Regie: Howard Hawks
Der Impresario und sein Star...
Howard Hawks frühe Screwball-Komödie "Napoleon vom Broadway" (Originaltitel: Twentieth Century) aus dem Jahr 1934 ist eine egozentrische und fiese Pygmalion Variante mit sehr viel Wortwitz. John Barrymore erhielt für die zweiwöchigen Dreharbeiten eine gute Gage von 50.000 Dollar und für seine Partnerin Carole Lombard wer der Film sozusagen das Sprungbett zum großen Filmstar. Sie konnte hier erstmals ihr Talent für Komödie zeigen und gewann mit ihrer Darstellung der zunächst etwas naiven und emotionalen Lily Garland gute Kritiken. Gemeinsam mit dem Oscarpreisträger "Es geschah in einer Nacht", der kurze Zeit später ebenfalls von Columbia in den Verleih gebracht wurde, war Hawks Film der Prototyp dieses neuen Genres, das sich bis Ende der Dekade größter Popularität erfreute. Im Mittelpunkt standen meist exzentrische Charaktere, die ihre oft haarsträubenden Probleme und Neurosen in exzessiven Dialogen ausleben. In "Napoleon vom Broadway" sogar in einer genialen Überdosierung, denn beide Hauptfiguren sind hinreißend komische Egomanen der Eitelkeit, für beide ist die Realität sehr oft auch die große Bühne. Mit ‚Napoleon vom Broadway‘, in dem ein wie aufgedreht durch die Szenerie tobender John Barrymore als exzentrisch-egomanischer Theater-Maestro nach Herzenslust sein overactingbetreiben konnte, bewies Hawks, nach Jahren der Arbeit an dramatischen Stoffen, daß er auch eine Hand für leichtgewichtige Slapstick-Komödie mit screwball comedy-Elementen besaß. Der Film entstand vor dem Hays Code.Ben Hecht und Charles MacArthur adaptierten ihr gleichnamiges Broadway-Stück von 1932. Der überschwängliche Broadway-Impresario Oscar Jaffe (John Barrymore) nimmt das unbekannte Dessousmodel Mildred Plotka (Carole Lombard) unter seine Fittiche und macht sie zum Star seines neuesten Stücks – trotz der großen Bedenken aller Beteiligten, darunter seiner beiden leidgeprüften Assistenten, des Buchhalters Oliver Webb (Walter Conolly) und des ständig angetrunkenen Owen O'Malley (Roscoe Karns). Durch intensives Training formt Oscar aus seiner Schülerin die Schauspielerin "Lily Garland“, und sowohl sie als auch das Stück werden ein durchschlagender Erfolg. Am Premierenabend, nach ihrem Triumph, kommt er in ihre Garderobe, um sich demütig für sein Verhalten ihr gegenüber zu entschuldigen. Wie geplant, fällt sie ihm in die Arme und fleht ihn an, sie nie zu verlassen. Sie werden ein Paar. Drei Jahre später hat ihre Partnerschaft drei weitere Kassenschlager hervorgebracht, und Lily gilt als Ausnahmetalent. Als Paar sind sie berühmt – oder berüchtigt – für ihre spektakulären Auseinandersetzungen. Lily versucht, die berufliche und private Beziehung zu beenden, da sie Oscars Eifersucht und seine Kontrolle über jeden Aspekt ihres Lebens nicht mehr erträgt. Oscar redet ihr das aus und verspricht, in Zukunft vertrauensvoller und weniger kontrollierend zu sein. Stattdessen engagiert er heimlich eine von McGonigle geleitete Detektei, die sie auf Schritt und Tritt überwacht, sogar ihr Telefon abhört. Als sie es herausfindet, ist das Maß voll; sie geht nach Hollywood und wird schnell ein gefeierter Filmstar. Ohne Lily produziert Oscar einen Flop nach dem anderen. Nach einer solchen Enttäuschung muss er sich verkleiden, um einer Gefängnisstrafe wegen seiner Schulden zu entgehen und den luxuriösen 20th Century Limited Express von Chicago zum Grand Central Terminal in New York City zu besteigen. Zufällig steigt Lily an einem späteren Halt mit ihrem Freund George Smith (Ralph Forbes) zu. Nach einigem Zögern sieht Oscar seine Chance, sein Vermögen wiederherzustellen und seine Beziehung zu Lily zu retten. Oscar bringt George dazu, sich von Lily zu trennen, indem er enthüllt, dass er einst ihr Liebhaber war. Da er weiß, dass Lily ihm eine letzte Chance auf beruflichen Erfolg bietet, schmiedet Oscar einen Plan, um sie dazu zu bringen, einen Vertrag mit ihm zu unterschreiben. Er erzählt ihr von seinem Wunsch, sie solle Maria Magdalena in seinem neuen Passionsspiel spielen, und beschreibt ihr die Rolle: „Sinnlich, herzlos, aber wunderschön. Sie durchläuft alle Höhen und Tiefen, vom Elend bis zum Ruhm. Kannst du sie dir vorstellen, Lily? Und er schafft es tatsächlich aufgrund einer inszenierten Sterbeszene, dass seine Ehemalige nicht bei seinem Konkurrenten Max Jacobs (Charles Lane) unterschreibt, sondern bei Ihm....















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