brach und kurz darauf im Rotlichtmilieu und in der Pornoindustrie unterzutauchen.
Für die Cops wird sehr schnell klar, dass die junge Frau Selbstmord begangen hat. Mit dieser Erkenntnis will sich vor allem der Vater, ein Koreaveteran, nicht zufrieden geben, er glaubt, dass seine Tochter Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Obwohl der Fall offziell ad acta gelegt wird, interessiert sich Gaines für den schwerreichen und zwielichten Anwalt Leo Sellers (Eddie Albert), der bekannt dafür ist wilde Partys mit minderjährigen Mädchen zu feiern, weil ein Foto mit ihm und dem toten Mädchen existiert.
Darüberhinaus ist Sellers auch ein Kunde von Gaines Herzensdame Nicole....






Robert Aldrich drehte "Straßen der Nacht" im Jahr 1975 nach dem Roman "City of Angels" von Steve Shagan, der sogar das Drehbuch zum Film schrieb. Im Original heisst der Neo-Noir "Hustle" und ist leider filmgeschichtlich etwas unterbewertet.
Denn Aldrich hat hier einen packenden und zynischen Beitrag des 70er Jahre Thrillers gedreht.
Es ist ein Film über gescheiterte Existenzen, die sich versuchen in der Metropole Los Angeles zu behaupten. Dabei haben sie noch Träume, die aber leider von der Realität eingeholt werden und sich auch nie erfüllen werden.
Erstaunlich ist auch die europäische Note, die der Polizeithriller aufweist, man wird etwas an die kühle Ästhetik der Jean Pierre Melville Filme erinnert.






Bewertung: 9 von 10 Punkten.

 

Freitag, 23. Juli 2021

Wiegenlied für eine Leiche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Aldrich

Hollywood Grand Guignol...

