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Sonntag, 19. Mai 2024

Der Elefantenmensch



Regie: David Lynch

Die tragische Geschichte des John Merrick...

Nach seinem verstörenden Filmdebüt "Eraserhead" bot sich Regisseur David Lynch durch das Angebot in "Der Elefantenmensch" Regie zu führen die Gelegenheit im Mainstreamkino etwas bekannter zu werden. Er nahm das Angebot an, weil er keine größeren Kompromisse machen musste. Tatsächlich wurde der Film über die Lebensgeschichte des deformierten Joseph Carey Merrick (5. August 1862 bis 11. April 1890) ein großer Erfolg. Alleine in den USA spielte das Filmdrama 26 Millionen Dollar ein. Josepph Merrick wurde im Viktorianischen Zeitalter wegen seines schrecklichen Aussehens berühmt, man gab ihm den Namen "Der Elefantenmensch". Er litt sowohl körperlich wie seelisch unter schweren Deformationen seines Körpers, die seine Gestalt und sein Gesicht völlig entstellten. Er galt im viktorianischen Zeitalter als schlimmstes Beispiel für die krankhafte Deformierung des menschlichen Gesichts.
Joseph Merrick konnte aufgrund einer Kyphoskoliose nur im Hocken schlafen. Am Todestag wurde Joseph Merrick allerdings in seinem Bett auf dem Rücken liegend aufgefunden, was er normalerweise immer vermieden hatte. Durch seine Deformierungen bestand die Gefahr, dass sein recht schwerer Kopf nach hinten in die Schlafunterlage einsinken und dabei die Luftröhre überstrecken und abdrücken würde. Und genau dieses muss wohl ursächlich für den Tod gewesen – ob nun mit Absicht oder unabsichtlich herbeigeführt, kann man nicht beantworten. Der film entstand 1980 und wurde von Mel Brooks produziert . Der Film beginnt damit, dass wilde afrikanische Elefanten Merricks Mutter auf einer unbekannten afrikanischen Insel niederstrecken, gefolgt vom Weinen eines Babys im Rauch. Frederick Treves (Anthony Hopkins), ein Chirurg am London Hospital, findet John Merrick (John Hurt) in einer viktorianischen Freakshow im Londoner East End, wo er von Mr. Bytes (Freddie Francis), dem brutalen Zirkusdirektor, festgehalten wird. Sein Kopf trägt eine Kapuze, und sein "Besitzer“, der ihn als geistig behindert ansieht, wird von Treves dafür bezahlt, ihn zur Untersuchung ins Krankenhaus zu bringen. Zum Glück für den armen Menschen, denn er wird von seinem "Besitzer" körperlich gezüchtigt, vor den Augen seines kleinen Helfers, eines Waisenjüngen (Dexter Fletchers), der ebenfalls für ihn arbeitet. Treves stellt Merrick seinen Kollegen vor und hebt seinen deformierten Schädel hervor, der ihn dazu zwingt, mit dem Kopf auf den Knien zu schlafen, denn wenn er sich hinlegen würde, würde er ersticken. Bei Merricks Rückkehr wird er von Bytes erneut so schwer geschlagen, dass er Treves um medizinische Hilfe rufen muss. Treves bringt ihn zurück ins Krankenhaus. Merrick wird von der Oberschwester des Krankenhauses, Mrs. Mothershead (Wendy Hiller), betreut, da die anderen Krankenschwestern zu viel Angst vor ihm haben. Herr Carr Gomm (John Gielgud), der Leiter des Krankenhauses, ist gegen die Unterbringung von Merrick, da das Krankenhaus keine "Unheilbaren“ aufnimmt. Um zu beweisen, dass Merrick Fortschritte machen kann, bringt Treves ihm bei, ein paar Konversationssätze und einen Teil des 23. Psalms zu sagen. Carr Gomm durchschaut diese List, aber als er geht, beginnt Merrick, den gesamten Psalm zu rezitieren. Merrick erzählt den Ärzten, dass er lesen kann und den 23. Psalm auswendig gelernt hat, weil er sein Lieblingspsalm ist. Carr Gomm erlaubt ihm zu bleiben, und Merrick verbringt seine Zeit damit, Gespräche mit Treves zu üben und ein Modell einer Kathedrale zu bauen, die er von seinem Fenster aus sehen kann. Merrick trinkt Tee mit Treves und seiner Frau (Hannah Gordon) und ist von ihrer Freundlichkeit so überwältigt, dass er ihnen das Bild seiner Mutter zeigt. Er glaubt, dass er für seine Mutter eine "Enttäuschung“ gewesen sein muss, hofft aber, dass sie stolz wäre, ihn mit seinen jetzigen Freunden zu sehen. Merrick beginnt, Gäste aus besseren Hause in seinen Zimmern zu empfangen, darunter die Schauspielerin Madge Kendal (Anne Bancroft). So wird Merrick wird zum Objekt der Neugier der High Society  und Mrs. Mothershead äußert Bedenken, dass er immer noch als Freak zur Schau gestellt wird. Treves beginnt, die Moral seines eigenen Handelns in Frage zu stellen. Unterdessen beginnt ein Nachtportier namens Jim (Michael Elphick), Tickets an Einheimische zu verkaufen, die nachts kommen, um das Monster zu bestaunen...







