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Samstag, 18. Januar 2020

Manuel







































Regie: Victor Fleming

Auf hoher See...

Rudyard Kiplings 1896 erschienener Roman "Captains Courageous" bekam im Jahr 1902 eine deutsche Übersetzung, der Titel hieß "Brave Seeleute" - eine zweite Übersetzung mit dem Titel "Fischerjungs" folgte. Diese Abenteuergeschichte zählt zu den Bildungsromanen und wurde mehrfach verfilmt. Der Titel selbst basiert auf der Einleitungszeile der Ballade "Mary Ambree" mit beginnt mit den Worten "When captains courageous, whom death could not dount". Kipling starb im Jahr 1936 und erlebte auch nicht mehr mit, dass im folgenden Jahr drei seiner Bücher verfilmt wurden, darunter auch Victor Flemings mitreißender Kinderfilm "Captain Courageous", der in Deutschland den Filmtitel "Manuel" bekam. Mit einem Kassenergebnis von 3,1 Millionen Dollar war der Streifen äusserst erfolgreich und schlug sich erfolgreich bei der Oscarverleihung des Jahres 1938. Spencer Tracy bekam die begehrte Trophäe als bester Hauptdarsteller. In den Kategorien "bester Schnitt", "bester Film" und "Bestes adaptiertes Drehbuch" gabs zumindest eine Nominierung.
Kinderstar Freddie Bartholomew in seiner vielleicht besten Rolle als schlecht erzogener Harvey, Sohnemann des Selfmade-Millionärs Frank Burton Cheyne jr. (Melvyn Douglas). Ein Millionär, der seinem Sohn zumindest finanziell jeden Wunsch erfüllen kann - jedoch zu wenig Vater ist. Diese Faktoren wirken sich auf den Charakter des verwöhnten Jungen eher negativ aus. Er denkt, dass er mit Geld alles erreichen kann und so sind selbst seine Klassenkameraden im Internat nicht besonders gut auf Harvey zu sprechen. Wegen schlechten Benehmens wird der Junge vorübergehend suspendiert. Sein Vater entscheidet daraufhin den Jungen mit auf eine Geschäftsreise nach Europa zu nehmen und beide reisen mit einem transatlantischen Dampfer dorthin. Doch der Junge kommt nie in Europa an. Er fällt durch eine Unachtsamkeit auf der Fahrt in der Nähe der Grand Banks von Neufundland über Bord. Sein Vater glaubt, dass sein Junge tot ist. Doch Harvey wurde von dem portugiesisch-amerikanischen Fischer Manuel Fidello (Spencer Tracy) gerettet. Der arbeitet als Seemann an Bord des Fischereischoners "We are here" von Captaind Disco Troop (Lionel Barrymore) aus Gloucester, Massachuetts. David ist schockiert als der ruppige Kapitän ihm mitteilt, dass sie noch drei Monate im Atlantik fischen müssen. Erst dann kann er an einem Hafen anlegen. Zuerst benimmt sich der Junge unmöglich, doch unter sorgsamer Anleitung von Manuel lernt der Junge den Wert harter Arbeit und echten Könnens kennen. Ausserdem findet er in dem immer fröhlichen und singenden Fischer einen echten Freund...



Victor Fleming hat den Roman sehr gelungen verfilmt - eine Geschichte über die Wandlung eines Jungen, der sich auch die Achtung der gesamten Schiffsmannschaft erringt. Als Sohn des Kapitäns ist Mickey Rooney zu sehen. John Carradine spielt den "Long Jack". Darüberhinaus ist "Manuel" ein Film über den Sturm und Kampf auf dem Ozean. Vielleicht für heute Sehgewohnheiten etwas zu sentimental, dies trübt aber das gute Gesamtbild keineswegs. Die Bilder von Kameramann Harold Rosson tragen auch viel zur guten Atmosphäre der Geschichte bei.



Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 23. Januar 2019

Vom Winde verweht


Regie: Victor Fleming

Der alte Süden stirbt...

