Mittwoch, 21. Februar 2024

Licht im Dunkel


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Arthur Penn

Totale Isolation...

"Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre." Nach diesem Motto half die amerikanische Schriftstellerin Helen Keller vielen taubblinden Menschen im Alltag. Sie setzte sich gegen viele Ungerechtigkeiten zur Wehr. Sie half Blinden, die Brailleschrift zu lerenen und sie setzte sich stark für die Rechte der Schwarzen Bevölkerung und für die Frauenrechte ein. 1962 wurde die Geschichte ihrer Kindheit verfilmt. Der Regisseur war Arthur Penn, der später durch Filme wie "Bonnie und Clyde", "Little Big man" oder "Duell am Missouri" zu einem der wichtigsten Regisseure des New Hollywoods wurde. Bereits sein Debütfilm "Einer muss dran glauben" mit Paul Newman wurde sehr gelobt. Mit dem Film über Helen Keller "Licht im Dunkel" gelang ihm der Durchbruch. Der Film heißt im Original "Miracle Worker" ging 1963 als einer der Favoriten ins Oscarrennen. Bei fünf Nominierungen (Hauptdarstellerin, Nebendarstellerin, Regie, Drehbuch William Gibson und Ruth Morley für die besten Kostüme) war Penns Film zweimal siegreich. Anne Bancroft wurde für ihre Rolle als Helens Lehrerin Anne Sullivan als beste Schauspielerin ausgezeichnet und die junge Patty Duke, die die Helen spielte, bekam den Oscar als beste Nebendarstellerin. Sie war damit die zu dieser Zeit jüngste Darstellerin, die innerhalb den vier regulären Schauspielerkategorien ausgezeichnet wurde. Helen Keller (Patty Duke) wurde am 27. Juni 1880 als gesundes Kind im amerikanischen Alabama geboren. Als sie nicht einmal zwei Jahre alt war, erkrankte sie stark und verlor in der Folge ihr Seh- und Hörvermögen. Wenige Zeit später hörte sie auch mit dem Sprechen auf. Das zuvor lebensfrohe und glückliche Kind zog sich zurück. Sie trat kaum noch in die Öffentlichkeit, schließlich wusste sie nicht, wie sie sich verständigen sollte. Ihre besorgten Eltern (viktor Jory und Inga Swenson) entschieden sich dafür professionelle Hilfe zu holen. Helen, die aufgrund dieser schweren Krankheit seit ihrer Kindheit blind und taub ist, ist frustriert über ihre Kommunikationsunfähigkeit und leidet häufig unter gewalttätigen und unkontrollierbaren Ausbrüchen. Da weder Eltern noch ihr Bruder James (Andrew Brine) nicht in der Lage sind, mit ihr klarzukommen, wenden sie sich an die Perkins School for the Blind, um Hilfe zu erhalten. Als Reaktion darauf schicken sie Anne Sullivan (Anne Bancroft), eine ehemalige Studentin, als Nachhilfelehrerin ins Keller-Haus. Anne wuchs selbst in einem Behindertenheim au, da sie kaum sehen konnte und als Erwachsene bereits mehrere Augenoperation hinter sich brachte. Es kommt zu einem Willenskampf, als Anne Helens Mauern des Schweigens und der Dunkelheit durch Beharrlichkeit, Liebe und pure Sturheit niederreißt. Sie beginnt damit, Helen beizubringen, eine Verbindung zwischen ihren Handzeichen und den Objekten in Helens Welt herzustellen, für die sie stehen....







Anne Sullivan wandte bei Helen Keller die Methoden von Laura Bridgmans Lehrern an. Sie ließ das Kind einen Gegenstand berühren und buchstabierte ihm dessen Namen gleichzeitig in die freie Hand, wobei sie ein Fingeralphabet, wie es zum Teil von Gehörlosen benutzt wird, verwendete. Diesen Zusammenhang begriff Helen sehr bald; der Durchbruch kam mit dem Wort "Wasser" - dieser Durchbruch bildet auch die ergreifende Schlußszene eines großen Hollywoodfilms der frühen 60er Jahre. Die Darsteller agieren allesamt auf dem höchsten Niveau.








Bewertung: 9,5 von 10 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen