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Donnerstag, 16. Juni 2022

Murder, my Sweet


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie:  Edward Dmytryk

Auf der Suche nach Velma Valento...

Filmhistoriker sehen in "Murder my Sweet" einen großen Vertreter der schwarzen Serie. Sein radikaler visueller Stil, die komplexe Erzählform, den dunklen Touch und das Interesse an der Psychologie der Charaktere. Regisseur Dmytryk sah das ganz anders "Wir sahen "Murder my Sweet" nicht als Film Noir, Er war einfach ein Film, der von Anfang bis Ende genau dieser dunklen Stimmung bedurfte". Nichtsdestotrotz erhielt der Streifen bei seinem Stark herausragende Kritiken, die Regie, die Darsteler und auch das Drehbuch mit guten Dialogen wurden hochgelobt.
Statt Humphrey Bogarts kalte und zynische Interpretation, setzte man auf Dick Powell, dieser macht die Sache aber durchaus gut. Ihm zur Seite steht eine der besten Drachenladys des Film Noir: Claire Trevor als Femme Fatale und Millionärsgattin Helen Grayle.
Doch am Anfang steht ein Privatdetektiv Philip Marlowe (Dick Powell) mit einem neuen sonderbaren Fall. Er wird von einem Riesen von Mann angeheuert dessen verschollene Freundin Velma Valento zu finden. Dieser Moose Malloy ( Mike Mazurki) saß jahrelang wegen seinem Liebchen im Knast, irgendwann hat sich die Frau nicht mehr gemeldet und seither ist sie spurlos verschwunden.
Etwa zeitgleich wird Marlow auch von einem gewissen Lindsay Marriot (Douglas Walton) engagiert.  Der Dandy  beauftragt Marlowe, ihn bei der Geldübergabe für den Rückkauf eines gestohlenen Jade Halsbands zu begleiten. Am Ort der Übergabe wird Marlowe niedergeschlagen. Die Spur führt zum Milliardär Grayle (Miles Mander), dessen Frau Helen (Claire Trevor) und Anne (Anne Shirley), Grayles Tochter aus erster Ehe...
 


Sehr schön wie die beiden Fälle langsam und zielsicher in etwas gemeinsames einmünden, aber vorher tappt der Detektiv und auch der Zuschauer im Dunkel. Edward Dmytryk inszenierte den Klassiker 1944. Eine sehr gelungene Neuverfilmung des Stoffes gelang Dick Richards mit "Fahr zur Hölle. Liebling" im Jahr 1975 mit einem ruppigen Robert Mitchum und einer betörend schönen Charlotte Rampling, die der Performance von Claire Trevor sehr nahe kommt.
Der Film basiert auf dem Roman "Farewell my lovely" von Raymond Chandler.

 




Bewertung. 9 von 10 Punkten.

 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Warlock


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Edward Dmytryk

Der Marshall und sein Geschäftspartner...

Ich habe "Warlock" zweimal im TV gesehen und fand ihn damals recht verworren. Die auf DVD vorliegende Version schliesst durch das Hinzufügen vielen kleiner Szenen des Originals die logischen Lücken - da fiel einfach viel Handlung in der deutschen Version der Schere zum Opfer. Insgesamt waren es mehr als 20 Minuten.
Jetzt kommt Edward Dmytryks psychologischer Western viel schlüssiger daher und dies wertet den Film merklich auf. In dieser Langfassung gehört "Warlock" zu den ganz großen Highlights des Genres.
Die Handlung ist sicherlich für einen Western sehr unkonventionell, ja sogar verwegen, wenn man die Rolle des Anthony Quinn bedenkt, den wir erst als Geschäftspartner vom Marshall Henry Fonda wahrnehmen, dann als sein über Leichen gehendesr eifersüchtiger Liebhaber. Obwohl dies natürlich nur in Andeutungen behandlet wird. Aber hier steckt eine verborgene Homokomponente, die dann immer offensichtlicher ausgetragen wird, als der Marshall heiraten und sich in Warlock sesshaft machen möchte. Ab diesem Zeitpunkt wird Tom Morgan, so heißt Anthony Quinn im Film, von einer großen Eifersucht und starken Besessenheit geleitet. Auch sein Objekt der Begierde - der starke Marshall Clay Blaisdell mit seinen Pistolen mit den vergoldeten Griffen setzt die Beziehung zu seinem besten Freund immer in Vergleich mit seiner neuen Eroberung Jessie Marlow, einer Bürgerin des kleinen Grenzortes "Warlock" im Bundesstaat Utah.
Unter diesem Blickwinkel ist es fast ein Vorläufer zu "Brokeback Mountain", denn auch in Warlock läuft diese Sache sehr versteckt ab und nur der Zuschauer erahnt die Tragweite der Beziehung...
Diese innige Männerbeziehung ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte um die Stadt. Dort wird der ehemalige Sheriff eingangs von einer Bande verjagt, die Bürger entscheiden sich dann den berüchtigten Revolverhelden Clay Blaisdell als Marshall zu engagieren. 




Erst im Lauf des Films erhält die dritte grosse Figur - Richard Widmark - klarere Konturen. Er gehört zuerst zu dieser besagten Bande San Pablo Gang, distanziert sich jedoch sehr schnell und kann sich langsam aber sicher von dem Bandenchef Abe McQuoun (Tom Drake) abnabeln, wechselt von den Bösen zu den Guten ins bürgerliche Lager. Es gelingt ihm aber nicht seinen jüngeren Bruder Billy (Frank Gorshin) davon zu überzeugen, die Bande zu verlassen.
War Fonda anfangs der Retter der Stadt und bei allen Bürgern beliebt, so ändert sich hier ebenfalls das Blatt. Der Marshall wird zur Belastung. Ein Mann, der hauptsächlich an seiner eigenen Legendenbildung feilt und sich als überlebensgrosse Ikone selbstherrlich feiern lässt - eine Paraderolle für Henry Fonda.
Zwei Frauen sind die Schlüsselfiguren der Geschichte. Die wohlbehütete brave Bürgerin, die sich in den Marshall verliebt und eine gestrauchelte Tingeltangel-Lady, die plötzlich wieder auftaucht und die wohl mit Clay und auch mit Tom schon mal eine Beziehung gehabt haben muss. Sie möchte sich am Marshall rächen, aber auch sie ändert ihre Ziele und so werden Dorothy Malone und Richard Widmark nicht nur zum Filmpaar, auch zu den wahren Rettern des Städchens. Damit sind zwei ehemals zwiespältige Charaktere am Ende die Helden der Story...am Schluss verlässt der Marshall die Stadt...allein. In der Nacht zuvor erschoss er im Duell einen Menschen, der ihm nicht nur seine schillernde Identität gab...er reitet verbittert davon und nimmt viele Geheimnisse mit sich mit.
Dmytryk hat einen fabelhaften wie einzigartigen Western der Filmwelt hinterlassen.




Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Samstag, 27. Januar 2018

Die Caine war ihr Schicksal

Regie: Edward Dmytryk

Der paranoide Schiffskapitän...