Tatsächlich ist "Vom Winde verweht" immer noch der erfolgreichste Film aller Zeiten. In dem inflationsbereinigten Ranking der größten Blockbuster liegt die Verfilmung von Margaret Mitchells Erfolgsroman unangefochten auf Platz 1 - vor "Star Wars" und "Sound of Music". Um zu erfassen warum dieser Film Generationen immer wieder begeistert hat, ist aber unbedingt erforderlich "Vom Winde verweht" auf der perfekten Blu Ray anzuschauen. Die DVD Ausgabe mit der zweiten Hälfte des Films auf der Rückseite des Silberlings war ja mehr als sonderbar.
Natürlich ist dieser Ausnahmefilm vor allem in der zweiten Hälfte ein echter Schmachtfetzen in Sachen Romantik, erzählt er doch die tragische Geschichte von Scarlett O´Hara (Vivien Leigh), die sich bereits als junges Mädchen in den nachdenklichen Grübler Ashley Wilkes (Leslie Howard) verliebt ist, von diesem aber einen Korb bekommt, weil er seine Cousine Melanie (Olivia de Havilland) ehelichen will, ganz nach den Gepflogenheiten der Familie Wilkes aus dem Süden. Er ist der Sohn des Plantagenbesitzers von "12 Eichen" und Scarlett die Tochter des Plantagenbesitzers von Tara. Gerald O´Hara (Thomas Mitchell), der Vater stammt aus Irland und liebt das Land. Er will später seiner ältesten Tochter Scarlett die Plantage vererben, aber noch hat Scarlett keinen Sinn fürs Land. Wie ihre Mutter (Barbara 0`Neill) und ihre beiden Schwestern (Evelyn Keyes, Ann Rutherford) wächst sie behütet im Wohlstand auf und wie alle jungen Leute der reichen Südstaatler genießt sie das Leben auf Tanz-Bazar-Festen oder Barbecue-Partys. Und wie alle Sprößlinge der Plantagenbetreiber hat sie genügend Personal zur Verfügung. Die wichtigste Bezugsperson ist die schwarze Haushälterin und Erzieherin, die "Mammy" (Hattie McDaniel) genannt wird. Überhaupt können diese Adligen im Süden überhaupt nicht verstehen, dass Präsident Abraham Lincoln die Sklaven, die kostenlos arbeiten, befreien will. Es geht ihnen doch hier gut und die Schwarzen hier sehen es als großes Privileg an ihren weißen Herren und Herrinnen perfekt zu dienen. "Vom Winde verweht" beginnt am Vorabend des Bürgerkriegs und hat - ähnlich wie Viscontis großartiges Epos "Der Leopard" - das Sterben einer Epoche, der guten alten Zeit und der Beginn einer neuen Ära zum Thema. Dieser Vergänglichkeit widmet Regisseur Victor Fleming auch einen großen Teil und genau dieser melancholische Abgesang ist auch gleichwertig zur bereits erwähnten unerfüllten Liebesromanze zwischen Scarlett und Ashley und zwischen Scarlett und dem gut aussehenden Rhett Butler (Clark Gable), der eigentlich viel besser zur kratzbürstigen, verwöhnten, egoistischen und nicht unterzukriegenden Scarlett passen würde, doch sie merkt leider zu spät, dass sie diesen unverschämten Captain Butler liebt. Am Ende fallen dann die berühmten Sätze "Frankly my dear, I don´t give a damn" von Butler, der Scarlett verlässt. Aber man glaubt ihr dennoch, wenn sie danach weinend auf der Prachttreppe von Tara sitzt, verlassen - dennoch zukünftig einen Weg zu ihm finden will "After all, Tomorrow is another day".
"Vom Winde verweht" handelt auch von der Sklavenbefreiung der Schwarzen im Bürgerkrieg der Nordstaaten gegen die Südstaaten. Eine späte Einsicht, denn erst am Totenbett ihrer Cousine Melanie erkennt sie, dass die Liebe zu Ashley ein Jungmädchentraum war, eine Schwärmerei, die sie all die Jahre daran gehindert hat mit ihrem dritten Ehemann Rhett glücklich zu werden.
Der Film ist durchtränkt von Sonnenuntergängen in Technicolor, von imposanten Kameraeinstellungen - mal orange-roter Himmel, ein anderes Mal im strahlenden Blau. Ganz klein neben einer imposanten Eiche steht Scarlett alleine oder auch in Begleitung ihres Vaters und die Figuren dürfen unvergessliche und überlebensgroße Dialoge von sich geben. Diese Szenen gehören zur Aura des Films - imposant auch die Massenszene der vielen vom Krieg verwundeten Soldaten auf den Straßen Atlantas. Scarlett in grandioser Garderobe schreitet durch dieses Schlachtfeld des Grauens.
Aus heutiger Sicht könnte man dem Film, wie auch dem Buch, einen gewissen Rassismus vorwerfen. Denn die Schwarzen werden hier sehr oft als gutmütig, naiv bis dumm bezeichnet. Und sie geben zumindest an für die gute Sache des Südens mitzufiebern, denn schließlich geht es ihnen ja gut in der Gesellschaft dieser Herrengesellschaft und Kavalliere. Einmal darf Scarlett die lügende Prissy (Butterfly McQueen) ohrfeigen - sehr zum Gefallen des Kinopublikums.