Der berühmte Kameramann Freddie Francis war für die Cinematographie in Schwarz-Weiss zuständig. Gleichzeitig übernahm er auch die Rolle des des aggressiven Schaustellers Bytes. Im Jahr 1980 bekam Lynchs zugänglichster Film insgesamt 8 Nominierungen (bester Film, bester Hauptdarsteller John Hurt, Ausstattung, Kostüme, Regie, Schnitt, Musik und adaptiertes Drehbuch) - die gleiche Anzahl bekam auch Martin Scorseses - ebenfalls in Schwarz-weiß gefilmtes Boxer-Biopic "Wie ein Wilder Stier". Immerhin zwei Oscars fielen für Martin Scorseses Film ab, doch Lynchs Film ging leer aus.
Als die Academy of Motion Picture Arts and Sciences damals ihre Nominierungen bekannt gab, waren Branchenexperten entsetzt darüber, dass der Film nicht für seine Make-up-Effekte (Christopher Tucker) geehrt werden sollte. An den Gouverneursrat der Akademie wurde ein Protestbrief geschickt, in dem um die Verleihung eines Ehrenpreises für den Film gebeten wurde. Die Akademie lehnte ab, doch als Reaktion auf den Aufschrei beschloss man, den Visagisten eine eigene Kategorie zu geben. Ein Jahr später wurde der Oscar für das beste Make-up mit „An American Werewolf in London" als erstem Preisträger verliehen. An manchen Stellen wirkt der Film vielleicht etwas sentimental, vielleicht sogar etwas unglaubwürdig, wenn Merrick beispielsweise Bibelzitate auswendig aufsagen kann - möglicherweise ein Einfall der Macher den tragischen Titelhelden als Schöngeist zu präsentieren, was er vermutlich gar nicht war. Dennoch ist Lynch ein faszinierender Film über das Leid eines Aussenseiters gelungen, der möglicherweise am Ende seine selbst Erlösung beschließt.







Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Samstag, 2. Dezember 2017

Twin Peaks - Fire walk with me







































Regie: David Lynch

Die letzten 7 Tage im Leben der Laura Palmer...