Edward Dmytryks 1954 entstandener Kriegsfilm "Die Caine war ihr Schicksal" gehört zu den großen Verlierern der Oscar-History. Es ist einer dieser Filme, die eine Vielzahl von Nominierungen bekam - am Ende aber keinen einzigen Preis gewinnen konnte.
Weder als bester Film, noch wurde Humphrey Bogart in seiner unvergesslichen Rolle als Captain Queeg prämiert oder Nebendarsteller Tom Tully. Desweiteren war auch in den Kategorien "Bester Ton", "Bester Schnitt", "Beste Musik" und "bestes adaptiertes Drehbuch" erfolglos.
Ein Klassiker wurde der Film auch ohne Oscar-Gewinn. Vor allem ist "Die Caine war ihr Schicksal" ein fabelhafter Ensemblefilm - große Darstellerleistungen nicht nur von Bogart, auch Fred McMurray, Van Johnson, Robert Francis, Tom Tully und Jose Ferrer liefert perfekte Darstellerleistungen ab.
Jahr 1943, während des zweiten Weltkrieges: Der junge Fähnrich Willis Keith (Robert Francis) tritt seinen Dienst auf dem schnellen Mimensuchzerstörer U.S.S. Caine an. Das Kommando wird von Commander DeVriess (Tom Tully) sehr locker geführt, das Resultat davon ist eine eher verwahrlostes Schiff.
Willie schliesst Freundschaft mit dem etwas zynischen Lieutenant Tom Keefer (Fred McMurray) und dem ersten Offizier Stephen Maryk (Van Johnson). Bald ist es aber mit dem lockeren Kriegsalltag vorbei, denn die Caine erhält mit dem strengen Leutnant Philip Francis Queeg (Hujmphrey Bogart) neuen neuen Kommandanten, der das krasse Gegenteil seines Vorgängers ist. Sehr schnell intrigiert Tom gegen den neuen Vorgesetzten und sieht dessen hartes Regiment als beinahe schon paranoid, weil dieser extrem auf Vorschriften herumreitet. Maryk verteidigt das irrationale Verhalten vorerst. Keith dagegen ist zuerst von der Strenge des neuen Kommandanten recht angetan.
Doch die Lage spitzt sich bald zu. Queeg drangsaliert immer mehr die Mannschaft und es sieht beinahe so aus als würde er gegen seine Männer agieren. Als die Caine in einen Taifun steuert, kommt es aufgrund der zweifelhafen Befehle zur Meuterei, Queeg wird von Maryk und den anderen Offizieren des Kommandos enthoben.
Nach der Rückkehr müssen sich die Männer vor einem Kriegsgericht wegen der Meuterei verantworten. Lieutenant Barney Greenwald (Jose Ferrer) verteidigt die Angeklagten...




"Die Caine war ihr Schicksal" ist ein Kriegsfilm von Edward Dmytryk aus dem Jahr 1954, es ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Herman Wouk.
Ganz stark sind die Schauspielerleistungen des gesamten Ensembles, allem voran Humphrey Bogart als paranoider Queeg oder Fred McMurray als doppelzüngiger Intrigant.
Der Film sollte auch die Karriere des hoffnungsvollen Jungstars Robert Francis fördern, aber leider verstarb der Schauspieler im Alter von 25 Jahren ein Jahr später bei einem Flugzeugabsturz.




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Samstag, 6. Januar 2018

Die 27. Etage







































Regie: Edward Dmytryk

Fata Morgana...

