Sonntag, 4. Januar 2026

The Ugly Stepsister


Regie: Emilie Blichfeld

Aschenputtels Stiefschwester...

Die Autorin und Regisseurin Emilie Blichfeldt begann die Entwicklung von „Die hässliche Stiefschwester“ während ihrer Abschlussarbeit an der Norwegischen Filmhochschule. Blichfeldt ließ sich von „Aschenputtel“, der Grimmschen Version des Aschenputtel-Märchens, inspirieren und gestaltete die Figur neu: Sie wird zu einer von Aschenputtels Stiefschwestern, die sich die Zehen abschnitt, um in den gläsernen Schuh zu passen. Das Genre des Body-Horrors war ihr bis zum Ansehen von David Cronenbergs Film „Crash“ (1996) im Jahr 2015 unbekannt. Daraufhin tauchte sie tief in Cronenbergs Werk ein und entdeckte die Filmografien der italienischen Regisseure Dario Argento und Lucio Fulci. Deren Filme sowie Julia Ducournaus „Raw“ (2016) inspirierten sie dazu, Body-Horror in ihrem Film zu verwenden. Das Drehbuch war von Blichfeldts eigenen Erfahrungen mit ihrem Körperbild geprägt. Sie beabsichtigte, damit „sowohl Empathie als auch Unbehagen hervorzurufen und das Publikum dazu anzuregen, über seine Wahrnehmung von Schönheit und sein Verhältnis dazu nachzudenken. In ihrer Jugend sah Blichfeldt regelmäßig die norwegische Synchronfassung des Kultfilms „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“, den sie als Einfluss für den zeitlosen, märchenhaften visuellen Stil von ihrem eigenen Film bezeichnete. "Den Stygge Stesøsteren" ist ein satirischer Film, der seine Weltpremiere am 23. Januar 2025 als Eröffnungsfilm der Midnight-Sektion des Sundance Film Festivals feierte. Er wurde außerdem am 16. Februar 2020 im Rahmen der Panorama-Sektion der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin gezeigt. Die Witwe Rebekka (Ane Dahl Torp) hat zwei hässliche Töchter namens Elvira (Lena Myren) und Alma (Flo Fagerli). Sie heiratet den älteren Witwer Otto (Ralph Carlsson), der eine wunderschöne Tochter namens Agnes (Thea Sofie Loch Naess) hat. Später am Abend, während eines gemeinsamen Abendessens mit Rebekka, Otto und ihren drei Töchtern, stirbt Otto plötzlich. Otto und Rebekka hatten geheiratet und ihre Familien zusammengeführt, in der Hoffnung, durch die Ehe des anderen reich zu werden. Doch nun müssen sie feststellen, dass beide mittellos sind. Agnes verhält sich ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern gegenüber hochmütig, da diese einen vergleichsweise niedrigen sozialen Status haben. Königliche Herolde verkünden, dass alle adligen jungen Jungfrauen zu einem Ball eingeladen sind, auf dem Prinz Julian (Isac Calmroth) eine Gemahlin wählen wird. Um sie vor der Armut zu bewahren, plant