Sonntag, 4. Januar 2026

Die 42. Straße


Regie: Lloyd Bacon

Ein Broadway Show entsteht...

Im Jahr 1933 waren vor allem Musicals und Komödien an den US-Kinokassen erfolgreich. Spitzenreiter der Jahrescharts war Frank Tuttles Musical "Roman Scandals", aber auch "Gold Diggers of 1933" von Mervyn LeRoy, "Dancing Lady" von Robert Z. Leonard, "Footlight Paradise" und "42nd Street" beide von Lloyd Bacon konnten sich in den Top Ten der erfolgreichsten Kinofilme platzieren. Besonders der letztgenannte Film wurde zum echten Evergreen und so ist es nicht verwunderlich, dass das American Film Institute "42nd Street",  das Musical von Lloyd Bacon auf Platz 13 in der Rubrik "Beste Musicals" setzte.  Der Film entstand vor dem Hays Code und die Lieder stammten von Harry Warren (Musik) und Al Dubin (Texte). Die Nummern wurden von Busby Berkeley inszeniert und choreographiert. Die Geschichte dreht sich um die Proben eines Musicals, von der Besetzung und der Crew - die Broadway Show wird auf dem Höhepunkt der großen Depression gestartet. Bei der Oscarverleihung gabs Nominierungen für den besten Film und den besten Ton.  Im Jahr 1932, auf dem Höhepunkt der Großen Depression, inszenieren die bekannten Broadway-Produzenten Jones und Barry Pretty Lady, ein Musical mit Dorothy Brock (Bebe Daniels) in der Hauptrolle. Sie ist mit dem reichen Abner Dillon (Guy Kibee), dem Geldgeber der Show, liiert, trifft sich aber heimlich mit ihrem alten Vaudeville-Partner Pat Denning (George Brent), der arbeitslos ist. Julian Marsh (Warner Baxter) wird als Regisseur engagiert, obwohl sein Arzt ihn warnt, dass er sein Leben riskiert, wenn er seinen stressigen Beruf weiter ausübt. Trotz einer langen Reihe von Erfolgen ist er nach dem Börsencrash von 1929 verarmt, also muss er seine letzte Show zu einem Erfolg machen, um genug Geld für den Ruhestand zu verdienen. Die Auswahl der Besetzung und die Proben beginnen inmitten eines erbitterten Wettbewerbs. Die Newcomerin Peggy Sawyer (Ruby Keeler) wird ignoriert, bis zwei erfahrene Chorsängerinnen, Lorraine Fleming (Una Merkel) und Ann Lowell (Ginger Rogers), sie unter ihre Fittiche nehmen. Lorraine wird aufgrund ihrer Beziehung zum Tanzdirektor Andy Lee (George E. Stone) ein Job zugesichert, und sie sorgt dafür, dass Ann und Peggy ausgewählt werden. Peggy wird dazu verleitet, in die Garderobe des jugendlichen Hauptdarstellers Billy Lawler (Dick Powell) zu platzen, der sie sofort ins Herz schließt. Als Marsh von Dorothys Beziehung zu Pat erfährt, schickt er ein paar Schlägertypen unter Führung seines Gangsterfreundes Slim Murphy los, um Pat einzuschüchtern. Dorothy und Pat vereinbaren, sich eine Zeit lang nicht zu sehen. Pat nimmt einen Börsenjob in Philadelphia an. Die Proben dauern fünf Wochen, zu Marshs völliger Missbilligung, bis sich Dorothy am Abend vor der Überraschungspremiere der Show in Philadelphia den Knöchel bricht. Am nächsten Morgen hat sich Abner mit ihr gestritten und will, dass Marsh sie durch seine neue Freundin Annie ersetzt. Annie gesteht, dass sie die Show nicht tragen kann, überzeugt den Regisseur jedoch, dass die unerfahrene Peggy das kann. Julian ist verzweifelt und probt mit Peggy gnadenlos bis eine Stunde vor der Premiere. Billy nimmt endlich den Mut auf, Peggy zu gestehen, dass er sie liebt. Sie umarmen und küssen sich, gerade als Dorothy erscheint und durch die Tür kommt. Sie wünscht Peggy viel Glück und verrät, dass sie und Pat endlich heiraten werden. Die Show wird unter tosendem Applaus aufgeführt. Als das Theaterpublikum das Theater verlässt, steht Julian im Schatten vor der Bühnentür und hört Kommentare, dass Peggy der Star sei und er den Verdienst für den Erfolg der Show nicht verdiene...