Anfang der 90er Jahre sorgte David Lynch auch beim Fernsehpublikum für Furore, denn seine Krimiserie, die er gemeinsam mit Autor Mark Frost schuf, wurde sehr schnell zum Kultobjekt.
In der Serie geht es um die Aufklärung des Mordes an der Schülerin Laura Palmer (Sheryl Lee), Chef der Ermittlungen ist der hellsichtige FBI-Agent Dale Cooper (Kyle McLachlan), der unter der Oberfläche des kleinen Örtchens Twin Peaks einen Sumpf von Gewalt und Abartigkeiten aufdecken muss. 1992 folgte mit "Twin Peaks - Der Film" (Original: Fire walk with me) das Prequel zur Serie.
Wie gewohnt präsentiert David Lynch einen surrealen und extrem verstörenden Genremix aus Mystery und Horror.
Schauplatz des Geschehens ist wieder ein kleines amerikanisches Nest, diesmal heisst es Deer Meadow, hier wird die Leiche der jungen Prostituierten Teresa Banks (Pamela Gidley) aufgefunden.
Der schwerhörige FBI-Chief Gordon Cole (David Lynch) beauftragt seine besten Männer den Fall zu lösen. Ein "Blaue Rose" Fall ist das Spezialgebiet von Detective Chester Desmond (Chris Isaak), ihm zur Seite steht der junge Forsenik Experte Sam Stanley (Kiefer Sutherland). Die beiden erfahren. dass der örtliche Sheriff den Fall vertuschen will, da er etwas zu verbergen hat. In der Tat werden die beiden auch schon vom Hilfssheriff feindselig empfangen.
Desmond verschwindet sogar spurlos. Ein Jahr später nimmt der Zuschauer teil an den letzten 7 Tagen im Leben der jungen Laura Palmer, die als Vorzeigetochter für ihren Dad Leland (Ray Wise) und Mom Sarah (Grace Zabriskie), beidesamt Vorzeigeeltern, gilt.
Doch der Schein trügt. Lauras Freund James Hurley (James Marshall) hat Angst um seine große Liebe, denn die scheint mittendrin zu stecken in den dunkelsten Exzessen aus Drogen, Sex und Prostitution.
Auch Lauras Freundin Shelly Johnson (Mädchen Annick) erkennt zunehend den Strudel des Bösen, den Laura umgibt.
Drogenlieferant ist der junge rebellische Bobby Briggs (Dana Ashbrook), der ebenfalls ein Verhältnis mit Laura hat. Laura selbst wird immer wieder von Alpträumen heimgesucht, indem sie von einem bösen Mann namens Bob (Frank Silva) in den Nächten vergewaltigt wird.
Ausserdem scheint auch noch eine andere Dimension zu existieren, wo ein Zwerg (Michael J. Anderson), eine Oma (Frances Bay) und ihr Enkel (Austin Jack Lynch) auftauchen....



Zweifelsohne ist auch die Vorgeschichte im Mordfall Laura Palmer äusserst bizarr konzipiert, auch wenn im Film das Rätsel gelöst wird, wer der Mörder Lauras war. Darüberhinaus schuf Lynch auch noch eine perfide Aufbereitung zum Thema sexueller Mißbrauch, bei dem manchem Zuschauer sichrlich der Atem stockt.
Der Film kam bei Kritik und Publikum nicht so gut weg wie die Serie und Lynchs sonstige Werke, die ähnlich strukturiert sind.
Schade, denn "Fire walk with me" ist ein faszinierender Film über den amerikanischen Alptraum und braucht sich qualitativ nicht hinter Lynch anerkannten Meisterwerken wie "Blue Velvet", "Lost Highway" oder "Mullholland Drive" zu verstecken.
Bizarr, verstörend, surreal...hinzu kommt noch durch die schrägen Vögel beim FBI eine amüsante, skurrile Note, die zusätzlich die Eigenständigkeit des Filmemachers beweist. Ein schamlos unterschätztes Meisterwerk des 90er Jahre Kinos.





Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Mittwoch, 27. September 2017

Lost Highway







































Regie: David Lynch

RocknRoll, Video, Sex and Crime...