Rebekka, ihre älteste Tochter Elvira mit Julian zu verheiraten. Während Elvira von der Heirat mit dem Prinzen träumt, weiß Rebekka, dass ihre Tochter hässlich ist. Um ihre Chancen bei dem Prinzen zu verbessern, unterzieht Rebekka Elvira einer Reihe primitiver und schmerzhafter Schönheitsoperationen. Elvira muss zusammen mit Agnes einen Schönheitskurs besuchen. Während des Tanzunterrichts darf Agnes vorne bei den hübschen Mädchen stehen, während Elvira mit den weniger attraktiven Mädchen nach hinten verbannt wird. Dieser Druck lässt Elviras anfängliche Bewunderung für ihre Stiefschwester in Groll umschlagen. Eines Tages gibt eine der Lehrerinnen Elvira ein Bandwurmei zum Abnehmen. Agnes tadelt ihre Stiefmutter, weil sie das restliche Geld für Elviras Schönheit ausgibt, anstatt die Beerdigung ihres Vaters zu bezahlen, dessen verwesender Leichnam in einem verlassenen Zimmer des Hauses liegt. Als Elvira Prinz Julian zufällig im Wald begegnet, verspottet er sie wegen ihrer Hässlichkeit und entpuppt sich als oberflächlicher Frauenheld. Elvira hält jedoch an ihrem Glauben fest, dass er ein guter Mann ist. Eines Nachts entdeckt Elvira Agnes beim Sex mit Isak (Malte Myrenberg Gardiner), einem Stallburschen, und erzählt es Rebekka. Angewidert wirft Rebekka Isak hinaus und macht Agnes zur Magd. Die Familie nennt sie fortan Aschenputtel. Je näher der königliche Ball rückt, desto mehr verhungert Elvira und ihr fallen aufgrund eines Bandwurmbefalls büschelweise die Haare aus. Alma bekommt ihre erste Menstruation, verschweigt es ihrer Mutter aber aus Angst, dasselbe Leid wie Elvira zu erleiden. Rebekka lässt Agnes außerdem von der Mädchenschule nehmen, sodass niemand mehr die Hauptrolle im Schultanz auf dem Ball übernehmen kann. Aufgrund ihres veränderten Aussehens nach Gewichtsverlust und Schönheitsoperationen erhält Elvira die Rolle. Bei einer Kleideranprobe mit ihrer Mutter schenkt der Verkäufer Elvira ein prächtiges Ballkleid und eine blonde Perücke, um ihren Haarausfall zu kaschieren. Er bemerkt Agnes' Schönheit und macht ihr unangemessene Avancen. Später sieht Elvira Agnes mit einem Ballkleid, das Agnes' verstorbener Mutter gehörte, und zerstört es wütend. Agnes weint über dem Leichnam ihres Vaters. Sie hat eine Vision ihrer Mutter, die ihr ein wunderschönes Paar Schuhe schenkt und sie warnt, dass sich die Kutsche bis Mitternacht wieder in einen Kürbis verwandeln wird. Seidenraupen auf dem Körper ihres Vaters flicken Agnes' zerrissenes Kleid. Auf dem Ball erregt Elvira Prinz Julians Interesse, doch seine Aufmerksamkeit wird schnell von der verschleierten Agnes abgelenkt, die zu spät kommt....