 

Ein Film, der viele bekannte Figuren von zukünftigen Musicals schon vorweg nimmt: Der unerbittliche Workaholic und Macher, der seine Gesundheit sogar für das Gelingen der Show opfern wird. Die bekannte Diva mit ihren Allüren und natürlich die unbekannte Tänzerin, die sich durch glückliche Fügung irgendwann in der Hauptrolle wiederfindet und nicht nur Ruhm, sondern auch ihren Mann fürs Leben findet. Auch der Ablauf wie eine Show auf die Beine gestellt wird, wurde in zahlreichen weiteren Erfolgsmuscials übernommen. Obwohl es ernste Moment gibt, ist "42nd Street" aber eine heitere Angelegenheit










Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Samstag, 3. Januar 2026

Frankenstein Junior


Regie: Mel Brooks

Der Frankenstein in mir...

Für mich ist "Frankenstein Junior" (Original: Young Frankenstein) aus dem Jahr 1974 der beste Film von Mel Brooks, der ja vorwiegend Parodien auf kommerziell erfolgreiche Filme machte. Sein erfolgreichster Kinohit war allerdings der zwei Jahr vorher entstandene "Der wilde, wilde Westen" - ein Streifen, wo der Wilde Westen genüsslich durch den Kakao gezogen wird. Gut gelungen finde ich auch "Höhenkoller" (eine Hitchcock Hommage) und "To be or not be" (sein Remake des geniale Ernst Lubitsch Klassikers). In "Frankenstein Junior" nimmt er liebevoll die alten Frankenstein Klassiker der Universal Studios aufs Korn und wartet mit tollen Filmfiguren auf: Eine Frau Blücher (Cloris Leachman) beispielsweise bringt Pferde zum Wiehern. Wer dann Polizeiinspektor Hans Wilhelm Friedrich Kemp noch nicht kennen sollte - die Performance von Kenneth Mars bleibt unvergessen. Als einsamer Mönch und Eremit im Wald ist sogar der große Gene Hackman zu sehen und auch Marty Feldman als buckliger Igor schaffte mit diesem Film seine leider viel zu kurze Karriere als kassenträchtiger Filmstar. In wunderschönen Schwarz-Weiß Bildern lässt Mel Brooks die Welt von Frankenstein wieder auferstehen und der Detailreichtum dieses Comedy-Klassikers ist hoch. Erzählt wird die Geschichte von Dr. Frederic Fronkenstien (Gene Wilder), einem Nachkommen des berühmt-berüchtigten Doktor Frankenstein, der einstmal in Transsilvanien totes Gewebe zum Leben erweckte. Mit den zweifelhaften Experimenten seines Großvaters will der Dozent auch keinesfalls in Verbindung gebracht werden. Doch er bekommt die Nachricht, dass er ins Land seiner Vorfahren - nach Transsilvanien - reisen soll, um das Vermächtnis als Erbe zu erhalten. Er verabschiedet sich am Bahnhof von seiner Verlobten Elisabeth (Madeline Kahn) und reist ins besagte Schluß nach Siebenbürgen, wo er am Bahnhof von Igor (Marty Feldman) und im Schloß selbst von Frau Blücher (Cloris Leachman) empfangen wird. Schnell findet er eine blonde Assistentin namens Inga (Teri Garr) und auch die Aufzeichnungen des Großvaters "Wie ich tat es" - danach erwacht das Frankenstein-Gen in ihm und er ist bereit den Körper eines Gehängten (Peter Boyle) zum Leben zu erwecken. In einer Gewitternacht trotzt er den Gesetzen und kann die Leiche zum Leben erwecken. Das Geschöpf hat aber einen abnormen, bösen Kern...



und so wandert es durch den Wald, das ihm zum Mönch führt und später auch zu dem kleinen Mädchen, dass wir natürlich auch aus dem Originalfilm mit Boris Karloff bestens kennen - Mel Brooks wandelt die Szenen aber sehr gelungen ab und statt Grusel gibt es jede Menge Spass und eine wunderschöne, liebevoll gestaltete Hommage an diese alten Horrorschinken der klassischen Schule. Das Total Magazine währlte die Komödie auch auf Platz 28 der besten 50 Comedy Movies aller Zeiten. Auch das American Film Institute sieht das ähnlich: Platz 13 in der Liste der 100 witzigsten amerikanischen Filme.