"Die 27. Etage" ist einer dieser sehr interessanten 60er Jahre Thriller, die irgendwie im Lauf der Zeit ein bisschen in Vergessenheit gerieten und es daher immer wieder Freude macht, wenn der eine oder andere dieser Thriller auf einer deutschsprachigen DVD erscheint. Er gehört in die Riege der besten Hitchcock Filme, die Hitchcock nie gemacht hat und befindet sich in bester Gesellschaft mit Stanley Donens "Charade", "Arabesque", es gibt aber auch Ählichkeiten im Stil mit Filmen wie "Der letzte Zug" von Blake Edwards oder Otto Premingers großartigem "Bunny Lake ist verschwunden" (leider immer noch noch auf DVD erschienen). Inszeniert wurde der Amnesie Schocker von Altmeister Edward Dmytryk. Als Hauptdarsteller agiert Gregory Peck, der ja schon in Hitchcocks Klassiker "Spellbound" das gleiche Problem hatte - nur hatte ihm Hitch da mit Ingrid Bergman eine großartige Gehilfin zur Lösung zur Seite gestellt, hier bei Dmytryk muss Peck wird Peck mit seinen Gedächtnislücken weitestgehend allein gelassen.
In Unidyne Wolkenkratzer in Manhattan, New York kommt es vorübergehend zu einem Stromausfall. Alles ist dunkel, so auch in der 27. Etage, wo sich Büroräume befinden und dort sehen wir ihn auch zum ersten Mal. Den unglücklichen Helden der Geschichte, ein gewisser David Stillwell (Gregory Peck), er begegnet dort zwei jungen Frauen, die ihn ziemlich nett finden und einem Bekannten (Kevin McCarthy), der wohl sein Arbeitskolllege zu sein scheint. Mit einer Frau (Diane Baker), die sich als Sheila vorstellt und die ihn auch zuerst zu kennen glaubt "Sind sie nicht...sie sind es doch oder ?" läuft er das unbeleichtete Treppenhaus hinunter, als es immer heller wird erkennt die Frau ihn genau. Doch wir als Zuschauer bemerken langsam von seinem Black out, er scheint sich nicht sicher zu sein, wer er ist.
Die Frau ärgert sich aber, dass er ihr nicht die Wahrheit sagte und rennt davon... er folgt ihr bis in das vierte Untergeschoss, doch vergeblich. Beim Verlassen des Gebäudes bemerkt er eine Menschenansammlung um die Leiche eines Mannes, der offenbar aus dem Fenster des Gebäudes gefallen ist. Stillwell kehrt zum Treppenhaus zurück und stellt überrascht fest, dass nur ein Kellergeschoss existiert. Was geht da mit mir vor ?  Einige Zeit später in der U-Bahn erfährt er über eine Zeitungsmeldung, dass ein gewisser Charles Calvin im Hauptsitz des Unidyne Buildings Selbstmord begangen haben soll, indem er aus dem Fenster sprang. Nur seltsam, dass er später vor seiner Wohnung von einem Unbekannten mit der Waffe bedroht wird....



So die Anfangskonstellation zu einem sehr spannenden Old School Thriller, der erst zum Schluß sein Puzzle aufklärt. Gregory Peck ist einmal mehr ein optimaler Hauptdarsteller für seinen Mann mit dem Riesen Identitätisproblem. Der Film über Täuschung und Wahrheit ist bis zum Schluß trotz wenig Action sehr fesselnd. 




Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Mittwoch, 23. August 2017

Im Kreuzfeuer







































Regie: Edward Dmytryk

Judenhass in der Armee...

"Crossfire" so der Originaltitel ist eine Produktion der RKO Pictures aus dem Jahre 1947 und musste mit einem geringen Budget von 250.000 US-Dollar auskommen. In dem dem Film zu Grunde liegenden Roman "The Brick Foxhole" von Richard Brooks, der sich auch als Regisseur einen Namen gemacht hat, wurde die Diskriminierung Homosexueller angeprangert, diese für die 40er Jahre extrem brisante  Story wollte Regisseur Dmytryk auch durchsetzen, aber zur damaligen Zeit war dies ein zu gewagtes Tabuthema und durch den Hays Code sogar verboten (es sei denn man war so geschickt solche Themen verschlüsselt anzuspielen). So griff Drehbuchautor John Paxton auf den Antisemitismus zurück, ein fast ebenso brisantes Thema zur damaligen zeit. Die Dreharbeiten dauerten kurze 20 Tage, weil Regisseur Dmytryk auf Ausleuchtung des Sets verzichtete - man wollte auf alle Fälle vor dem thematisch ähnlichen Kazan Film "Tabu der Gerechten" an der Kinokasse starten.Bei der Oscarverleihung hatte zwar der Film von Elia Kazan mit 8 Nominierungen, die zu 3 Trophäen führte, die Nase vorn. Dennoch ist Edward Dmytryks "Crossfire" bis heute ein Kultfilm des Film Noir geblieben und der Film ist auch heute noch aufgrund seiner dichten Erzählweise und den atmosphärischen, düsteren Bildern enorm spannend und packend.
Fünfmal wurde der Film für den Oscar nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch sowie Robert Ryan und Gloria Grahame als beste Nebendarsteller. Leider konnte der Film in keiner Kategorie siegen.
In den 70er Jahren auch von einem deutschen Publikum entdeckt. Der deutsche Zuschauer kam durch das ZDF erstmalig in den Genuss des Films, er feierte 1973 auf diesem Sender seine deutsche Erstaufführung.
Seither hat der politisch motivierte Film im Noir Stil bei den Cineasten einen hohen Stellenwert als  Geheimtipp.





