
Regie: Arthur Penn
Totale Isolation...
"Ich
bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre." Nach diesem
Motto half die amerikanische Schriftstellerin Helen Keller vielen
taubblinden Menschen im Alltag. Sie setzte sich gegen viele
Ungerechtigkeiten zur Wehr. Sie half Blinden, die Brailleschrift zu
lerenen und sie setzte sich stark für die Rechte der Schwarzen
Bevölkerung und für die Frauenrechte ein. 1962 wurde die Geschichte
ihrer Kindheit verfilmt. Der Regisseur war Arthur Penn, der später durch
Filme wie "Bonnie und Clyde", "Little Big man" oder "Duell am Missouri"
zu einem der wichtigsten Regisseure des New Hollywoods wurde. Bereits
sein Debütfilm "Einer muss dran glauben" mit Paul Newman wurde sehr
gelobt. Mit dem Film über Helen Keller "Licht im Dunkel" gelang ihm der
Durchbruch. Der Film heißt im Original "Miracle Worker" ging 1963 als
einer der Favoriten ins Oscarrennen. Bei fünf Nominierungen
(Hauptdarstellerin, Nebendarstellerin, Regie, Drehbuch William Gibson
und Ruth Morley für die besten Kostüme) war Penns Film zweimal
siegreich. Anne Bancroft wurde für ihre Rolle als Helens Lehrerin Anne
Sullivan als beste Schauspielerin ausgezeichnet und die junge Patty
Duke, die die Helen spielte, bekam den Oscar als beste
Nebendarstellerin. Sie war damit die zu dieser Zeit jüngste
Darstellerin, die innerhalb den vier regulären Schauspielerkategorien
ausgezeichnet wurde. Helen Keller (Patty Duke) wurde am 27. Juni 1880
als gesundes Kind im amerikanischen Alabama geboren. Als sie nicht
einmal zwei Jahre alt war, erkrankte sie stark und verlor in der Folge
ihr Seh- und Hörvermögen. Wenige Zeit später hörte sie auch mit dem
Sprechen auf. Das zuvor lebensfrohe und glückliche Kind zog sich zurück.
Sie trat kaum noch in die Öffentlichkeit, schließlich wusste sie nicht,
wie sie sich verständigen sollte. Ihre besorgten Eltern (viktor Jory
und Inga Swenson) entschieden sich dafür professionelle Hilfe zu holen. Helen,
die aufgrund dieser schweren Krankheit seit ihrer Kindheit blind und
taub ist, ist frustriert über ihre Kommunikationsunfähigkeit und leidet
häufig unter gewalttätigen und unkontrollierbaren Ausbrüchen. Da
weder Eltern noch ihr Bruder James (Andrew Brine) nicht in der Lage
sind, mit ihr klarzukommen, wenden sie sich an die Perkins School for
the Blind, um Hilfe zu erhalten. Als Reaktion darauf schicken sie Anne Sullivan (Anne Bancroft), eine ehemalige Studentin, als Nachhilfelehrerin ins Keller-Haus. Anne
wuchs selbst in einem Behindertenheim au, da sie kaum sehen konnte und
als Erwachsene bereits mehrere Augenoperation hinter sich brachte. Es
kommt zu einem Willenskampf, als Anne Helens Mauern des Schweigens und
der Dunkelheit durch Beharrlichkeit, Liebe und pure Sturheit
niederreißt. Sie beginnt damit, Helen beizubringen, eine Verbindung
zwischen ihren Handzeichen und den Objekten in Helens Welt herzustellen,
für die sie stehen....







Anne Sullivan wandte bei
Helen Keller die Methoden von Laura Bridgmans Lehrern an. Sie ließ das
Kind einen Gegenstand berühren und buchstabierte ihm dessen Namen
gleichzeitig in die freie Hand, wobei sie ein Fingeralphabet, wie es zum
Teil von Gehörlosen benutzt wird, verwendete. Diesen Zusammenhang
begriff Helen sehr bald; der Durchbruch kam mit dem Wort "Wasser" -
dieser Durchbruch bildet auch die ergreifende Schlußszene eines großen
Hollywoodfilms der frühen 60er Jahre. Die Darsteller agieren allesamt
auf dem höchsten Niveau.
Bewertung: 9,5 von 10 Punkten