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.

Dienstag, 22. Juli 2025

Flow


Regie: Gints Zilbalodis

Strömung... 

Der lettische Animationsfilm "Flow" ist schon optisch eine Wucht und sicherlich einer der schönsten Zeichentrickfilme der letzten Jahre. Aufgrund der Popularität des Films in Lettland wurde in der Hauptstadt Riga eine Statue der Katze aus Flow aufgestellt. Darüberhinaus gab die lettische Post eine limitierte Sonderbriefmarke heraus, die dem Film gewidmet ist.  Regisseur Gints Zilbalodis wurde 2024 als "Rigaer Bürger des Jahres“ ausgezeichnet. Aufgrund des Erfolgs von Flow verzeichnete die lettische Filmindustrie erhöhte Investitionen. 2012 produzierte Zilbalodis "Aqua", einen Kurzfilm über eine Katze, die ihre Angst vor dem Meer überwindet. Die Prämisse von Aqua diente als Grundlage für Flow. Die Produktion von "Flow" begann 2019, und Zilbalodis und sein Produktionsteam benötigten fünfeinhalb Jahre für die Fertigstellung des Films.  Er enthält keine Dialoge, und Zilbalodis gab an, von Jacques Tati sowie der Anime-Serie Future Boy Conan inspiriert worden zu sein. Drehbuch und Produktion stammten von Zilbalodis und Matīss Kaža. Die lettisch-französisch-belgische Koproduktion folgt einer Katze, die zusammen mit anderen Tieren in einer scheinbar postapokalyptischen Welt zu überleben versucht, während der Wasserspiegel dramatisch ansteigt. Er wurde zum meistgesehenen Film in den lettischen Kinos aller Zeiten. Bei der 97. Oscarverleihung gewann Flow den Preis für den besten Animationsfilm und wurde als lettischer Beitrag auch für den besten internationalen Spielfilm nominiert. Damit war er der erste Film aus Lettland, der bei der Oscarverleihung nominiert wurde und gewann. Außerdem gewann er den Golden Globe Award für den besten Animationsfilm. Beide Statuetten wurden später im Lettischen Nationalen Kunstmuseum ausgestellt.Eine dunkelgraue Katze streift durch einen Wald. Ein Rudel Hunde kommt an den Fluss, um Fische zu fangen. Als sich zwei Hunde um einen Fisch streiten, nimmt die Katze den Fisch und wird von den Hunden verfolgt. Die Katze entkommt, bemerkt aber eine panische Hirschjagd, bevor sie von einer Flut erfasst wird. Katze und Hunde überleben die Flut und erreichen höher gelegenes Gelände. Ein gelber Labrador Retriever folgt der Katze zu ihrer verlassenen Hütte mit hölzernen Katzenskulpturen. Beide bemerken den steigenden Wasserspiegel. Der Labrador gesellt sich zu den anderen Hunden auf ein Boot. Als die Hütte von der Flut verschlungen wird, klettert die Katze auf eine riesige Katzenstatue, bis das Wasser bis zum Kopf der Statue reicht. Als das steigende Wasser die Statue vollständig unter Wasser setzt, springt die Katze in ein herannahendes Segelboot mit einem Wasserschwein an Bord. Am nächsten Morgen, als das Boot durch einen teilweise überschwemmten Wald fährt, geht die Katze über Bord und beginnt zu sinken, während sie versucht, einem weißen Vogel, einem Sekretär auszuweichen. Ein mutierter Wal rettet sie vor dem Ertrinken, doch ein anderer Sekretärvogel packt sie. Während des Fluges erblickt die Katze in der Ferne massive Steinsäulen. Der Sekretärvogel lässt die Katze über dem Boot frei. Kurz darauf, als der Wasserspiegel weiter steigt, lädt das Wasserschwein einen Katta-Affen mit seinem Korb voller Schmuckstücke ein, an Bord zu springen. Im Schlaf träumt die Katze, dass sie von einer Herde Hirsche umkreist wird und zu den massiven Steinsäulen blickt, bevor sie von einer Flut weggeschwemmt wird; dann wacht sie auf. Später am selben Tag landen die drei Tiere an Land und werden vom Labrador begleitet. Sie begegnen einem Schwarm Sekretärvögel, der ihnen feindselig gegenübersteht, woraufhin die Katze flieht. Der jüngere Sekretärvogel, der der Katze zuerst begegnet ist, fleht den Anführer an, ihm das Leben zu schenken, verliert jedoch in einem Duell und wird am Flügel verletzt, bevor der Schwarm ihn verlässt. Da er nicht mehr fliegen kann, schließt sich der Sekretärvogel dieser Schicksalsgemeinschaft an. Diese fünf unterschiedlichen Tiere mit jeweils verschiedenen Schwächen und Stärken muss nun im Kampf ums Überleben vor allem als Mannschaft funktionieren....








