Mittwoch, 6. September 2017

Uhrwerk Orange







































Regie: Stanley Kubrick

Hier kommt Alex...

Alex de Large (Malcolm McDowell) ist ein schwer erziehbarer, sehr intelligenter Jugendlicher in einem London der Zukunft. In der Stadt herrschen die Gangs. Alex´Gang sind die Droogs, dazu gehören Dim (Warren Clarke), Georgie (James Marcus) und Pete (Michael Tam).
Der Anführer hat wie seine Männer reichlich Spass am Ausüben von Gewalt, die Nachts in den Vorstädten der Metropole exzesshaft ausgelebt wird.
Die Jungs verständigen sich mit einem Jargon von russischen Brocken und Cockney-Slang. Die Opfer sind Obdachlose, wehrlose Frauen oder Leute, die der Gang zufällig über den Weg laufen.
Genauso begeistert wie körperliche Gewalt liebt Alex auch die Beethovens 9. Symphonie.
In einer dieser Nächte dringen sie maskiert in die Villa des Schriftstellers Alexander (Patrick Magee) und seiner jungen Frau (Adrienne Corri), die von den Männern vergewaltigt wird. Währenddessen wird auch der Mann zu den Klängen von Gene Kellys "I´m singing in the Rain" zum Krüppel geschlagen.
Alex Bewährungshelfer vermutet dessen Täterschaft, kann aber nichts beweisen.
Die nächste Gewaltorgie trifft die Katzenlady (Miriam Karlin), die Alex Gewaltausbruch nicht überlebt. Er erschlägt die mutige Lady mit einer großen Penis-Plastik.
Für diese Tat wandert der junge Mann natürlich ins Kittchen - 14 Jahre so das Urteil, die Eltern (Phillip Stone/Sheila Reynor) sind geschockt.
Im Gefängnis macht er sich den Gefängnispastor (Godfrey Quigley) zum Freund. Beim Besuch des Innenministers (Anthony Sharpe) sieht Alex seine Stunde gekommen, denn er will Versuchsobjekt für die neue "Ludovico-Technik" werden, ein Verfahren, dass durch Gehirnwäsche funktioniert und das ihn zu einem guten Bürger umerziehen soll. Dabei wird er so konditioniert, dass er unfähig wird gewalttätig zu werden, weil ihm der Gedanke an Gewalt durch dieses Experiment sofort Übelkeit verursacht. Seine moralische Einstellung zur Gewalt ändert sich dadurch allerdings nicht.
Die zweiwöchige Therapie sieht vor, dass er sich immer wieder für einige Stunden mit gewaltsam aufgesperrten Augen verschiedenartige brutale Filme ansieht und gleichzeitig werden Drogen in die Augen gespritzt.
Tatsächlich besteht Alex die Therapie erfolgreich und ist ein freier Mann...






"Uhrwerk Orange" ist ein Film von Stanley Kubrick, der mittlerweile 40 Jahre auf dem Buckel hat, aber immer noch keine Alterungserscheinungen aufweist.
Zu interessant ist die Vorlage von Anthony Burgess, der der Frage nachgeht
ob es schlechter ist, den Menschen zum Gutsein zu konditionieren oder ihm die Freiheit zu lassen, böse zu sein.
Die moralisch zweifelhaften Werte, die durch den Film vermittelt werden, haben seit der Erstaufführung dazu geführt, dass er von vielen Seiten verurteilt und zensiert wurde. Dennoch wurde der Film zu einem einflussreichen Werk und zählt zu Kubricks Meisterwerken.








Bewertung: 10 von 10 Punkten.

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