Einer der besten fünf Filme der 80er Jahre führte den Zuschauer in die friedliche Kleinstadt Lumberton, dort wo viele Blumen vor den strahlend weißen Gartenzäunen wachsen und der Feuerwehrmann den Bewohnern winkt, wenn er mit seinem Feuerwehrwagen vorbeifährt.
Doch unter der Obefläche des idyllischen Örtchen brodelt es gewaltig, es herrschen Gewalt, Sadomasochismus und Korruption. Dort findet der Collegestudent Jeffrey Beaumont auf der Wiese ein abgeschnittes Menschenohr und seit diesem Moment hat es Filmemacher David Lynch erreicht, seine Zuschauer immer auf eine perfide und verstörende Höllenfahrt mitzunehmen, egal ob seine Helden nun Sailor und Lula oder Laura Palmer heissen.
"Lost Highway" aus dem Jahr 1992 ist vielleicht eine Quintessenz seiner Filme "Blue Velvet", "Wild at Heart" und "Fire walk with me" und ist vielleicht sogar sein bester Film überhaupt.
Es ist viele seiner Themen sichtbar: Zum einen ein böser amerikanischer Traum, mit einer guten Portion RocknRoll angereichert, das Mysterium natürlich, das lauernde Böse oder aber auch die perfekte Modernisierung des Film Noir in unsere heutige Zeit.
Der Film teilt sich in 2 große Teile und einen kleineren zusammenfügenden Schlußakkord am Ende auf, was bleibt ist das Rätsel und die verstörende Element.
Der Tenorsaxofonist Fred Madison (Bill Pullmann) sitzt gedankenversunken in seiner Wohnung, als es an der Haustür klingelt und eine Stimme ihm die Nachricht "Dick Laurent ist tot" überbringt. Am Tag danach findet seine Frau Renee (Patricia Arquette) ein anonymes Päckchen vor der Haustür, darin befindet sich eine Videocassette.
Als die beiden sich die Cassette anschauen, befindet sich lediglich eine Aussenaufnahme ihres Hauses darauf. Sie können sich keinen Reim darauf machen. Doch es kommt noch schlimmer. Die ohnehin angespannte Beziehung wird noch zusätzlich belastet, weil Fred einen sehr seltsamen mysteriösen Mann (Robert Blake) auf einer Party kennenlernt.
Teil Zwei geschieht durch eine Verwandlung, die aus Fred den jungen Automechaniker Pete Raymond (Balthazar Getty) macht.
Dieser findet in dem Gangsterboss Mr. Eddy (Robert Loggia) einen Gönner, doch als er dessen schöne blonde Freundin Alice Wakefield (ebenfalls Patricia Arquette) kennenlernt, spielen die Hormone verrückt und er verliebt sich in das Liebchen des Gangsters.
Damit mündet die Geschichte in einen lupenreinen Film Noir mit einer unberechenbaren Femme Fatale...





Das rätselhafte Meisterwerk lässt viel Interpretationsmöglichkeiten zu, seine große Stärke ist aber die brilliante und wuchtige Bildsprache mit viel Surrealismus, die vor allem die Emotion weckt auf ein Szenario, dass gar nicht alle Geheimnisse preisgeben soll. In seinem Mysterium liegt auch die große Kraft, die den Film zu einem der wichtigsten amerikanischen Movies der 90er macht





Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Donnerstag, 14. September 2017

Mullholland Drive

Regie: David Lynch

Eine andere Hollywood Story...