Einige Kritiker sahen starke Vergleiche zum legendären Disney Klassiker "Bambi", der als Höhepunkt mit dem Einsatz der Multiplan Kamera zum Erzeugen von Tiefe, naturalistischen Bewegungen der Tierfiguren, der Darstellung von Umwelteinflüssen wie Regen, Schnee oder Waldbränden.  Dank seiner innovativen Animation und der ausgereiften Themen ist Flow unwiderstehlich.Die Tiere verhalten sich wie Tiere, was ihren Abenteuern eine Authentizität verleiht, die die Emotionen in Momenten der Freude und der Gefahr noch stärker macht. Er kommt zwar ohne Text aus, ist aber von reichhaltigen Tierlauten durchzogen. Ein Film voller Gefühl, aber ohne Sentimentalität. Neben den amerikanischen Filmpreisen gab es auch Auszeichnungen beim Cesar und beim Europäischen Filmpreis, jeweils in der Kategorie "Animationsfilm des Jahres". Bei einem Budget von 3,5 Millionen Dollar machte "Flow" einen weltweiten Umsatz von mehr als 50 Millionen Dollar.










Bewertung: 10 von 10 Punkten 


Emilia Perez


Regie: Jacques Audiard

Völlig neue Identität...

Wahrscheinlich ist Jacques Audiards Musical-Thriller "Emilia Perez" der originellste Film des Jahres. Im Grunde ein Mafia-Drama, allerdings erweitert durch ein Transgenderthema, gespickt mit vielen Musiknummern, die von Zoe Saldana, Gascon, Selena Gomez, Mark Ivanir, Adriana Paz gesungen werden. Geschrieben wurde der soundtrack von der französischen Sängerin Camille und von Clement Ducol.  Bei den Filmfestspielen von Cannes 2024 gewannen die Stars Karla Sofía Gascón, Selena Gomez, Adriana Paz und Zoe Saldaña gemeinsam den Preis für die beste Schauspielerin, während Regisseur Jacques Audiard den Preis der Jury und Clément Ducol und Camille den Soundtrack Award erhielten. Der Film war außerdem für die Goldene Palme und die Queer Palm nominiert. Er wurde außerdem vom American Film Institute zu einem der zehn besten Filme des Jahres 2024 gekürt. Bei der 97. Oscarverleihung erhielt Emilia Pérez 13 Nominierungen, darunter Bester Film, Beste Regie für Audiard, Beste Hauptdarstellerin für transgeschlechtliche Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascón und für die Beste Nebendarstellerin Zoe Saldaña, die die Trophäe gewann. Auch der Filmsong "El mal“ wurde prämiert.Weiterhin gab es auch Golden Globes und fünf Europäische Filmpreise (Bester Film, Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascon, Beste Regie, Bestes Drehbuch, bester Schnitt).  Natürlich ist so ein Filmgemisch kein konventioneller Film, der sicherlich nicht wenige Zuschauer bereits am Anfang abschrecken könnte, da es völlig verwegen ist Thriller mit Musicalnummern zu kreuzen. Doch die Vorbehalte dürften sich legen, wenn man sich auf diesen hervorragenden Film einlassen kann, der sicherlich ganz großes Kino bietet. Etwas Almodovar ist mit dabei, auch wurden die Macher möglicherweise von der Oper "Carmen" inspiriert. Audiard hat aber etwas Neues geschaffen, die Handlung des Films ist so verwegen wie unwahrscheinlich.  Im Gegensatz zur positiven Branchenreaktion war die Rezeption im mexikanischen Kultursektor geteilt. Kritiker und Interessenvertretungen innerhalb und aus der LGBTQ-Community äußerten sich ebenfalls etwas kritischer.  