Nach dem riesigen Kinoerfolg (9 Millionen Dollar Kasse) von "Was geschah wirklich mit Baby Jane ?" hatte Hollywood Regisseur offensichtlich Spass noch ein weiteres grotesk-triviales Horrorstück im Stil des Grand Guignol zu inszenieren. Und es sollte wieder mit dem herrlich funktionierenden Grusel- Duo Bette Davis und Joan Crawford besetzt werden. Doch die Crawford wurde krank. Es ging aber auch das Gerücht herum, dass sie aus dem Unternehmen ausstieg, weil sie empfand, dass Aldrich Bette Davis bevorzugte. Vivien Leigh und Katharine Hepburn sagten ab - so kam es zur Verpflichtung der großartigen Olivia de Havilland, die es wunderbar beherrscht völlig gütige Charaktere zu spielen (Cousine Melanie in "Gone with the wind oder als Ruth in der Doppelrolle in "Dark Mirror") oder auch das krasse Gegenteil (Terry in "Dark Mirror" - die von Hass und Paranoia zerfressene Zwillingsschwester der gütigen Ruth). In "Wiegenlied für eine Leiche" durfte sie die Cousine der seltsamen und etwas durchgeknallten Bette Davis spielen. Und zwar etwas angelegt wie in Henry Kosters "Meine Cousine Rachel" - dort ist der Zuschauer auch erst mal damit beschäftigt diese Cousine richtig einzuschätzen. Ist sie gekommen um zu helfen oder hat sie etwa finstere Pläne ?
"Wiegenlied für eine Leiche" spielte wieder reichlich Geld ein - mit 8 Millionen Dollar Umsatz schaffte es Robert Aldrich auf Platz 20 der Kinojahrescharts. Und tatsächlich ist der Film beinahe genauso stark wie der Vorgänger - er fällt lediglich beim zweiten Sehen etwas ab, da man dann die vielen Wendungen des Psychothrillers mit fiesem Horroreinschlag bereits kennt. Und es gibt darin nicht nur ein Wiedersehen mit diesen Legenden der Leinwand Bette Davis und Olivia de Havilland.
Auch für die Nebenrollen hat Aldrich ein paar grandiose Kinostars der 40er verpflichtet: Joseph Cotten, Mary Astor, Agnes Moorehead oder Cecil Kellaway.
Ein langes Intro führt den Zuschauer zurück ins Jahr 1927, nach Louisiana. Dort hat sich die Southern Belle Charlotte Hollis (Bette Davis) in den verheirateten John Mayhew (Bruce Dern) verliebt. Die beiden haben vor nach Mexiko zu fliehen, er hat für sie sogar ein Lied "Hush Hush sweet Charlotte" geschrieben. Doch der Vater von Charlotte, der steinreiche und einflussreiche Big Sam Hollis (Victor Buono) erfährt von der untragbaren Liason und zwingt den Liebhaber sich von Charlotte fernzuhalten. Am gleichen Tag findet im Herrenhaus von Hollis ein riesiger Ball statt. John gibt Charlotte im Pavillon den Laufpass und wird später brutal ermordet. Die Hand wird ihm mit einem Schlachtermesser abgetrennt, ausserdem wird er enthauptet. Charlotte erscheint dann im Ballsaal mit einem blutigen Kleid.
37 Jahre später: Die Kinder im Ort machen sich schon seit Jahren einen Spass mit einer Mutprobe. Wer den Mut hat in der Dunkelheit in das Haus zu gehen, der ist ein Held. Ausserdem haben sie schon vor Jahren den Song von Charlottes Liebhaber als Spottlied umgedichtet. Im Ort gilt Charlotte, die nie heiratete, als verschrobene, reizbare und leicht verrückte Einzelgängerin, für die die Zeit stehen geblieben ist. Sie gilt jedoch als harmlos, obwohl sie immer die Hauptverdächtige in diesem bis heute unaufgeklärten Mordfall des Jahres 1927 war. Sie hat nur eine echte Bezugsperson - die Haushälterin Velma (Agnes Moorehead). Gelegentlich schaut der Arzt Dr. Drew Bayliss (Joseph Cotten) vorbei. Oder neuerdings Luke Standish (Wesley Addy), der Sheriff des Orts, denn Charlotte will das alte Anwesen nicht verlassen - obwohl die Räumung schon angesetzt ist. Die schrullige Charlotte wäre wohlhabend genug, um in einem viel schöneren Haus zu wohnen. Doch sie hängt an ihren Erinnerungen fest und glaubt die Räumung wäre ein Komplott von Jewel Mayhew (Mary Astor), der Witwe ihres ehemaligen Lovers. Nur gut, dass vielleicht Hilfe in der Person ihrer Cousine Miriam Deering (Olivia de Havilland) kommt - zumindest setzt Charlotte auf sie. Mit dem Einzug von Miriam mehren sich aber auch mysteriöse und schreckliche Vorkomnisse im Haus. Kann es sein, dass Charlotte nun endgültig den Verstand verliert. Zur gleichen Zeit taucht auch der Versicherungsagent Harry Willis (Cecil Kellaway) in der Stadt auf, der sich für den alten Mordfall besonders interessiert....




Natürlich spielt so ein erlesenes Ensemble mit riesiger Freude. Für Agnes Moorehead als Velma sprang sogar eine Oscar-Nominierung heraus. Nominiert wurde der Film ausserdem für die beste Kamera (Joseph Biroc), Art Directon (Glasgow & Bretton), Beste Kostüme (Norma Koch), bester Schnitt (Michael Luciano), beste Filmmusik (Frank de Vol), ausserdem wurde der Song selbst nominiert. Obwohl der Film viel weniger subtil ans Werk geht wie der Vorgänger. Dort bezieht die Geschichte ihren Horror aus dem Umgang der beiden Schwestern miteinander. In "Wiegenlied für eine Leiche" agiert Bette Davis noch überzogener - aber es funktioniert prächtig. Auch die Geschichte ist viel sadistischer und grob inszeniert. Eine eh schon durchgeknallte reiche Jungfrau soll wirklich verrückt im Sinne von "krank" gemacht werden. Dafür setzen die Übeltäter abgetrennte Körperteile ein, sie spielen nachts auf dem Klavier und rufen mit dem "Hush Hush Sweet Charlotte" ihr potentielles Opfer aus dem Bett. Eine Geschichte um Mord, Chaos und Täuschung. Sehr wendungsreich - wenn man an die vielen heutigen Filme mit den irren Wendungen denkt, dann ist "Wiegenlied für eine Leiche" sogar ein sehr zukunftsweisender Schocker. Für seine Entstehungszeit waren auch die Gruseleffekte recht krass. Aus heutiger Sicht natürlich schon etwas veraltet...aber es ist dennoch ein Vergnügen diesen kranken Südstaatencharakteren bei ihrem perfiden Spiel zuzusehen. Das Ende heißt Mord - aber auch Erlösung durch einen Brief.