Wie gewohnt serviert David Lynch auch in seinem 2001 entstandenen "Mulholland Drive" seine bekannten Themen, der amerikanische Alptraum ist diesmal allerdings nicht in der Kleinstadt zu finden, sondern in der Traumfabrik.
Daher ist das Mysterium diesmal auch ziemlich glamurös verpackt und lange Zeit ist es auch der zugägnlichste Film von Lynch. Dem allerdings wird spätestens eine halbe Stunde vor Schluß ein jähes Ende gesetzt, wenn Figuren, Stimmungen, Schauplätze und zuvor aufgebaute Leitmotive plötzlich ihre Bedeutung ändern. Diese Irritation sorgte dann auch dafür, Raum für ganz viele Interpretationen zu schaffen, was sicherlich im Sinne des Regisseurs lag, der genau weiß, wie sehr seine Fans auf surrealen Mindfuck abfahren.
So hat er denn auch 10 Hinweise gegeben, die den Film schlüssiger machen sollen:
1)Schenken Sie dem Anfang des Films besondere Aufmerksamkeit: Zwei wichtige Hinweise finden sich bereits vor dem Eröffnungstitel.
2) Beobachten Sie, wann und wo rote Lampenschirme eine Rolle spielen.
3) Achten Sie darauf, wie der Titel des Films heißt, für den sich Adam Kesher Schauspielerinnen anhört und ansieht. Wird dieser Titel an einer anderen Stelle wiederholt?
4) Ein Unfall ist ein schreckliches Ereignis … Beachten Sie genau den Ort des Unfalls.
5) Wer gibt wem einen Schlüssel – und warum?
6) Achten Sie genau auf die Kleidung, den Aschenbecher, die Tasse Kaffee.
7)Was wird im Club Silencio gefühlt, beobachtet und gewonnen?
8) Hilft Camilla allein ihre Begabung?
9) Beobachten Sie genau die Vorkommnisse im Umfeld des Mannes hinter Winkie's.
10) Wo ist „Tante Ruth“?
Möglicherweise kommt man dem Rätsel dann besser auf die Spur, aber ich hab auch mal eine Interpretation gelesen, dass wohl alles nichts hilft, wenn man nahe an der Auflösung ist und merkt, dass das letzte so extrem wichtige Puzzleteil fehlt, um "Erleuchtung" zu erhalten.
Daher ordneten viele Fans den Film ganz einfach als Traum unter, denn im Traum ordnet sich der rationale Gedanke unter.
Die Geschichte fängt mit Bildern eines Jitterbug-Contests an dem auch die junge Betty (Naomi Watts) teilnimmt. Die junge Frau will unbedingt in Hollywood Karriere machen, ein Glück, dass ihre Tante am Sunset Boulevard eine Wohnung bei CoCo Lennox (Ann Miller) hat und der Nichte vorübergehend überlässt.
Zur etwa gleichen Zeit ereignet sich am Mulholland Drive ein schwerer Autounfall mit mehreren Toten, was Lieutenant McKnight (Robert forster) aber nicht weiß: Es gab eine Überlebende (Laura Harring), die bei diesem Crash ihr Gedächtnis verlor, im nächtlichen Hollywood umherirrt und der man nach dem Leben trachtet.
Sie kann in das besagte Appartment flüchten und wird später auch von Betty entdeckt, die immer mehr Anteil am Schicksal von "Rita" (so nennt sich die Fremde) nimmt.
Im Schnellrestaurant Winkie's, ganz in der Nähe, scheint es etwas böses zu geben. Jedenfalls will das ein ängstlicher Patient wissen, der mit seinem Therapeut hier was isst und fühlt, dass ein böser Mann sich hinter dem Haus aufhält.
Böse sind auch die Castigliane Brüder, denn Regisseur Adam Kesher (Justin Theroux) will partout die ihm aufgedrängte Camilla Rhodes (ebenfalls Laura Harring) nicht für die Hauptrolle in seinem Film besetzen...




 "Mullholland Drive" ist trotz des Retro Styles, dass sich in mehreren Sequenzen wiederspiegelt (Jitterbug, 60s Pop, die spanische Version von "Crying") eine sehr moderne Abrechung mit der Traumfabrik und der Film spielt auch gekonnt mit diesen Versatzstücken, ohne die Horrorelemente, die dem Werk eine verstörende Note geben, je aus den Augen zu lassen. Alles ist gekennzeichnet von einem morbiden Verfall, der langsam das "Ich" auslöscht und am Ende verwirrender Identitätenwechsel übrig bleibt.
Mag sein, dass Lynch in "Mulholland Drive" sein Mysterium bewusst konstruiert hat, er bleibt aber trotzdem als ein sehr aussergewöhnlicher und faszinierender Film im Gedächtnis.





Bewertung: 9,5 von 10 Punkten