Rita Mora Castro (Zoe Saldana), eine erfolglose Anwältin in Mexiko-Stadt, führt die Verteidigung in einem Mordfall, in den die Ehefrau eines prominenten Medienvertreters verwickelt ist. Gegen ihr Gewissen argumentiert Rita, die Frau habe Selbstmord begangen. Nach ihrem Sieg erhält Rita einen anonymen Anruf mit einem mysteriösen, aber lukrativen Angebot. Angesichts ihrer Unzufriedenheit stimmt sie einem Treffen zu. Ihr Mandant, der sich als Kartellboss Juan „Manitas“ Del Monte (Karla Sofia Gascon) entpuppt, äußert den Wunsch, sich heimlich einer geschlechtsangleichenden Operation zu unterziehen und ein neues und authentisches Leben als Frau zu beginnen. Nach Konsultationen mit Ärzten in Bangkok und Tel Aviv findet Rita einen Chirurgen (Mark Ivanir), der sich bereit erklärt, den Eingriff durchzuführen, nachdem sie Manitas' Erinnerungen an Geschlechtsidentitätsstörungen in ihrer Kindheit gehört hat. Nach dem Eingriff werden Manitas' Frau Jessi (Selena Gomez) und ihre Kinder in die Schweiz übersiedelt. Jessi bittet darum, stattdessen in die USA zu ihrer Schwester gehen zu dürfen, doch man erfährt ihr, dass die Schweiz zu ihrer Sicherheit gewählt wurde. Rita erhält eine exorbitante Summe für ihre Dienste. Manitas täuscht unterdessen den Tod vor und beginnt ein neues Leben als Emilia Pérez. Vier Jahre später begegnet Rita in London Emilia, die sich wünscht, wieder mit ihren Kindern zusammenzukommen. Rita arrangiert die Rückkehr Jessis und der Kinder nach Mexiko-Stadt, wo Emilia leben soll. Sie stellt sie als entfernte, wohlhabende Cousine von Manitas vor, die sich freiwillig bereit erklärt hat, die Kinder großzuziehen. Jessi erkennt Emilia nicht und widersetzt sich der Vereinbarung. Schließlich stimmt sie der Rückkehr nach Mexiko zu, trifft dort aber Gustavo Brun (Edgar Ramirez) wieder, einen ehemaligen Liebhaber, mit dem sie in den späteren Jahren ihrer Ehe eine Affäre hatte. Während sie sich an ihr neues Leben in Mexiko gewöhnen, treffen Rita und Emilia zufällig die Mutter eines vermissten Kindes. Emilia denkt über ihre kriminelle Vergangenheit nach. Später, als sie ihren Sohn ins Bett bringt, sagt der, sie würde wie sein verstorbener Papa riechen.  Reumütig nutzt Emilia ihre Kontakte zu inhaftierten Kartellmitgliedern, um eine gemeinnützige Organisation zu gründen, die die Leichen von Kartellopfern identifiziert, um sie ihren Familien zurückzugeben, damit diese endlich Trauerarbeit leisten können und abschließen können. Rita und Emilia arbeiten beim Aufbau der Organisation und der Gewinnung von Spendern zusammen, von denen einige, wie Rita bemerkt, gefährlich und korrupt sind.. Eeine Frau (Adriana Paz), deren gewalttätiger Ehemann von der Organisation identifiziert wurde, trifft sich mit Emilia, um dessen Tod zu bestätigen. Die beiden beginnen daraufhin eine Beziehung. Unterdessen knüpft Jessi neue Kontakte zu Gustavo - eine Affäre mit Tragweite...







Die Geschichte klingt nicht ganz realistisch, aber es ist Kino und Audiard erzählt eine transsexuelle Geschichte mit großer Faszination. Ein völlig verrücktes Musical, dass lange im Gedächtnis bleibt, weil es eben so einzigartig ist. Das Ensemble spielt grandios.







Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.