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Samstag, 1. August 2020

Der Flug des Phoenix

Regie: Robert Aldrich

Bruchlandung in der Wüste...

Mitte der 60er Jahre konnte Regisseur Robert Aldrich einige gute Kinoerfolge verbuchen. Seine Horrorvarianten mit Bette Davis "Whatever happened to Baby Jane" und "Hush Hush Sweet Carlotte" waren erfolgreich, ebenso auch seine Abenteuerfilme "Der Flug des Phoenix" oder "Das dreckige Dutzend".
In "Flug des Phoenix" wurden viele bekannte Schauspieler verpflichtet. In der Hauptrolle ist James Stewart als alternder Pilot Frank Towns zu sehen. Und der damals 58jährige Hollywoodstar zieht hier noch einmal alle Register seines Könnens und liefert eine seine besten Rollen ab. Mit Golden Globe oder Oscar Nomierungen wurden aber andere belohnt. Ian Bannen wurde für den Oscar als bester Nebendarsteller vorgeschlagen. Hardy Krüger schaffte eine Golden Globe Nominierung.
"Flug des Phoenix" ist ein Klassiker und zeigt seine Qualität, denn mit wenig Action und einem begrenzten Raum, in dem die Geschichte spielt, wurde ein Maximum an Spannung erzeugt.
Dies ist tatsächlich ein Verdienst des hervorragenden Ensembles, denn alle Figuren sind authentisch und wurden gut herausgearbeitet. Sehr schnell fiebert man mit den Männern mit, die mit der zweimotorigen Fairchild C-82 von Dschaghbub nach Benghazi (Libyen) unterwegs sind und durch einen Sandsturm in der Wüste notlanden müssen.
Durch den Aufprall werden zwei Männer (Peter Bravos, William Aldrich) getötet, ein anderer Mann Gabriele (Gabriele Tinit) wird schwer verletzt. Frank Towns (James Stewart), der Pilot erkennt sein eigenen Verschulden, aber auch sein Freund, der Navigator Lew Moran (Richard Attenborough), ein zuviel Alkohol trinkt, hat seine Aufgabe nicht gut erledigt. Weitere Passagiere, die in der Wüste notlanden sind der pflichtbewusste Captain Harris (Peter Finch) und sein aufmüpfiger Untergebener Sergeant Watson (Ronald Fraser), beide Angehörige der britischen Army. Ausserdem der Buchhalter Mr. Standish (Dan Duryea), der geistig kranke Trucker Cobb (Ernest Borgnine), der Mediziner Dr. Renaud (Christian Marquand), der deutsche Heinrich Dorfmann (Hardy Krüger), dazu die Ölarbeiter Ratbags Crow (Ian Bannen), Carlos (Alex Montoya) mit seinem Affen und der Amerikaner Mike Bellamy (George Kennedy). Der Funk funktioniert nicht und die Überlebenden hoffen auf rasche Hilfe. Doch sie sind 200 Meilen vom Kurs abgekommen - das Wasser reicht nur für 10 bis 15 Tage, aber nur wenn sie körperliche Anstrengung vermeiden. Während Captain Harris versucht auf eigene Faust eine Strecke von 150 Meilen bis zur nächsten Oase zu schaffen, täuscht sein Untergebener eine Fußverletzung vor, damit er nicht mitkommen muss. Auch der deutsche Dorfmann hat eine Idee, zumal er Flugzeugingenieur ist. Er glaubt aus den Trümmern ein neues flugtüchtiges Flugzeug bauen zu können. Mit dieser Idee nehmen auch die Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem leicht cholerischen Towns und dem arrogant auftretenden Deutschen zu...




Natürlich ist diese erfolgreiche Arbeit der Männer, die hüngern und Durst haben, schon etwas unrealistisch - aber die straffe und spannende Inszenierung wirkt auf den Zuschauer extrem packend. Die eigentliche Spannung bezieht der Film dadurch, wie die Männer in der Hitze der Sahara miteinander umgehen. Nicht alle werden die Katastrophe überleben - einer verübt Selbstmord, zwei werden von einer Beduinenbande ermordet. 






Bewertung: 9 von 10 Punkten.