 


Trotzdem dürfte der Film und auch der Oscarregen, der ausgeschüttet wurde, das Thema "Rassismus" positiv belebt haben. Denn als beste Nebendarstellerin wurde nicht Olivia deHavilland als Melanie ausgezeichnet, sondern die dunkelhäutige Hattie McDaniel für ihre Rolle als Mammy. 1939 - zu dieser Zeit war noch Rassentrennung an der Tagesordnung und in den Südstaaten durfte sie nicht mal zur Premiere in ein "weißes" Kino kommen. Mit dieser Auszeichnung hat Hollywood sicherlich ein politisches Zeichen gesetzt. Die damals völlig unbekannte Vivien Leigh bekam den Zuschlag für die Hauptrolle - obwohl Kinodiven wie Bette Davis, Paulette Goddard, Norma Shearer, Joan Crawford, Claudette Colbert oder Tallulah Bankhead im Gespräch waren. Drei Regisseure waren beteiligt. George Cukor wurde von Clark Gable wegen seiner Homosexualität rausgemobbt, dann kam Victor Fleming, der auch absprang und sich aus nervlichen Gründen beinahe suizidieren wollte. Sam Wood sprang für einige Tage als Ersatz ein, dann kam Fleming wieder und beendete das Megaprojekt, diesen ersten richtig großen Monumental-Tonfilm. Aber treibende Kraft war der ehrgeizige Filmproduzent David O´Selznick, der sich gegen die Widerstände seines Schwiegervaters Louis B. Mayer und Irving Thalberg durchsetzte und den Film mit Herzblut realisierte.
Der Rest ist Geschichte - Vivien Leigh und Clark Gable wurden DAS unsterbliche Filmpaar und die junge Schauspielerin erhielt ihren ersten Oscar. Insgesamt gabs 8 reguläre Oscars und 2 Sonderoscars als Bonus dazu. Und er wurde Jahrzehnte lang erfolgreich in den Kinos wiederaufgeführt.
Man kann ihn vielleicht an mancher Stelle zu schnulzig und dramatisch ansehen, aber er besitzt auch heute noch zweifelsohne eine riesige Magie.









Bewertung: 10 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 7. Februar 2018

Arzt und Dämon







































Regie: Victor Fleming

Türen, die man nicht öffnen sollte....