Ein beeindruckender Film, der von Kameramann Marcel Zyskind hervorragend bebildert wurde. Der Horror des Films wirkt nachhaltig, weil er sich subtil immer mehr zu steigern weiß - bis zum Höhepunkt der Selbstverstümmelung, die aber völlig umsonst ist. Die Filmmusik komponierten die norwegische Songwriterin Vilde Tuv und der norwegische Singer-Songwriter Kaada. Bereits Tuvs Album "Melting Songs" habe das Romantische im Film perfekt eingefangen.










Bewertung: 9 von 10 Punkten. 







Sirat
























Regie: Oliver Laxe

In den Bergen von Marocco...

"Sirat" ist ein erschütterndes Roadmovie von Oliver Laxe und eine spanisch-französische Coproduktion, die als spanischer Beitrag für die Kategorie "Bester internationaler Film" ins Rennen ging und neun Nomierungen für den Europäischen Filmpreis bekam: Bester europäischer Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Darsteller Sergi Lopez, beste Castingregie, beste Kamera Mauro Herce, bester Ton, bester Schnitt und bester Szenenbild.  Regisseur Óliver Laxe schrieb gemeinsam mit Santiago Fillol  auch das Drehbuch schrieb. Der Film erzählt die Geschichte eines Vaters (Sergi López), der sich zusammen mit seinem Sohn und einer Gruppe von Ravern in der Wüste Südmarokkos auf die Suche nach seiner vermissten Tochter begibt. Sirāt feierte seine Weltpremiere am 15. Mai 2025 im Hauptwettbewerb der 78. Filmfestspiele von Cannes, wo er gemeinsam mit den deutschen Film "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski den Jurypreis gewann. Luis reist mit seinem Sohn Esteban (Bruno Nunez) zu einer Rave-Party in der Wüste Südmarokkos, um seine vermisste Tochter Mar zu suchen. Eine Gruppe anderer Raver erzählt ihnen, dass im Anschluss eine weitere Party tiefer in der Wüste stattfindet und Mar dort sein könnte. Als Soldaten eintreffen, um die Party zu beenden und die Evakuierung der europäischen Raver anzuordnen, flieht die Gruppe in zwei Vans. Luis, Esteban und ihr Hund Pipa folgen ihnen in ihrem Kleinwagen. Im Radio wird von einem bewaffneten Konflikt zwischen zwei Länder berichtet, der sich bald zu einem Ereignis wie im Dritten Weltkrieg ausweitet. Die Raver – Stef (Stefania Gadda), Jade (Jade Oukid), Tonin (Tonin Janvier), Bigui (Richard Ballamy) und Josh (Joshua L. Henderson) – versuchen vergeblich, Luis und Esteban umzustimmen. Auf ihrer Fahrt Richtung Süden, in die Nähe von Mauretanien, erleben sie einige Pannen und wachsen enger zusammen. Sie teilen Essen und Benzin, durchqueren gemeinsam einen Fluss in ihren Fahrzeugen, pflegen Pipa gesund, nachdem dieser die mit LSD verseuchten Fäkalien der Raver gefressen hat, und Tonin gibt ein Musikstück zum Besten, während er mit seinem Beinstumpf ein Puppentheater improvisiert. Bei der Überquerung eines Gebirgspasses bleibt einer der Vans in einer Spurrille stecken. Die Gruppe schafft es, das Fahrzeug zu befreien, doch inmitten ihrer Feierlichkeiten rollt Luis' Van mit Esteban und Pipa an Bord rückwärts eine Klippe hinunter, wobei beide ums Leben kommen. Und er wird nicht der Einzige sein, der auf dem Trip durch die Wüste mit dem Leben bezahlt...








Vergleiche mit "Lohn der Angst" oder "Atemlos vor Angst" wurden gezogen - tatsächlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, sowohl von den Voraussetzungen, die überwunden werden müssen, als auch von den Konsequenzen, die eine gefährliche Reise mit sich bringt. Der Inszenierungstil ist radikal und hypnotisch. 
 Neben Sergi López und Bruno Núñez waren die Hauptdarsteller keine professionellen Schauspieler. Sie wurden stattdessen im Rahmen eines Straßencastings unter der Leitung der Kostümbildnerin Nadia Acimi, einer ehemaligen Partnerin von Laxe und selbst Raverin, ausgewählt. Jade Oukid, eine französische Fotografin, Amateurfilmerin und Schneiderin, wurde auf einem Festival in Portugal entdeckt. Tonin Janvier, ein französischer Straßenkünstler, verbrachte einen Großteil seines Lebens in Westafrika und verlor bei einem Motorradunfall ein Bein. Stefania Gadda, eine italienische Rancherin, die autark lebt, wurde auf Empfehlung von Anwohnern in der spanischen Stadt Órgiva gefunden.
Es ist alles andere als ein Gute Laune Film, diese bizarre Reise der Menschen und ihrer Psyche, ein bisschen offeriert der Regisseur dem Zuschauer sogar ein Endzeitszenario ala "Mad Max". Neben schockierenden Paukenschlägen endet die Reise in einer seltsam melancholischen Stimmung. Die Rave Tanzveranstaltung ist gut gewählt, denn der extatische Tanz steht für die Flucht aus der Realität, die aber nach der Veranstaltung mit absoluter Härte zuschlägt. Ein Erlebnisfilm über den Menschen und die Welt, das Kollektiv und das Individuum, das Sein und das Nichts, Radikalität und Universalität, das Intime und das Kosmische. 









Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Die 42. Straße


Regie: Lloyd Bacon

Ein Broadway Show entsteht...

