Regie: Kleber Mendonca Filho
Armando/Marcelo
The Secret Agent" ist ein Film des brasilianischen Filmemacher Kleber Mendonca Filho aus dem Jahr 2025, der für sein Land eine der fünf begehrten Oscarnominierungen für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Interessanterweise weist "The Secret Agent" (Originaltitel: O Agente Secreto) einige Parallelen zu dem letztjährigen Oscargewinner in dieser Kategorie "Für immer hier" von Walter Salles auf, da ja beide Filme Brasilien in den 70er Jahren während der Militärdiktatur zum Thema haben. Wie Salles zuvor ist auch Mendonca Filho überzeugt davon, dass auch in seinem Film nach den turbulenten Präsidentschaftsjahren von Bolsonaro Bezüge zum heutigen Brasilien herstellen lassen, auch wenn in "The Secret Agent" eine fiktive Geschichte erzählt wird. 1977, während der politischen Wirren der brasilianischen Militärdiktatur, reist der ehemalige Forscher Armando (Wagner Moura) während des Karnevals nach Recife. Dort lebt sein junger Sohn Fernando (Enzo Nunes) seit dem Tod seiner Frau Fátima (Alice Carvalho) bei seinen Schwiegereltern. Er kommt in ein von der ehemaligen Anarchokommunistin Dona Sebastiana (Tania Maria) geführtes Refugium, wo er den Namen Marcelo annimmt und sich mit anderen politischen Dissidenten anfreundet, darunter Claudia (Hermila Guedes), Haroldo (Joao Vitor Silva)und die Flüchtlinge des angolanischen Bürgerkriegs, Thereza Vitória (Isabel Zuaa) und Antonio (Licínio Januáriocd). Zur gleichen Zeit werden der korrupte Chef der Zivilpolizei, Euclides (Roberio Diogenes), und seine Söhne Sergio (Igor De Araujo) und Arlindo (Italo Martins) während der Feiertage zu einem Einsatz gerufen, um ein abgetrenntes menschliches Bein zu untersuchen, das in einem gefangenen Hai gefunden wurde. Armando erhält von seinem Dissidentennetzwerk unter dem Decknamen „Marcelo“ eine Stelle im städtischen Personalausweisamt. Dort begegnet er zufällig Euclides, der ihm Freundschaft und Schutz anbietet. Armando ist sichtlich genervt von Euclides' arrogantem Verhalten, das unter anderem darin besteht, Hans (Udo Kier), einen jüdischen Holocaust-Überlebenden, der fälschlicherweise für einen Nazi-Flüchtling gehalten wird, zu schikanieren. Armandos Job ermöglicht ihm außerdem, nach Akten über seine verstorbene Mutter zu suchen, an die er nur wenige Erinnerungen hat. In São Paulo werden unterdessen die Auftragskiller Bobbi (Gabriel Leone) und Augusto (Roney Villela) vom ehemaligen Geschäftsführer von Eletrobras, Henrique Ghirotti (Luciano Ghirolli), angeheuert, um Armando zu töten, gegen den er eine politische und persönliche Fehde hegt. Im Kino São Luiz , wo sein Schwiegervater, Herr Alexandre (Carlos Francisco) , als Filmvorführer arbeitet, trifft Armando auf Elza (Maria Fernanda Candido), die Anführerin einer politischen Widerstandsbewegung im Nordosten Brasiliens. Armando gibt eine Aussage über Ghirottis korrupte Machenschaften ab und berichtet von einem Abendessen mit Fátima, das in einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit Ghirotti und dessen Sohn endete. Auslöser waren Bemerkungen über die niedrige soziale Schicht des Paares und dessen vermeintliche kommunistische Sympathien. Elza informiert Armando über einen in Auftrag gegebenen Mord und rät ihm zur Flucht. Sergio und Arlindo entsorgen das menschliche Bein im Fluss Capibaribe, wo es plötzlich wieder zum Leben erwacht und nachts schwule Männer in einem Park angreift. Die Geschichte, vermutlich eine Vertuschung der politischen Korruption und Gewalt während der Karnevalswoche durch die Zeitung, löst eine öffentliche Hysterie aus. Augusto und Bobbi heuern den mittellosen, ortsansässigen Schützen Vilmar (Kaiony Venâncio) an, um Armando zu finden und ihn zu töten. In Erwartung seiner Abreise verabschiedet sich Armando von Dona Sebastiana und den anderen Flüchtlingen....











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