London gegem Ende des 19. Jahrhunderts, es ist die Zeit von Jack the Ripper.  Der junge Arzt Dr. Harry Jekyll (Spencer Tracy) beschäftigt sich derweil in seinem Labor eifrig mit gewagten Experimenten. Jekyll will das Geheimnnis der menschlichen Seele ergründen und die gute und die böse Seite voneinander abspalten.
Verlobt ist er mit der schönen wie naiven Beatrix Emery (Lana Turner), die aber unter der sanft daherkommenden Dominanz ihres Vaters Sir Charles Emery (Donald Crisp) leidet.
Sir Charles ist mit den brisanten Thesen seines Schwiegersohnes in Spe nicht gerade einverstanden, Zuspruch bekommt Jekyll aber von seinem besten Freund und Berufskollegen Dr. John Lanyon (Ian Hunter), der allerdings nichts davon ahnt, dass Jekyll bereits ein Serum entwickelt hat, dass die  nicht gerade einverstanden, immerhin bekommt   Persönlichkeit verbirgt. Er entwickelt ein Serum, dass es ihm ermöglicht, die Gut und Böse voneinander zu trennen.
Schicksalhaft wird auch Jekylls Begegnung mit dem hübschen und der Liebe aufgeschlossenen Barmädchen Ivy Peterson (Ingrid Bergman), die er aus einer misslichen Lage mit einem aufdringlichen Mann befreit.
Innert dieser kurzen Begegnung wird eine enorme erotische Spannung ausgelöst, doch Jekyll widersteht der Versuchung durch die verführische junge Frau, denn er hat ja schliesslich seine geliebte Beatrix.
Als er wenig später vom Serum nimmt, ohne dessen Nebenwirkungen zu kennen, verändert sich der junge Arzt in seine böse Seite. Die nennt sich Mr. Hyde und sucht natürlich sofort das Lokal auf, in dem Ivy bedient.
Was folgt ist das Ausleben des Bösen, dass alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst. So sieht sich Jekyll im Traum als Kutscher mit der Peitsche, der die zwei Pferdchen (Ivy und Beatrix) mit sadistischem Vergnügen peitscht und peinigt.
Die Wirkung des Serums hält nicht dauernd an. Aber allerdings läuft das ganze noch mehr aus dem Ruder, denn es stellt sich der Worst Case ein. Ohne Zutun von einer Substanz verändert sich Jekyll immer wieder für kurze Zeit in den Bösewicht.
Kurz - aber lang genug, um zu tyrannisieren und zu morden...



Victor Flemings Variante von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" heisst mit deutschem Titel "Arzt und Dämon" und steht natürlich hinter der weltberühmten Fassung von Rouben Mamoulian (der Arzt und Dämon wurde gespielt von Frederic March und dieser erhielt für seine Rolle einen Oscar), aber da ich die etwas beschauerlichere Gothic-Fassung von Fleming zuerst gesehen habe (als Kind hab ich mich mächtig gefürchtet vor den Verwandlungen) ist mir die liebste unter allen Jekyll/Hyde Verfilmungen.
Mit diesem Film wurde auch vor allem eine grandiose Ingrid Bergman zum Weltstar, sie wurde entgegen ihres eher "braven" Image als Vamp und leichtes Mädchen eingesetzt. Interessanterweise wurde auch Leinwandvamp Lana Turner gegen ihr Image besetzt, sie spielt den Part der braven und artigen Tochter aus gutem englischen Hause.
Wer auf feinen s/w Gothic-Thrill ala "Haus der Lady Alquist" steht, der wird mit dieser 12. Verfilmung der bislang 50 Adaptionen des Romans "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson mehr als zufrieden sein. Für mich einer der besten Grusler der 40er Jahre.



Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Samstag, 23. Dezember 2017

Wizard of Oz - Das zauberhafte Land







































Regie: Victor Fleming

Irgendwo jenseits des Regenbogens...