Im Jahr 1933 waren vor allem Musicals und Komödien an den US-Kinokassen erfolgreich. Spitzenreiter der Jahrescharts war Frank Tuttles Musical "Roman Scandals", aber auch "Gold Diggers of 1933" von Mervyn LeRoy, "Dancing Lady" von Robert Z. Leonard, "Footlight Paradise" und "42nd Street" beide von Lloyd Bacon konnten sich in den Top Ten der erfolgreichsten Kinofilme platzieren. Besonders der letztgenannte Film wurde zum echten Evergreen und so ist es nicht verwunderlich, dass das American Film Institute "42nd Street",  das Musical von Lloyd Bacon auf Platz 13 in der Rubrik "Beste Musicals" setzte.  Der Film entstand vor dem Hays Code und die Lieder stammten von Harry Warren (Musik) und Al Dubin (Texte). Die Nummern wurden von Busby Berkeley inszeniert und choreographiert. Die Geschichte dreht sich um die Proben eines Musicals, von der Besetzung und der Crew - die Broadway Show wird auf dem Höhepunkt der großen Depression gestartet. Bei der Oscarverleihung gabs Nominierungen für den besten Film und den besten Ton.  Im Jahr 1932, auf dem Höhepunkt der Großen Depression, inszenieren die bekannten Broadway-Produzenten Jones und Barry Pretty Lady, ein Musical mit Dorothy Brock (Bebe Daniels) in der Hauptrolle. Sie ist mit dem reichen Abner Dillon (Guy Kibee), dem Geldgeber der Show, liiert, trifft sich aber heimlich mit ihrem alten Vaudeville-Partner Pat Denning (George Brent), der arbeitslos ist. Julian Marsh (Warner Baxter) wird als Regisseur engagiert, obwohl sein Arzt ihn warnt, dass er sein Leben riskiert, wenn er seinen stressigen Beruf weiter ausübt. Trotz einer langen Reihe von Erfolgen ist er nach dem Börsencrash von 1929 verarmt, also muss er seine letzte Show zu einem Erfolg machen, um genug Geld für den Ruhestand zu verdienen. Die Auswahl der Besetzung und die Proben beginnen inmitten eines erbitterten Wettbewerbs. Die Newcomerin Peggy Sawyer (Ruby Keeler) wird ignoriert, bis zwei erfahrene Chorsängerinnen, Lorraine Fleming (Una Merkel) und Ann Lowell (Ginger Rogers), sie unter ihre Fittiche nehmen. Lorraine wird aufgrund ihrer Beziehung zum Tanzdirektor Andy Lee (George E. Stone) ein Job zugesichert, und sie sorgt dafür, dass Ann und Peggy ausgewählt werden. Peggy wird dazu verleitet, in die Garderobe des jugendlichen Hauptdarstellers Billy Lawler (Dick Powell) zu platzen, der sie sofort ins Herz schließt. Als Marsh von Dorothys Beziehung zu Pat erfährt, schickt er ein paar Schlägertypen unter Führung seines Gangsterfreundes Slim Murphy los, um Pat einzuschüchtern. Dorothy und Pat vereinbaren, sich eine Zeit lang nicht zu sehen. Pat nimmt einen Börsenjob in Philadelphia an. Die Proben dauern fünf Wochen, zu Marshs völliger Missbilligung, bis sich Dorothy am Abend vor der Überraschungspremiere der Show in Philadelphia den Knöchel bricht. Am nächsten Morgen hat sich Abner mit ihr gestritten und will, dass Marsh sie durch seine neue Freundin Annie ersetzt. Annie gesteht, dass sie die Show nicht tragen kann, überzeugt den Regisseur jedoch, dass die unerfahrene Peggy das kann. Julian ist verzweifelt und probt mit Peggy gnadenlos bis eine Stunde vor der Premiere. Billy nimmt endlich den Mut auf, Peggy zu gestehen, dass er sie liebt. Sie umarmen und küssen sich, gerade als Dorothy erscheint und durch die Tür kommt. Sie wünscht Peggy viel Glück und verrät, dass sie und Pat endlich heiraten werden. Die Show wird unter tosendem Applaus aufgeführt. Als das Theaterpublikum das Theater verlässt, steht Julian im Schatten vor der Bühnentür und hört Kommentare, dass Peggy der Star sei und er den Verdienst für den Erfolg der Show nicht verdiene...






