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Donnerstag, 25. Juli 2024

Caddyshack


Regie: Harold Ramis

Neues vom Golfplatz...

"Caddyshack" ist eine Komödie von Harold Ramis, der sich im Laufe seiner Filmkarriere als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur einen Namen machte. Sein bekanntester und bester Film ist sicherlich "Groundhog Day" aus dem Jahr 1993, der die Magie und den Zauber der klassischen Frank Capra Filme vermitteln kann. Für "Caddyshack" schrieb er auch das Drehbuch und landete mit 60 Millionen Dollar Kasse einen Kinohit. Der Film selbst verzichtet auf eine markante Handlung, sondern greift Episoden des Bushwood Country Clubs, einem rennomierten Golfplatz, auf.
Danny Noonan (Michael O´Keefe) ist ein Highschool-Schüler in diesem Ort in Nebraska. Er stammt aus einer großen irisch-katholischen Familie und arbeitet als Caddy im Bushwood Country Club, um Geld für sein Studium zu verdienen. Danny ist Caddy für Ty Webb (Chevey Chase), einem schelmischen Lebenskünstler und Sohn eines der Mitbegründer von Bushwood. Danny versucht, sich bei Richter Elihu Smails (Ted Knight), dem Mitbegründer des Country Clubs und Leiter des Caddy-Stipendienprogramms, einzuschmeicheln, indem er für ihn nur allzu gerne die Schlägertasche trägt. Unterdessen jagt Carl Spackler (Bill Murray), ein psychisch instabiler Hilfsgärtner, eine potenziell zerstörerische Taschenratte, von dem Smails berichtet hat. Spackler versucht, das äusserst kluge Tier mit einem Gewehr und einem Hochdruckschlauch zu töten, scheitert jedoch. Al Czervik (Rodney Dangerfield), ein lauter und freigeistiger neureicher Golfer und erfolgreicher Immobilienentwickler, besucht den Club als Gast und fällt sofort durch seine Überheblichkeit und maßlose Frechheit auf. Czervik bietet lautstark eine Wette an, lenkt Smails beim Abschlag ab und führt dazu, dass sein Schuss daneben geht. Später, gelangweilt vom langsamen Spiel, setzt Czervik erneut mit Smails. Smails ist wütend, weil er die Wette verloren hat, und wirft wütend seinen Putter, wodurch eine ältere Frau verletzt wird. Danny nimmt die Schuld für den Vorfall auf sich, um Smails zu beeindrucken. Smails ermutigt ihn, sich für das Caddy-Stipendium zu bewerben. Bei Bushwoods jährlichem Bankett am 4. Juli arbeiten Danny und seine Freundin Maggie (Sarah Holcomb) als Kellner. Czervik schikaniert weiterhin Smails und die älteren Clubmitglieder, während er die Jüngeren unterhält und sich mit ihnen anfreundet, ebenso wie das Personal, dem er stets großzügige Trinkgelder gibt. Danny fühlt sich auch noch zu Smails‘ promiskuitiver Nichte Lacey Underall (Cindy Morgan)  hingezogen, die den Sommer über zu Besuch ist und den Club besucht. Später gewinnt Danny das Caddy Day-Golfturnier und das Stipendium, was ihm eine Einladung von Smails einbringt, an der Taufe seines Bootes im nahegelegenen Rolling Lakes Yacht Club teilzunehmen. Und auch bei dieser Veranstaltung reagiert das Chaos im höchsten Maße...







Die feine Lebensart der Reichen und Einflussreichen wird stark auf die Schippe genommen. Ramis kreuzt seinen chaotischen Blick auf einen exklusiven Golfclub mit den Elementen des Jugendfilms. So fungiert Michael O´Keefe als eigentliche Hauptfigur. Eine gute Rolle für den Nachwuchsdarsteller, der bereits kurz zuvor sein Talent in "The Great Santini" an der Seite von Robert Duvall unter Beweis stellen konnte und für diese Leistung auch mit einer Oscar und Golden Globe Nominierung belohnt wurde.









Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Montag, 20. Mai 2024

Und täglich grüßt das Murmeltier


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Harold Ramis

Ein neuer Morgen in Punxsutawney...

Möglicherweise ist "die Komödie" die Königsdisziplin unter den Filmgenres, weil nichts schwieriger erscheint, als die Leute richtig zum Lachen zu bringen. Das wussten bereits die Stummfilmstars Stan Laurel und Oliver Hardy, Charlie Chaplin, Harold Lloyd oder Buster Keaton. In den 30er Jahren oder frühen 40er Jahre amüsierten sich die Kinogänger über gut gelungene Screwballcomedys wie "Leoparden küsst man nicht" von Howard Hawks oder "Die Falschspielerin" von Preston Sturges. Es war auch die große Zeit von Ernst Lubitsch und Frank Capra. Dessen Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" wurde zum ultimativen Muss für die Festtage. Im nächsten Jahrzehnt etablierte sich vor allem Billy Wilder als großer Spezialist für herrliche Komödie wie "Manche mögens heiß" oder "Das Appartment.
Harold Ramis 1993 entstandener Winterfilm "Und täglich grüßt das Murmeltier" lässt tatsächlich den Geist von Frank Capra wieder auferstehen. Der Film spielte insgesamt 105 Millionen Dollar an der Kinokasse ein, was ihn zu einem der umsatzstärksten Filme des Jahres machte.
In den Jahren seit seiner Veröffentlichung hat der Film an Ansehen gewonnen; Er wird oft als einer der größten Filme der 90er Jahre und als eine der größten Komödien aller Zeiten angesehen. Es hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Populärkultur: Der Begriff "Groundhog Day“, der eine eintönige, unangenehme und sich wiederholende Situation bedeutet, ist Teil des englischen Lexikons geworden. Buddhistische, christliche und jüdische Gelehrte haben den Film als religiöse Allegorie analysiert. Murmeltier-Tag wird auch zugeschrieben, dass er die allgemeine Akzeptanz von Comedy-Filmen mit Fantasy-Genre-Elementen eingeläutet hat. Nicht zuletzt erfreut sich der Zuschauer an der Verwandlung eines egozentrischen Zynikers in einen guten Menschen, der es verdient glücklich zu sein. Dafür muss er aber diesen Murmeltiertag ab morgens 6 Uhr immer wieder von Neuem erleben, bis er selbst auf den Trichter kommt, denn das Ziel heißt "Nutze den Tag" und zwar mit viel Liebe, Freude, Hilfsbereitschaft und Empathie. 
Am 1. Februar versichert der Fernsehwettermann Phil Connors (Bill Murray in seiner besten Rolle) seinen Zuschauern in Pittsburgh, dass ein herannahender Schneesturm die Heimat West-Pennsylvania verfehlen wird. Zusammen mit seiner neuen Produzentin Rita Hanson (Andie McDowell) und Kameramann Larry (Chris Elliot) reist Phil nach Punxsutawney für seine jährliche Berichterstattung über die Feierlichkeiten zum Murmeltier-Tag. Er macht keinen Hehl aus seiner Verachtung für den Auftrag, die Kleinstadt und die dort lebenden Hinterwäldler und versichert, dass er bald seinen gut dotierten Job verlassen werde, um sich einem neuen noch lukrativerem Job zu widmen.
Am 2. Februar erwacht Phil im Cherry Street Inn zu Sonny & Chers "I Got You Babe“, das im Radiowecker läuft. Er berichtet halbherzig über das Murmeltier Punxsutawney Phil und die Feierlichkeiten. Entgegen seiner Vorhersage wird die Gegend von einem Schneesturm heimgesucht, der jede Reise aus Punxsutawney unmöglich macht, und obwohl er verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, die Gegend zu verlassen, ist er gezwungen, die Nacht in der Stadt zu verbringen. Am nächsten Morgen erwacht Phil erneut zu „I Got You Babe“ und dem gleichen DJ-Geplänkel im Radio in seinem Zimmer im Cherry Street Inn. Phil erlebt, dass sich die Ereignisse des Vortages genau wiederholen und glaubt, ein Déjà-vu zu erleben. Er versucht erneut erfolglos, die Stadt zu verlassen und zieht sich ins Bett zurück. Als er aufwacht, ist es wieder der 2. Februar. Phil wird allmählich klar, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist, von der sonst niemand etwas mitbekommt. Er vertraut Rita seine Situation an, die ihn an einen Neurologen weiterleitet, der ihn wiederum an einen Psychologen weiterleitet. keiner kann seine Erfahrungen erklären. Phil betrinkt sich mit den Einheimischen Gus und Ralph und führt die Polizei dann auf eine rasante Verfolgungsjagd, bevor er verhaftet und eingesperrt wird. Doch das ist erst der Anfang einer Odyssee, bei dem am Ende die Umkehr und bekehrung eines eigenbrötlerischen und egoistischen Menschenfeindes steht....





Leider hat die Oscar Academy den herrlichen Film komplett ignoriert. Immerhin konnten die Drehbuchschreiber Danny Rubin und Harold Ramis für ihre Leistung den BAFTA Award gewinnen.
Jährlich am 2. Februar wird in der Kleinstadt Punxsutawney der Murmeltiertag gefeiert, an dem ein Waldmurmeltier den Fortgang des Winters prophezeien soll. Der Legende nach bleibt es in der Region noch mindestens sechs Wochen harter Winter, wenn das Murmeltier namens Phil bei seinem ersten Ausblick aus seinem Bau seinen eigenen Schatten sieht. Sieht es seinen Schatten nicht, beginnt der Frühling. Dieser Brauch ist mit dem Siebneschläfertag vergleichbar. Jedes Jahr zieht dieses Ereignis tausende Besucher in die Kleinstadt, die dabei sein wollen, wenn Phil durch Stockschläge auf die Behausung geweckt und aus seinem Bau gezwungen wird. Die seit 1887 festgehaltenen Vorhersagen stimmten bisher in 39 % der Jahre mit der Wirklichkeit überein.






Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.