Die Szene, in der die kleine Dorothy auf der Farm von Tante Emily und Onkel Henry den Song "Somewhere over the Rainbow" singt, neben ihr der geliebte Hund Toto, gehört zu den magic Moments des Cinema. Insgesamt gilt dies auch für "The Wizard of Oz", in dem diese Szene gezeigt wird. Victor Flemings Märchen-Musical ist in Amerika einer der populärsten Filme aller Zeiten.
In der Liste des American Film Institute der besten 100 Filme aller Zeiten rangiert "Wizard of Oz" unter den ersten Zehn. Die böse Hexe des Westens, eine Doppelgängerin der bösen Alira Gulsch belegt in der Liste der gemeinsten Filmschurken Rang 4 - nur Hannibal Lecter, Norman Bates und Darth Vader sind besser platziert. Das Zitat "Toto, ich habe das Gefühl, wir befinden uns nicht mehr in Kansas" belegt in der AFI Liste der populärsten Filmzitate ebenfalls auf Platz 4.
Der 1939 entstandene Farbfilm, der in Schwarz-Weiß beginnt und auch endet, wurde 1939 gedreht und wurde mit 2 Oscars prämiert. Natürlich ging ein Sieg an den Song "Over the Rainbow" - die zweite Trophäe wurde in der Sparte "Bester Filmscore" gewonnen und aus der damals 17jährigen Judy Garland wurde über Nacht eine Hollywood-Legende und sie wurde 1940 mit dem Juweline Oscar ausgezeichnet.
Schauplatz der Geschichte ist Kansas. Dort lebt Dorothy bei Tante Emily (Clara Blandick) und Onkel Henry (Charley Grapewin) und ihr bester Freund ist der kleine Hund Toto. Der hat die Katze der einflussreichen Almira Gulch (Margaret Hamilton, die später die böse Hexe des Westens spielt) gejagt und Dorothy fürchtet sich vor den Konsequenzen. Sie versucht sich den Farmarbeitern Hunk (Ray Bolger, der später die Vogelscheuche verkörpert), Hickory (Jack Haley, später als Zinnmann zu sehen) und Zeke (Bert Lahr, hat später als feiger Löwe einen weiteren Auftritt) anzuvertrauen, doch die sind mitten in der Arbeit, auch Tante und Onkel haben keine Zeit. So taucht die böse Miss Gulch überraschend mit einem Haftbefehl des Sheriffs auf der Farm auf - sie hat das Recht den kleinen Toto in Gewahrsam zu nehmen und ihn dem Sheriff auszuhändigen. Schlimmstenfalls droht die Einschläferung des bissigen Hundes, denn die Gulch behauptet gebissen worden zu sein. Während Dorothy weint und die Tante tatenlos mitansehen muss, wie der Hund in den Korb der bösen Frau landet, kann Toto aber den Korb öffnen und wieder zurück zur Farm laufen. Nun entschließt sich Dorothy zur Flucht mit ihrem geliebten Vierbeiner, sie trifft auf den Schausteller Professor Marvel (Frank Morgan, der später auch den Zauberer von Oz spielt). Der bringt sie dazu wieder den Weg nach Hause anzutreten, doch inzwischen tobt ein verheerender Wirbelsturm. Während die Farmer Schutz im Kellergewölebe suchen, bleibt Dorothy mit Toto im Haus. Dies wird hochgewirbelt und landet samt Haus im zauberhaften Land Oz. Anders als Kansas ist Oz in Farbe zu sehen im Dreistreifen-Color Verfahren und das Haus stürzte genau auf die böse Hexe des Ostens. Während Dorothy von der guten Hexe Glinda (Billie Burke) und den Zwergen-bewohnern von Oz als Heldin gefeiert wird, schwört die böse Hexe des Westens grausame Rache. Die fiese Hexe will auch an die magischen roten Halbschuhe kommen, die Dorothy nun trägt...









Im Original heißt das Volk der Zwerge Munchkins und sie singen im Film das ebenso bekannte Lied "Ding Dong The Witch is Dead". Dorothy singt auch mit ihren Weggefährten "We´re off to see the Wizard".
Beim ersten Kinoeinsatz 1939 kam der Film auf ein gutes Boxoffice Ergebnis von 3 Millionen, aber ein Gewinn war er für die Produzenten vorerst nicht, da die Kosten sehr hoch waren (2,8 Millionen Dollar) . Inzwischen hat er aber das Vielfache wieder eingespielt und wurde - genau wie Capras "ist das Leben nicht schön ?"  - durch das Fernsehen zum filmischen Dauerbrenner und Evergreen. Beide Filme wurden ab den 50ern alle Jahre wieder im Weihnachtsprogramm gezeigt und dies sorgte zusätzlich für diesen heutigen unverwüstlichen Klassikerstatus. Der Zuschauer wird genau wie Dorothy von einem Tornado in das knallig bunte Technicolor Land Oz gebeamt und hier wird tatsächlich alles aufgeboten, was ein Hollywood Musical bieten kann. Im Grunde kann der ganze Film als eine Art Fiebertraum gedeutet werden, denn am Ende ist man wieder in Kansas...nirgends ist es besser als Daheim. Regie führte "Vom Winde verweht" Director Victor Fleming, aber auch Produzent Mervyn Le Roy muss hier genannt werden. Wer war es, der






Bewertung: 10 von 10 Punkten.