 

Ein Film, der viele bekannte Figuren von zukünftigen Musicals schon vorweg nimmt: Der unerbittliche Workaholic und Macher, der seine Gesundheit sogar für das Gelingen der Show opfern wird. Die bekannte Diva mit ihren Allüren und natürlich die unbekannte Tänzerin, die sich durch glückliche Fügung irgendwann in der Hauptrolle wiederfindet und nicht nur Ruhm, sondern auch ihren Mann fürs Leben findet. Auch der Ablauf wie eine Show auf die Beine gestellt wird, wurde in zahlreichen weiteren Erfolgsmuscials übernommen. Obwohl es ernste Moment gibt, ist "42nd Street" aber eine heitere Angelegenheit










Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Samstag, 3. Januar 2026

Frankenstein Junior


Regie: Mel Brooks

Der Frankenstein in mir...

Für mich ist "Frankenstein Junior" (Original: Young Frankenstein) aus dem Jahr 1974 der beste Film von Mel Brooks, der ja vorwiegend Parodien auf kommerziell erfolgreiche Filme machte. Sein erfolgreichster Kinohit war allerdings der zwei Jahr vorher entstandene "Der wilde, wilde Westen" - ein Streifen, wo der Wilde Westen genüsslich durch den Kakao gezogen wird. Gut gelungen finde ich auch "Höhenkoller" (eine Hitchcock Hommage) und "To be or not be" (sein Remake des geniale Ernst Lubitsch Klassikers). In "Frankenstein Junior" nimmt er liebevoll die alten Frankenstein Klassiker der Universal Studios aufs Korn und wartet mit tollen Filmfiguren auf: Eine Frau Blücher (Cloris Leachman) beispielsweise bringt Pferde zum Wiehern. Wer dann Polizeiinspektor Hans Wilhelm Friedrich Kemp noch nicht kennen sollte - die Performance von Kenneth Mars bleibt unvergessen. Als einsamer Mönch und Eremit im Wald ist sogar der große Gene Hackman zu sehen und auch Marty Feldman als buckliger Igor schaffte mit diesem Film seine leider viel zu kurze Karriere als kassenträchtiger Filmstar. In wunderschönen Schwarz-Weiß Bildern lässt Mel Brooks die Welt von Frankenstein wieder auferstehen und der Detailreichtum dieses Comedy-Klassikers ist hoch. Erzählt wird die Geschichte von Dr. Frederic Fronkenstien (Gene Wilder), einem Nachkommen des berühmt-berüchtigten Doktor Frankenstein, der einstmal in Transsilvanien totes Gewebe zum Leben erweckte. Mit den zweifelhaften Experimenten seines Großvaters will der Dozent auch keinesfalls in Verbindung gebracht werden. Doch er bekommt die Nachricht, dass er ins Land seiner Vorfahren - nach Transsilvanien - reisen soll, um das Vermächtnis als Erbe zu erhalten. Er verabschiedet sich am Bahnhof von seiner Verlobten Elisabeth (Madeline Kahn) und reist ins besagte Schluß nach Siebenbürgen, wo er am Bahnhof von Igor (Marty Feldman) und im Schloß selbst von Frau Blücher (Cloris Leachman) empfangen wird. Schnell findet er eine blonde Assistentin namens Inga (Teri Garr) und auch die Aufzeichnungen des Großvaters "Wie ich tat es" - danach erwacht das Frankenstein-Gen in ihm und er ist bereit den Körper eines Gehängten (Peter Boyle) zum Leben zu erwecken. In einer Gewitternacht trotzt er den Gesetzen und kann die Leiche zum Leben erwecken. Das Geschöpf hat aber einen abnormen, bösen Kern...



und so wandert es durch den Wald, das ihm zum Mönch führt und später auch zu dem kleinen Mädchen, dass wir natürlich auch aus dem Originalfilm mit Boris Karloff bestens kennen - Mel Brooks wandelt die Szenen aber sehr gelungen ab und statt Grusel gibt es jede Menge Spass und eine wunderschöne, liebevoll gestaltete Hommage an diese alten Horrorschinken der klassischen Schule. Das Total Magazine währlte die Komödie auch auf Platz 28 der besten 50 Comedy Movies aller Zeiten. Auch das American Film Institute sieht das ähnlich: Platz 13 in der Liste der 100 witzigsten amerikanischen Filme.


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.