Zur Handlung: Kurz nach dem 2. Weltkrieg in Washington: Es ist schwer für die Soldaten sich wieder an das normale Leben zu gewöhnen, die Männer haben massive Eingliederungsschwierigkeiten. Drei Soldaten, Sergeant Montgomery (Robert Ryan), Corporal Mitchell (George Cooper) und Floyd Bowers (Steve Brodie) sitzen an der Bar und haben schon etwas zuviel Alkohol intus - ein weiterer junger Soldat namens Leroy (William Phipps) kommt dazu und wird von Montgomery gekränkt. Sie machen Bekanntschaft mit einen Gast. Dieser Joseph Samuel (Sam Levene) ist Jude und hat seine Freundin (Marlo Dwyer) dabei. Sie unterhalten sich angeregt. Corporal Mitchell setzt sich dann etwas abseits, wo er sich besser mit Mr. Samuel unterhalten kann. Wenig später verziehen sich die beiden in Samuels Hotelzimmer, Montgormery und Bowers folgen ihnen einige Minuten später. Wenig später wird Samuel in seinem Appartment tot aufgefunden. Er ist erschlagen worden.
Captain Finleys (Robert Young) wird mit dem Mordfall betraut und sucht mit Hilfe des Armee-Seargants Keeley (Robert Mitchum) den Mörder. Es sieht zuerst so aus, dass der etwas depressive Mitchell der Täter sein könnte. Von seiner Frau Mary (Jacqueline White) hat er sich durch den langen Krieg entfremdet. Keeley kann sich nicht vorstellen, dass sein Freund Mitchell der Mörder ist. Er tippt eher auf Montgomery, der sehr schnell aufbrausend reagiert. Auch in den Verhören mit Finley gibt er Aussagen wie "reicher Judenbengel" von sich. Doch Montgomery hat ein Alibi und Mitchell ist verschwunden. Betrunken hat dieser Kontakt zu dem Barmädchen Ginny Tremaie (Gloria Grahame). Die gibt ihm sogar den Schlüssel zu ihrem Appartement - er soll den Rausch ausschlafen und warten bis sie um Mitternacht nach Hause kommt. Irgendwann in der Nacht wacht Mitchell auf. Es klingelt und ein seltsamer Mann (Paul Kelly) gibt sich als Ehemann von Ginni zu erkennen. Er verlässt die Wohnung und ahnt nicht, dass bereits nach ihm gefahndet wird.
Die brisante Thematik - Judenhass in der US-Armee - verhalf dem Regisseur Edward Dmytryk zu einem Platz auf der Schwarzen Liste des Kommunistenjägers McCarthy. "Crossfire" ist herausragender Krimi des klassischen Hollywoods mit einem klasse Schauspielerensemble, vor allem Robert Ryan und Gloria Grahame setzen Glanzpunkte. In einer kleinen Nebenrolle ist der spätere Old Shatterhand und Tarzan Darsteller Lex Barker zu sehen.
Noch vor seinem Welterfolg "Die Caine war ihr Schicksal" und dem ungewöhnlichen "Warlock" ist sicherlich "Crossfire" (deutscher Titel: Im Kreuzfeuer)  sicherlich Dmytryks bester Film. Das meiste spielt sich in schummrigen Bars, in dunklen Hotelzimmern, in dunklen Wohnungen und dunklen Straßen statt. Hauptakteure sind diesmal die G.I.s, die vom Krieg heimgekommen sind mit teilweise traumatischen Erlebnissen.





 Bewertung: 10 von 10 Punkten.